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Die Kumpels in der Profi-Oberliga
23.10.13, 11:59 Uhr (Quelle: Sächsische Zeitung)
Teamgeist, Teamgeist, Teamgeist. Das sind die drei Tugenden der Nieskyer Tornados auch in der Saison 2013/14. Es ließen sich die Konsequenz von Verteidiger Sebastian Greulich herausheben, die technischen Fähigkeiten von Stürmer Marcel Leyva. Aber die Qualität von Tornado Niesky in dieser Oberliga, in der die Konkurrenten immer namhaftere Spieler verpflichten, ist ihre Stärke als Mannschaft – wenn denn alle da sind. Denn das sprichwörtliche Nieskyer Verletzungspech der vergangenen Jahre hat schon wieder den Ersten erwischt. Stürmer Mojmir Musil brach sich zum Auftakt in Jonsdorf die Rippe, als er sich waghalsig in das Getümmel vor dem eigenen Tor warf, um seine Mannschaft vor einem Gegentreffer zu bewahren. Das Tor verhinderte er, konnte aber seiner Mannschaft nicht mehr helfen in den ersten drei Spielen, wo die Tornados unter Wert verloren – weil er vielleicht doch fehlte, der Unterschiedsspieler, der das Ding reinmacht? „Nein“, ist sich Tornado-Trainer Jens Schwabe sicher. Das hieße mithalten wollen mit den Reichen der Liga, mit Chemnitz oder Erfurt, die mit Sponsorengeldern Spieler mit Bundesligavergangenheit anheuerten. Freilich, die Professionalisierung der Oberliga ist auch an Niesky nicht vorbeigegangen, die Folgen sind nicht nur positiv. „Man braucht mehr Geld, um konkurrenzfähig zu sein“, bestätigt Schwabe. Und sollte tatsächlich der DEB die Federführung auch für die Oberliga übernehmen, sieht Schwabe weitere Kosten auf den Verein zukommen, dessen finanzielle Basis bekanntlich nicht üppig ist. Wer in Niesky Eishockey spielt, kommt in der Regel aus der Region und geht dem Sport aus Lust und Freude nach. Deshalb spielen die Tornados über Jahre mit demselben Kader, es verändern sich immer nur maximal zwei oder drei Positionen. In diesem Jahr sind es Torwart Robert Handrick, der von den Jonsdorfer Falken kam, sowie Philipp Rädecker und Chris Neumann. Rädecker ist kein richtiger Neuzugang, er kehrt vielmehr nach einem einjährigen Praktikum in Hamburg zurück in seine Heimat und steht seinem Verein wieder zur Verfügung. Neumann kommt von den Profis der Lausitzer Füchse. Der Verteidiger hat neben dem Eishockey einen Beruf in der Region aufgenommen. Einziger Abgang ist Torhüter Clemens Ritschel, den es zum Studium nach Chemnitz zog. Damit ist der Kader in der Quantität etwas gewachsen, dazu kommen die jungen Spieler David Vatter, Eric Girbig oder Oliver Stein, die zunehmend Einsatzzeiten in der Oberliga erhalten und heiß darauf sind, dann einzuspringen, wenn das Verletzungspech oder die beruflichen Verpflichtungen wieder Lücken in den Stammkader der Tornados reißen. Spielpraxis können sie neben dem intensiven Trainingsprogramm in der Regionalliga bekommen. Die neue Kooperation des ELV Niesky mit dem SV Rot-Weiß Bad Muskau hat Jens Schwabe maßgeblich vorangebracht und freut sich: „Das ist ideal, dass die Jungs regelmäßig Wettkampfpraxis bekommen“. Wettkämpfe ganz anderer Art könnten auf Torfrau Ivonne Schröder zukommen. Sie hat gute Chancen, im Februar zum deutschen Olympia-Kader zu gehören. Schon am kommenden Wochenende weilt sie bei der Auswahlmannschaft, weshalb Robert Handrick im Nieskyer Tor seinen ersten Einsatz bekommen wird. In den drei Auftaktspielen zeigte Schröder starke Leistungen, dabei betont Schwabe, dass er beide Torleute auf dem gleichen Niveau sieht. Im Prinzip sollen sich beide Goalies wie gehabt abwechseln. Offen bleibt, ob dies die letzte Saison der Tornados unter freiem Himmel ist. Die geplante Überdachung des Stadions und die Erneuerung der Eistechnik sind in der Schwebe, die Genehmigungsverfahren laufen. Sowohl bei der Finanzierung als auch im Baurecht besteht weiter Klärungsbedarf. Ob der ursprüngliche Termin gehalten werden kann, der den Tornados zur Saison 2014/15 eine erneuerte Spielstätte in Aussicht stellte, wollten die Stadtwerke Niesky noch nicht beantworten. „Wir planen ohnehin von Saison zu Saison“, sagt Trainer Jens Schwabe, der sich ganz auf die sportlichen Aufgaben konzentriert, die vor seiner Mannschaft liegen. Und die sind in der wohl professionellsten Oberliga aller Zeiten nicht klein, soll es doch nach Platz fünf in der vergangenen Saison diesmal Platz vier werden: „Es wird noch enger als letztes Jahr. Hier kann jeder jeden schlagen“, betont Schwabe.
Kommentare
#3 25.10.13, 15:33 Uhr von zwelch
so wie das geschrieben ist, ist der text in der naechsten oberligazeitung zu finden ... sicher auch mit diesen fehlern wie david vEtter (hab ich im Text schon korrigiert).
#2 23.10.13, 23:29 Uhr von Bane
da hat mal einer richtig gepennt bei der sz-vorstellungsseite, wundert mich aber nicht diese peinlichkeiten...amateure olé
#1 23.10.13, 16:33 Uhr von Beobachter
was ist mit Paul Koch und Richard Rentsch? wieso werden die nicht erwähnt? die zwei gehören schließlich auch zum Team!
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