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Späne-Robert sorgte immer für eine warme Baracke
17.11.12, 09:25 Uhr (Quelle: Sächsische Zeitung)
Der Ehrenpräsident des Eislaufvereins erzählt die besten Hockey-Anekdoten.
Manfred Junker, der Mann mit dem Hut, schrieb in Niesky Sportgeschichte. Am vergangenen Sonntag sagte er mit Blick auf die Tornados, die in der Verlängerung noch das Spiel gegen Jonsdorf drehten: „Man sollte eben nicht vergessen, dass nicht nur ich den Eishockeysport nach Niesky brachte.“ Das ist unbestritten so. Da war zum Beispiel ein Herr Weber. „Wir nannten ihn nur Robert Späne. Seinen Familiennamen kannten wir nicht. Nach der Eröffnung des Eisstadions am Moryteich 1954 war dort sein zweites Zuhause. Zu dem Spitznamen kam er, weil er immer für eine warme Baracke sorgte“, erzählt Junker. Für die Öfen brachte „Späne“ das Holz mit und zerkleinerte es. Immer akkurat zugeschnitten. „Den Aufwand begründete er damit, dass erst mit diesen Spänen der Ofen so richtig bollert“, erinnert sich Junker. Und: „Von der Stadionfläche die Schneemassen zu räumen, drückte er sich nie. Manchmal war er sogar allein dabei.“ Der Schnee wurde hinter die Bande gekippt und festgetreten. Da standen dann die Zuschauer drauf.
Robert versorgte zudem Eissportler und Zuschauer. In seiner Bude bot er Knabbereien und vor allem heißen Tee an, manchmal sogar mit einem winzigen Schuss. Mehr ließ damals die Versorgungslage nicht zu. Alle Arbeiten wurden von „Späne“ und anderen Helfern ohne einen Pfennig Bezahlung erledigt.
SZ vom 15.11.12, Beitrag: Ullrich Martin
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