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Torfrau ist Turm in der Nieskyer Schlacht
07.01.13, 11:09 Uhr (Quelle: Sächsische Zeitung)
Gegen den Tabellendritten Fass Berlin hält Ivonne Schröder ihren Kasten sauber – 4:0-Sieg. Am Sonnabend gewinnen die Nieskyer bei dem Team, das eine Woche zuvor zehnmal in Niesky traf. Wer vorausgesagt hat, dass die Nieskyer Tornados an diesem Wochenende sechs Punkte gewinnen, muss entweder ein unverbesserlicher Optimist sein oder jemanden mit einer funktionierenden Glaskugel kennen. Schließlich ging es am Sonnabend nach Chemnitz – zu dem Team, das die Nieskyer eine Woche zuvor im Waldstadion mit 2:10 gedemütigt hatte. Und am Sonntag war der Tabellendritte Fass Berlin in Niesky zu Gast, die Mannschaft, die besonders von den Förderlizenzspielern der Berliner Eisbären profitiert. Aber es wurden zwei Siege, erst mit 3.2 in Chemnitz, gestern mit 4:0 gegen Berlin. Ein Sonderlob erhielt Torfrau Ivonne Schröder von Gerd Jandik, der gestern den aus privaten Gründen fehlenden Jans Schwabe als Tornado- Trainer vertrat: „Die Ivonne hat in beiden Spielen super gehalten und uns mit Superparaden den Rücken freigehalten. Dass es heute gegen Berlin sogar ein Shutout wurde, freut mich besonders für sie.“ In der Tabelle rücken die Nieskyer um einen Platz auf die siebente Position nach vorn. Sie liegen jetzt nur noch einen Punkt hinter Jonsdorf und haben mit einem Sieg im Kreisderby über die Falken am kommenden Sonnabend die Chance, einen weiteren Platz nach vorn zu rücken. Die Falken, die am Wochenende ohne Punkte blieben (3:7-Niederlagen in Halle und gegen Erfurt), spielen am Freitag noch gegen Schönheide. Sieg über Fass Berlin Gegen die Berliner mit ihren jungen, extrem schnellen Angreifern hatten sich die Nieskyer eine Defensivtaktik überlegt. „Wir wollten gut unsere Blaue Linie verteidigen und im eigenen Drittel keine Räume bieten“, erklärte Gerd Jandik. Das gelang hervorragend. Natürlich kam den Nieskyern der schnelle Führungstreffer noch in der ersten Spielminute entgegen. Verteidiger Sebastian Greulich hatte Daniel Wimmer am langen Pfosten gesehen, der sich die Chance nicht entgehen ließ. „Danach haben wir konzentriert unser Spiel durchgezogen und nur wenige Chancen zugelassen“, sagte Jandik. Dabei blieb es auch im Mitteldrittel, wobei die Nieskyer einige Unterzahlsituationen zu überstehen hatten. Als es fast zwei Minuten lang Drei gegen Fünf hieß, schien der Ausgleich fällig. Aber die Nieskyer verteidigten mit Mann und Maus und hatten bei einem Lattentreffer der Gäste auch Glück. Im Mitteldrittel hatten beide Mannschaften einige Gelegenheiten. Für Niesky vergaben Landgraf und Kuhlee. Beide Torhüter erwiesen sich als meister ihres Fachs. Im Schlussdrittel gelang Marco Noack nach einer schönen Kombination schnell das 2:0. Die Berliner rannten nun immer verzweifelter an. Aber die Nieskyer ließen nach wie vor wenig zu. Die berliner fanden auch in zweimaliger Überzahl kein Mittel. Und gut sechs Minuten vor dem Ende nahmen sie sich selbst aus dem Spiel. Für „hohen Stock“ mit Verletzungsfolge (Jankovych verlor einen Zahn und hatte eine aufgeplatzte Lippe) musste ein Berliner vom Eis. Die Nieskyer nutzten die fünfminütige Überzahl zu zwei weiteren Treffern. Erfolg in Chemnitz Wenige Tage nach der 2:10-Heimniederlage war den Tornados am Sonnabend mit einem 3:2-Sieg in Chemnitz eine Revanche geglückt. Und es war sogar ein Favoritensieg. Wie so etwas geht? Die Chemnitzer waren (zum Teil selbst verursacht) arg geschwächt. Zwei Spieler waren krank, drei ausgesprochen starke gesperrt – allesamt im Derby mit Schönheide am letzten Sonntag des alten Jahres. Brenninger hatte wegen Meckerns zwei Zehn-Minuten-Strafen binnen weniger Sekunden erhalten, der in Niesky überragende Vymazal hatte dem herausgelaufenen Schönheider Torwart die Beine weggezogen und ihn dabei verletzt. Den Vogel aber hatte Kapitän Rentsch abgeschossen, der beim Anbully nach dem entscheidenden 3:5 30 Sekunden vor Schluss Hauptschiedsrichter Hedwig mit dem Stock im Unterleib traf und eine Matchstrafe erhielt. Der Chemnitzer dürfte jetzt längere Zeit fehlen. Die Tornados trafen auf nur noch zwölf Feldspieler. Trainer Jens Schwabe: „Ich habe auf meine Spieler eingeredet, das Spiel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, bin aber wohl schlecht verstanden worden.“ Jedenfalls kam, auch durch den äußerst kleinlich pfeifenden Schiedsrichter verursacht, kein richtiger Spielfluss zustande. Nach einem torlosen ersten Drittel gingen die Nieskyer zweimal in Führung, mussten aber noch im Mitteldrittel jeweils den Ausgleich hinnehmen. Für die Entscheidung sorgten knapp fünf Minuten vor Schluss Stephan Kuhlee und Marcel Linke. Kuhlee zog von Außen in die Mitte und spielte dann einen überraschenden Pass an den kurzenPfosten. Dort stand Linke an der Torlinie frei und lupfte den Puck aus kürzester Distanz unter das Dach des Chemnitzer Tores. Am Ende reichte es knapp zu einem verdienten Sieg der Nieskyer. Die Freude darüber wurde allerdings dadurch getrübt, dass Mojmir Musil mit einer Disziplinarstrafe wegen eines eher unglücklichen Kniechecks vom Eis gestellt wurde und deshalb gegen Fass Berlin im gestrigen Spiel fehlte.
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So, 6. Januar 2013 1 2 3   Erg.
Tornado Niesky 1 0 3   4
FASS Berlin 0 0 0   0

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