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Nachruf - Ein großes Sportlerherz hat aufgehört zu schlagen
26.02.13, 23:48 Uhr (Quelle: ELV Niesky e.V.)
Er hatte nie Schlittschuhe unter den Füßen, spielte nie Eishockey, lehrte aber hunderten Jugendlichen, wie man einen Schlagschuss ansetzt. Manfred machte nie den Trainerschein oder erhielt eine Lizenz als Übungsleiter. Betreute aber über fünf Jahrzehnte lang Eishockeymannschaften, von Kindern bis zu den Männern. Ein Freund von ihm, der Weißwasseraner Manfred Buder, 202 Eishockey-Länderspiele und sieben Weltmeisterschaften gespielt und olympischer Bronzemedaillengewinner 1968 in Grenoble, sagte: „Solche Leute wie den Manne gibt es selten. Wie der sich für den Nieskyer Eishockeysport arrangierte, ihn aufbaute, das war einfach Klasse. Ein Pfundskerl. Wäre er nicht gewesen, wer weiß, ob Eishockey in Niesky überlebt hätte. Er ist einfach eine Legende.“ Zum Schluss des Interviews Ende vergangenen Jahres wünschte ihm Manfred Buder „Gesundheit und noch viele gute Jahre“. Nun ist Manfred Junker nicht mehr unter uns. Für alle Mitglieder des Eislaufvereins Niesky, für seine Tornados, die vielen Freunde und Bekannten und alle Eissportfans weit und breit unfassbar, verstarb Manni – wie er von vielen genannt wurde - am Montag Nachmittag mit 79 Jahren. Das ist für uns ein schwerer Verlust, zumal der Ehrenvorsitzende des ELV noch Anfang des Jahres hinter der Bande saß und seinen Jungs bei der Hatz auf dem Eis ganz fest die Daumen drückte. Und Manfred Junker hatte als ehemaliger Eismacher mit Schneeschieber, Schaufel und Feuerwehrschlauch in den Natureisstadien am Moryteich und Waldbad noch einen Lebenstraum vor Augen: In gut zwei Jahren die Eröffnung des neuen, überdachten Kunsteisstadions zu erleben. Den lang ersehnten Stolz, die Freude zu genießen. An der gleichen Stelle, wo er unter der geeinten Kraft der Nieskyer das Natureisstadion Waldbad mit erbaute, und im Februar 1967 öffnete. Über seine Verdienste um Eishockey und überhaupt über den Sport und dessen Anlagen in Niesky, wollte Manfred Junker nie etwas wissen. Er liebte nicht, in den Vordergrund geschoben zu werden, arbeitete lieber im Hintergrund. Oder, wie er es selbst einmal sagte: „ Meine Stärke lag im Organisieren, damit alles funktioniert. Man musste mit den Leuten klar kommen, mit ihnen reden, sie verstehen, mitreißen.“ Mit den unübersehbaren Spuren, wie zum Beispiel im Sportkomplex Rosenplatz mit dem einstigen gerade zu berühmten „Junkerrasen“ auf dem Hockeyplatz, kann man der Sportlegende Manfred Junker auch heute noch begegnen. Völlig zu recht war er eine der Hauptpersonen in der zum Jahresende 2012 in der SZ veröffentlichten neunteiligen Serie über 65 Jahre Eissport in Niesky. Manfred, wir, der Verein und zig Nieskyer und Freunde aus dem Umland, werden Dich niemals vergessen. Du warst ein Vorbild, und bleibst ein Vorbild. Eben eine Nieskyer Legende.

Der Vorstand des ELV Niesky

Die Trauerfeier für Manfred Junker findet am Sonnabend, dem 2. März 2013, 11 Uhr, auf dem Nieskyer Waldfriedhof statt.
Kommentare
#4 01.03.13, 14:51 Uhr von inack
Mag euch mal die SZ-Trauerseite https://www.sz-trauer.de/24407388 empfehlen, da kann man symbolisch eine Kerze für Manni anzünden, jederzeit und sie verlöschen nicht...
#3 27.02.13, 20:47 Uhr von Peer-Birke
Er war und ist mein größtes Vorbild. Vielen Dank an seinen herzlichen Nachruf. (Manni's Enkel)
#2 27.02.13, 13:31 Uhr von Kufenschoner
Die Nieskyer Eissportwelt verliert eine seiner bedeutendsten Persönlichkeiten. Danke Manni.
#1 27.02.13, 10:25 Uhr von Puckschubser
die Fans des ELV Niesky, werden Manni nie vergessen!!!
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