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Tornados wirbeln vor auf Platz vier
06.01.14, 09:38 Uhr (Quelle: Sächsische Zeitung)
Den Nieskyern gelingen in Berlin und in Schönheide knappe Auswärtssiege. Jetzt kommt der Spitzenreiter.
Wer hätte das vor diesem Wochenende gedacht? Die Tornados haben in zwei Auswärtsspielen die Maximalausbeute von sechs Punkten eingefahren und sind damit vom siebenten vor auf den vierten Tabellenplatz gesprungen und der entspricht dem Saisonziel der Nieskyer. Bei den bekannt heim- und überzahlstarken Schönheidern stand der Sieg bis zur letzten Sekunde auf Messers Schneide. Die Nieskyer führten mit 2:1, Jörg Pohling erhielt gut zwei Minuten vor Schluss eine Zwei-Minuten-Strafe und die Gastgeber ersetzten ihren Torwart durch einen zusätzlichen Feldspieler. Aber die Abwehr der Tornados hielt diesmal stand. Eine gute Chance gab es für Schönheide, aber Robert Handrick im Tor war wie schon einige Male zuvor in diesem Spiel zur Stelle. „Und sonst haben wir sehr clever verteidigt, insgesamt nur wenig zugelassen“, sagte Trainer Jens Schwabe nach dem Spiel, der seine Defensive „überragend“ fand, aber an der Chancenauswertung vorn mäkelte. Zu Beginn des Spiels, das mit einer Trauerminute für den toten Weißwasseraner Füchse-Fan begonnen hatte, überstanden die Nieskyer relativ problemlos zwei Unterzahlsituationen (ein Teil sogar 3:5) und kamen dann immer besser ins Spiel. Marcel Leyva traf mit viel Willen im zweiten Nachsetzen zum Führungstreffer, nachdem seine Reihe im Forechecking den Puck erobert hatte. Bis zur Drittelpause hätten die Nieskyer auch mit ein, zwei Treffern mehr führen können. Die Tornados hatten das Spiel auch im Mitteldrittel weitestgehend in Griff. Allerdings fehlte oftmals das nötige Glück beim Abschluss (Pfosten, Latte) in einer 5:3-Überzahlsituation auch der Blick für den richtigen Pass. Das 2:0 gelang ausgerechnet dem Nachwuchsspieler Richard Rentsch, ein 18-jähriger Nieskyer, der im Waldstadion begonnen und die Nachwuchsstationen in den Spielgemeinschaften mit Weißwasser durchlaufen hat. „Richard ist ein ehrgeiziger, kämpferischer Spieler, der läuferisch schon viel macht, ein richtiger Wirbelwind. Wenn er richtig dranbleibt, kann er mal eine feste Größe für uns werden. Es freut mich, dass er dieses Tor gemacht hat. Und wie, war typisch für ihn“, sagte Schwabe. Der junge Stürmer hob den Puck im zweiten Nachsetzen mit aller Macht mit der Rückhand unter die Latte. Das 0:2 war kein Grund zum Ausruhen: Die Schönheider nutzten einen der seltenen Nieskyer Fehler (Schwabe: „Wir haben an der blauen Linie gepokert und den Puck verloren.“) zum Anschlusstreffer. Bei dem blieb es aber. Nur sol lange spannend hätte es nicht sein müssen. Als die Schönheider im Schlussdrittel immer mehr riskierten, hatten die Tornados mehrfach den dritten Treffer auf dem Schläger, als Musil nach Alleingang die Latte traf und Leyva und andere am starken Torwart scheiterten. Einmal hatten die Nieskyer Glück, als die Gastgeber fünf Minuten vor Schluss nur den Innenpfosten trafen.
Den ersten Sieg des Wochenendes hatten die Nieskyer am Freitag bei Fass Berlin mit 4:3 geholt. Hochverdient, wie Trainer Jens Schwabe befand. Die Nieskyer waren durch einen Bauerntrick von Jörg Pohling und Jankovych, der mit einem Direktschuss nach einem Abpraller erfolgreich war, schnell mit 2:0 in Führung gegangen. Dass es nach dem ersten Drittel 2:2 stand, regte Schwabe noch lange auf: Diese beiden Gegentore und später auch das dritte hätte der Schiedsrichter niemals geben dürfen. Er und vor allem seine beiden Linienrichter waren überfordert“, sagte er. Eine Aussage, die für den Sieger eines Spieles ungewöhnlich aber umso bemerkenswerter ist. Beim 1:2 lag laut Schwabe eine superklare Abseitsstellung vor, beim Ausgleich wurde der Puck hoch aus der Luft heruntergepflückt, als sich die Nieskyer in Unterzahl befreien wollten. Das hätte wegen „hohen Stocks“ abgepfiffen werden müssen. Aber die Nieskyer ließen sich nicht beirren. Jankovych erzielte im Mitteldrittel wieder per Abstauber das 3:2. Der Ausgleich fiel im zweiten Nachschuss, der „einerseits natürlich hätte nicht passieren dürfen, andererseits war es klares Torraumabseits“, erklärte Schwabe. Die Nieskyer gingen im Schlussdrittel in Überzahl aber noch einmal in Führung. Kuhlee hatte von der blauen Linie durch alle Spieler hinweg getroffen. Die Berliner versuchten danach zwar noch einmal alles und fühlten sich bei zwei, drei Strafen jetzt ihrerseits benachteiligt, aber die Nieskyer spielten die Zeit clever herunter, stoppten die Berliner Angriffe meist schon im Mitteldrittel. Einziges Manko: Die Chancen zum entscheidenden 5:3 wurden ausgelassen.
Am kommenden Sonnabend kommt jetzt der souveräne Tabellenführer Leipzig. „Vielleicht können wir sie ärgern. Wir wollen auf jeden Fall ein gutes Spiel abliefern. Die Punkte müssen wir aber gegen andere holen“, sagt Tornado-Trainer Jens Schwabe.

EHV Schönheide – Tornado Niesky 1:2 (0:1, 1:1, 0:0)

Tornado: Handrick, Neumann, Greulich, Vatter, Rädecker, Pohling, Wimmer, Linke, Rentsch, Bartell, Brill, Jankovych, Musil, Mojmir Leyva, Noack
Tore: 0:1 Leyva (13:14, Assist: Noack), 0:2 Rentsch (29:27, Noack, Brill), 1:2 Geier (36:14)
Strafen: Schönheide 8 min, Niesky 10 min
Zuschauer: 581

Fass Berlin– Tornado Niesky 3:4 (2:2, 1:1, 0:1)

Tornado: Schröder – Neumann, Greulich, Vatter, Rädecker, Pohling, Wimmer, Linke, Rentsch, Bartell, Brill, Jankovych, Musil, Leyva, Noack, Kuhlee
Tore: 0:1 Pohling (4:13, Assist: Jankovych, Musil), 0:2 Jankovych (7:05, Überzahl, Greulich, Wimmer), 1:2 Koslowski (10:33, Überzahl), 2:2 Leers (15:29, Überzahl), 2:3 Jankovych (26:30, Musil, Greulich), 3:3 Czajka (33:37), 3:4 Kuhlee (45:26, Überzahl, Brill, Noack)
Strafen: Berlin 14, Niesky 18
Zuschauer: 273
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So, 5. Januar 2014 1 2 3   Erg.
EHV Schönheide 09 e.V. 0 1 0   1
Tornado Niesky 1 1 0   2

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