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Das einzig Unfaire im Eishockeyleben
18.12.12, 12:52 Uhr (Quelle: Sächsische Zeitung)
Manfred Junker war als Mannschaftsleiter Ende der 1970er und in den 1980er Jahren besonders gerne mit den Nachwuchsmannschaften Knaben/Schüler und Jugend unterwegs. Das Zauberwort hieß DDR-Bestenermittlung. Gespielt wurde meist in Crimmitschau, aber auch in Rostock oder Dresden. „Da die Turniere immer sonnabends und sonntags stattfanden, mussten wir ja in Schulen und sogar Hotels übernachten. So auch in Glauchau. Schon kurz nach der Ankunft verbreitete es sich wie ein Lauffeuer: Karl-Eduard von Schnitzler, der berühmte Chefideologe des DDR-Fernsehens, war ebenfalls im Hotel untergebracht. Alle wollten ihn sehen, den Mann, der den `Schwarzen Kanal` kommentierte. Keinem gelang es.“ Einer der Jungs war enttäuscht und sagte: „Hauptsache, der bringt weiter Westfernsehen. Da erfährt man mehr als bei der ,Aktuellen Kamera‘.“ Ein bisschen Dusel allerdings hatte Manfred Junker bei einer Bestenermittlung, erneut in Crimmitschau. Da das Aufgebot des Jugendteams mit einem Minimum anreiste, griff der Mannschaftsleiter auf Roman Hubatsch aus Ödernitz zurück. „Der war ein richtiges Talent, spielintelligent, sehr diszipliniert. Aber, er war nur für die Knaben/ Schüler spielberechtigt. Also machte ich Roman ein Jahr älter. Bei einem Vergleich mit dem Spielberichtsbogen vom Vorjahr fiel das dem Kampfgericht auf. Mir hat man die Leviten ganz schön verlesen. Auch musste ich beim Vorstand antanzen.“ Noch heute ärgert sich der 79-Jährige darüber. „Das war das einzig Unfaire in meinem Eishockey-Leben.“
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