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Kreisduell auf Augenhöhe
11.03.13, 09:00 Uhr (Quelle: Sächsische Zeitung)
Im Halbfinale des Nordost-Pokals steht es nach zwei Spielen zwischen den Jonsdorfer Falken und den Nieskyer Tornados 1:1.
Nach den ersten beiden Spielen der Best-of-Five-Halbfinalserie im Eishockey -Nordostpokal steht es zwischen den Jonsdorfer Falken und den Nieskyer Tornados 1:1. Die Nieskyer gewannen das erste Spiel am Freitag in Jonsdorf nach dramatischem Verlauf mit 6:5, die Jonsdorfer behielten 24 Stunden später auf „neutralem Eis“ in Weißwasser mit 4:1 die Oberhand. Gibt es auch am kommenden Wochenende (am Freitag in Jonsdorf und am Sonntag in Weißwasser) je einen Sieg für jede Mannschaft, käme es am Dienstag darauf zum entscheidenden fünften Spiel, dessen Austragungsort noch nicht klar ist. Die Jonsdorfer Falken haben noch ein Fünkchen Resthoffnung, dass sie doch noch einmal in der Sparkassenarena spielen könnten. Eigentlich sollte das Spiel am kommenden Freitag das letzte dieser Saison, danach abgetaut werden. Aber so ein K.-o.-Spiel gegen Niesky würde sicher für eine toll gefüllte Eishalle sorgen und auch der Falken-Kasse guttun. „Der Verein wird wegen dieses eventuellen Spieles noch einmal Gespräche mit der Stadt führen“, sagt Falken-Trainer René Haack. Noch ist es aber nicht so weit, und auch zwei Siege für eine der beiden Mannschaften am kommenden Wochenende sind gut möglich. Eine Voraussage, wer in dieser Serie am Ende triumphiert, ist kaum möglich. Zu ausgeglichen präsentieren sich beide Mannschaften – so auch in den beiden Spielen am vergangenen Wochenende. Am Freitag hatten die Nieskyer Tornados am Ende knapp die Nase vorn, wobei das Spiel maßgeblich vom sehr kleinlich pfeifenden Schiedsrichter beeinflusst wurde. Immerhin fünf Tore fielen in Überzahlsituationen. „Ein, zwei Strafen konnte auch ich diesmal nicht nachvollziehen“, sagte Falken-Trainer René Haack. „Der Schiedsrichter hat manche Fouls laufen lassen, wo er hätte pfeifen müssen, und bei anderen Dingen wieder auf Strafen entschieden, wo wir alle sagen, das sollte man laufen lassen. Es war schwer, sich darauf einzustellen“, erklärte Tornado-Trainer Jens Schwabe. Dessen Mannschaft ging bis auf eine Ausnahme immer wieder in Führung. Und bei dieser Ausnahme dauerte es nur eine Minute, bis der „Unterzahlsünder“ René Landgraf, der bereits für beide Vereine gespielt hat, wieder ausglich. „Am Freitag war unsere größere Ausgeglichenheit der entscheidende Vorteil. Bei uns können viele Spieler die Tore machen“, resümierte nach dem Spiel Schwabe für Niesky. Der Jonsdorfer Trainer René Haack machte als Knackpunkt für die Niederlage aus, „dass wir zu viel auf der Strafbank gesessen haben. Das hat uns auch Luft genommen. Aber am Ende haben wir noch einmal mächtig Moral bewiesen.“ Als die Nieskyer in der 51. Minute durch Jankovych das 3:6 erzielt hatten – der tschechische Routinier war nach einem Steilpass von Linke auf und davon und spielte noch den Falken-Torwart Wolfermann aus schien alles entscheiden. Aber die Falken kamen noch einmal heran. „Ich hatte ausgegeben, dass wir die Uhr herunterspielen, nicht mehr so viel nach vorn rennen und vor allem keine Strafen kassieren. Daran hat sich meine Mannschaft aber erst in den letzten 74 Sekunden nach dem 5:6 gehalten“, schimpfte Tornado- Trainer Jens Schwabe, der diesmal seine Torfrau Ivonne Schröder lobte: „Sie hat zwischendurch ein paar Dinger gehalten, bei denen ich mich gefragt habe, wie sie das angestellt hat.“ Einen Tag später bot die Nieskyer Torfrau zwar erneut eine solide Leistung, diesmal aber triumphierten die Jonsdorfer. Lange war die Partie ausgeglichen. Die Tornados waren zu Beginn des Mitteldrittels durch Andreas Brill in Führung gegangen, hatten dann aber in eigener Überzahl den Ausgleich kassiert, bei der Puckeroberung der Jonsdorfer aber ein Foul reklamiert. Danach schwammen den Nieskyern die Felle davon. Falken-Trainer René Haack: „Ab der 24. Minute haben wir gemerkt, dass bei den Tornados die Kondition nachließ. Wir haben auf zwei Reihen umgestellt und Vollgas gegeben.“ Den Jonsdorfern gelang der Führungstreffer zwar nicht mehr im Mitteldrittel, aber nach Toren von Mieszkowski und Patocka im Schlussdrittel war das Spiel entschieden. Niesky riskierte zwar alles und nahm auch Torfrau Schröder vom Eis, kassierte dadurch aber den vierten Gegentreffer. Beide Trainer nannten den Einsatz der zusätzlichen vier Förderlizenzspieler (Torwart Strahlmeier, Mieszkowski, Herm, Schümann) der Falken als wichtigen Faktor für dieses Spiel. „Deren Belastung am Freitag bei den Füchsen war auch geringer als die der Spieler im ersten Derby. Sie waren am Sonnabend deutlich frischer“, sagte René Haack für die Jonsdorfer. Tornado-Trainer Jens Schwabe verwies zusätzlich auf die Klasse von Füchse-Backup-Torwart Dustin Strahlmeier und sagte außerdem: „Meine Spieler haben zwar die nötige Grundausdauer, aber die Spritzigkeit ist bei den Fölis, die sechs- bis achtmal pro Woche trainieren, einfach höher.“

Jonsdorf – Niesky 5:6 (1:1, 2:3, 2:2)
Jonsdorf: Wolfermann – Neumann, Wong, Tiihonen, Kröber, Weise, Rösler, Reichardt, Arkuszewski, Schwarz, Kohl, Förster, Hähnel, Kohls, Patocka, Sekera, Hruby, Stöber
Niesky: Schröder – Greulich, Vatter, Becher, Bauer, Wimmer, Kuhlee, Linke, Jandik, Bartell, Brill, Jankovych, Musil, Landgraf, Leyva, Noack
Tore: 0:1 Musil (2:59, Überzahl, Assist: Kuhlee, Jankovych), 1:1 Hähnel (18:05 Rösler, Wong), 2:1 Patocka (23:07, Überzahl, Neumann, Sekera), 2:2 Landgraf (24:17, Bauer, Leyva), 2:3 Bartell (27:35, Überzahl, Brill, Kuhlee), 3:3 Wong (28:10, Rösler, Kohl), 3:4 Linke (33:29, Musil, Greulich), 3:5 Wimmer (45:05, Überzahl, Musil), 3:6 Jankovych (50:57, Linke), 4:6 Hruby (54:44, Überzahl 2, Sekera, Rösler), 5:6 Rösler (58:46, Reichardt)
Strafminuten: Jonsdorf 17 + 20 (Wong), Niesky: 18,
Zu: 521

Niesky – Jonsdorf 1:4 (0:0, 1:1, 0:3)

Niesky: Schröder – Greulich, Vatter, Becher, Bauer, Wimmer, Kuhlee, Linke, Jandik, Bartell, Brill, Jankovych, Musil, Landgraf, Leyva, Noack
Jonsdorf: Strahlmeier – Neumann, Tiihonen, Kröber, Weise, Rösler, Reichardt, Arkuszewski – Schwarz, Kohl, Förster, Hähnel, Herm, Schümann, Kohls, Patocka, Sekera, Hruby, Stöber, Mieszkowski
Tore: 1:0 Brill (22:33, Assist: Bartell, Kuhlee), 1:1 Rösler (32:35, Unterzahl, Mieszkowski, Neumann), 1:2 Mieszkowski (46:49, Herm), 1:3 Patocka (50:09 Herm, Kröber), 1:4 Mieszkowski (59:24, Empty Net, Kröber) 19:24)
Strafminuten: Niesky 20, Jonsdorf 24 + 2 x 10 (Schümann, Mieszkowski),
Zu: 632
(fth)
Kommentare
#1 11.03.13, 09:25 Uhr von Puckschubser
ich frage mich immer noch in welchem Nord-Ost-Pokal wir spielen??? das ist ja schon richtig peinlich Herr Thümmler!!!!!
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Sa, 9. März 2013 1 2 3   Erg.
Tornado Niesky 0 1 0   1
EHC Jonsdorfer Falken 0 1 3   4

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