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Mit Kuscheltier und Stock zur Weltmeisterschaft
27.03.13, 11:37 Uhr (Quelle: Sächsische Zeitung)
Am 2. April wird es für Ivonne Schröder bei der Eishockey-WM der Frauen ernst. SZ traf die Tornado-Torhüterin kurz vor ihrer Abreise nach Kanada.

Ivonne Schröder ist ganz schön aufgeregt. „Schließlich geht es ins Mutterland des Eishockeys“, sagt sie. Um bei dem Wettbewerb einen guten Eindruck zu hinterlassen, hat die Torfrau das zurückliegende Wochenende genutzt, um sich auf die Eishockey- Weltmeisterschaft vorzubereiten. Bei Squash und in familiärer Runde tankte sie Kraft. Das Packen lief irgendwie nebenher. Adapter für die Stromversorgung von Handy, Fön und Co. sind eingesteckt, genauso wie das liebste Kuscheltier, das als Talisman herhalten muss – und Fotos von
der Familie und von Freunden. Nicht zu vergessen ein Laib Vollkornbrot. „Ich habe gerade mit der Kost in anderen Ländern so meine Problemchen. Da freut man sich über was Heimisches“, erzählt die eher ruhige, groß gewachsene Weißwasseranerin. Während der Woche ist sie als Immobilienkauffrau bei der Wohnungsbaugenossenschaft für die Betreuung der Mieter zuständig. An den Wochenenden steht sie für die Männermannschaft von Tornado Niesky im Tor.
Kurz vor der Abreise von Dresden nach Ottawa, via München und Montreal, ist sie dann bereits voll auf die bevorstehende sportliche Aufgabe fokussiert. In Kanada wird es nur eine kurze Turniervorbereitung geben, bevor in einer knappen Woche der Startschuss fällt. Die Eishockey-Weltmeisterschaft der Frauen startet am 2. und dauert bis zum 9. April. Alle Spiele des Turniers werden in Ottawa ausgetragen. Gleich am Auftakttag wartet mit Russland ein schwerer Brocken auf die deutsche Mannschaft. Eine leichte Aufgabe steht dem DEB-Team um Trainer Peter Kathan auch in der Gesamtsicht nicht bevor. „Wir
wollen als Minimalzielstellung die Klasse behaupten. Das wird im großen Konzert schwer genug“, ist sich Ivonne Schröder sicher. Die Mannschaft hat sich vorgenommen, die positive Stimmung aus der erfolgreichen Olympiaqualifikation 2012 in Füssen nach Kanada mitzunehmen, um sie  dort zum Leitmotiv zu entwickeln. „Wir haben gezeigt, dass wir gegen jeden bestehen können. Das wollen wir auf dem Eis auch diesmal unter Beweis stellen“, bekräftigt die Torfrau von Tornado Niesky. In der Oberliga-Ost hütete sie in der zurückliegenden Spielzeit in immerhin 30 Pflichtspielen den Kasten der Tornados. „Ich will mich einfach in unser Team einbringen und der Mannschaft helfen so gut ich kann“, sagt Ivonne Schröder vor dem Abflug. 70 Einsätze im Eishockey--Nationaltrikot hat sie bereits hinter sich. Ob sie auch dieses Mal zum Zug kommt, ist noch gar nicht sicher. Die Nummer 1 im deutschen Kasten ist sie jedenfalls nicht. Das steht schon seit der geschafften Olympiaqualifikation im vergangenen Jahr fest. „Wir haben im Team darüber gesprochen. Aber ich kann damit leben. Und trotzdem hoffe ich, bei dieser Weltmeisterschaft eingesetzt zu werden. Auch wenn es nur ein oder zwei Drittel wären.“
Ivonne Schröder wird während der Weltmeisterschaft in Tagebuchform in der SZ über Stimmung und Erlebnisse aus Ottawa berichten.

Von G. Schulze und T. Staudt
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