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Nieskyer Tornados feiern Arbeitssieg über Chemnitz
16.12.13, 13:02 Uhr (Quelle: Sächsische Zeitung)
Am Sonnabend freuen sich die Zuschauer über einen Sieg, nicht unbedingt über ein Offensivfeuerwerk der Tornados.
Es waren keine sechs Minuten mehr zu spielen, da passierte es: Die Chemnitzer fuhren einen schnellen Konter, die Tornado-Verteidiger griffen nur halbherzig an und Jan Herman nutzte das zu einem Schlenzer ins lange Eck. Der Puck schlug über der Fanghand von Nieskys Torfrau Ivonne Schröder ein, die darauf mit einem wütenden Schlag ihres Schlägers gegen das Tor reagierte. So gern hätte die 25-Jährige „zu Null“ gehalten, gerade an diesem Tag, an dem wegen ihr ein Fernsehteam der Deutschen Welle (Internetfernsehen) da war. Der Film soll vor den Olympischen
Winterspielen, zu denen die Weißwasseranerin mit der deutschen Nationalmannschaft voraussichtlich fahren wird, gezeigt werden. Deshalb war dieses Gegentor so ärgerlich. Dabei war das Spiel zu diesem Zeitpunkt längst entschieden. Die Tornados führten nach einer taktisch disziplinierten Leistung mit 4:0 gegen den ERV Chemnitz, der eine Gegentreffer sollte bis zum Spielende auch der Einzige bleiben. Trainer Jens Schwabe sagte: „Wir wollten uns nach den elf Gegentoren in Leipzig diesmal auf die Abwehr konzentrieren. Dafür blieb im Angriff vieles Stückwerk, gelangen zu selten gute Kombinationen.“ Aber das reichte gegen nicht so spritziges chweres Spiel hatten. Musil hatte im ersten Drittel in Überzahl einfach abgezogen, der insgesamt starke Gästetorwart beim Schuss unter die Latte nicht gut ausgesehen (13.). Beim 2:0 profitierten die Gastgeber von einer doppelten Überzahl, Linke spielte den Gästetorwart am kurzen Pfosten aus (36.). Der dritte Treffer kurz nach Beginn des Schlussdrittels war vorentscheidend und der schönste. Kuhlee hatte den Puck hinter dem Tor am kurzen Pfosten vors Tor gespielt, wo Brill direkt in die lange Ecke abzog. Das vierte Tor gelang Pohling in Überzahl gegen seine alten Vereinskameraden mit einem schnellen Schuss aus spitzem Winkel. Darüber hinaus vergaben die Nieskyer noch viele Chancen, konnten sich auf der anderen Seite auf die mehrfach gut reagierende Ivonne Schröder im Tor verlassen und hatten bei drei Pfostentreffern der Gäste auch das nötige Glück.
Tags zuvor hätte auch etwas Glück wohl nicht geholfen. Bei den Icefighters Leipzig hieß es am Ende 11:5. Schon nach dem ersten Drittel (5:1) war das Spiel praktisch entschieden. „Die Leipziger haben uns förmlich überrannt. Wir sind mit der kleinen Eisfläche nicht zurechtgekommen und haben uns taktisch in einigen Situationen undiszipliniert verhalten. Da sind fünf Tore, von denen drei wirklich schön herausgespielt wurden, nicht mehr als ein Trostpflaster“, sagte Trainer Jens Schwabe, der nach dem ersten Drittel Torhüter Robert Handrick gegen Ivonne Schröder getauscht hatte. Aber viel brachte das nicht. Dass er sein Team am Sonnabend dann auf taktische Disziplin trimmte, ist nachvollziehbar. „Drei Punkte, aber kein Schönheitspreis“ lautete sein Kommentar.
Am kommenden Wochenende wird es ganz schwer: Dann spielen die Tornados zweimal gegen Erfurt, am Freitag auswärts und am Sonntag zu Hause (ein Parallelspiel zu den Lausitzer Füchsen). „Ich hoffe, im Heimspiel lassen uns die Zuschauer nicht im Stich“, sagt Schwabe, der gegen den Tabellenzweiten mit zwei überragenden Kanadiern in ihren Reihen einen heißen Tanz verspricht.

STATISTIK
Tornado Niesky – ERV Chemnitz 4:1 (1:0, 1:0, 2:1)
Tornado: Schröder – Neumann, Greulich, Becher, Rädecker, Pohling, Wimmer, Kuhlee, Linke, Jandik, Brill, Jankovych, Musil, Bauer, Leyva, Noack
Tore: 1:0 Mojmir Musil (12:20, Überzahl, Assist: Greulich, Linke), 2:0 Linke (35:36, Überzahl 2, Greulich, Jankovych), 3:0 Brill (40:37, Kuhlee, Noack), 4:0 Pohling (53:51, Überzahl, Noack,
Brill), 4:1 Herman (54:17)
Strafen: Niesky 10, Chemnitz 16 + 10
Zuschauer: 315

Icefighters Leipzig – Tornado Niesky 11:5 (5:1, 4:2. 2:2)
Tornado: Handrick (20:00), Schröder (40:00) – Neumann, Greulich, Vatter, Becher, Rädecker, Wimmer, Kuhlee – Linke, Jandik, Bartell, Brill, Jankovych, Musil, Bauer, Stein
Tore: 1:0 Gale (0:56), 2:0 Vrba (2:25), 3:0 Rau (12:27, Unterzahl), 3:1 Greulich (14:11, Überzahl, Assist: Jankovych, Wimmer), 4:1 Miethke (17:42), 5:1 Albrecht (18:25, Überzahl), 6:1 Nighbert (26:41), 6:2 Musil (27:25, Jankovych, Greulich), 6:3 Brill (33:29, Überzahl, Neumann), 7:3 Dörner (36:34, Überzahl 2), 8:3 Kasperczyk (38:25), 9:3 Alt (39:05), 10:3 Hadamik (40:24), 10:4 Musil (53:34, Wimmer, Greulich), 11:4 Hadamik (57:41, Überzahl), 11:5 Musil (59:05, Penalty)
Strafen: Leipzig 16, Niesky 22,
Zuschauer: 875
(ft)
Kommentare
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Sa, 14. Dezember 2013 1 2 3   Erg.
Tornado Niesky 1 1 2   4
Wild Boys Chemnitz 0 0 1   1

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