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Wie ein Stromcent dem Eissport hilft
17.11.12, 09:26 Uhr (Quelle: Sächsische Zeitung)
Kunden der Nieskyer Stadtwerke bekommen in diesen Tagen mit der Post neue Verträge. Trotz steigender Preise werden auch zwei Zusatzoptionen angeboten. Im Briefkasten liegen in diesen Tagen die viel erwarteten Fakten zu den neuen deutlich höheren Energiekosten für das kommende Jahr. So wie die Enso schreiben auch die Stadtwerke Niesky jeden einzelnen Kunden persönlich an. Was es Neues gibt, womit wahrscheinlich die wenigsten Stadtwerkekunden rechnen, wie das Unternehmen die Kunden beraten will, die SZ hat Antworten auf wichtige Fragen.

Wieso nehmen die Stadtwerke den Strompreis auseinander?

Etwa ein Drittel des Strompreises ab Januar 2013 wird direkt von den Stadtwerken beeinflusst. Eine große Zahl weiterer Kosten sind sozusagen Durchlaufposten, also Abgaben, Steuern, Umlagen und Entgelte die das Unternehmen an den Staat weiterleitet und die zum großen Teil auch staatlich reguliert sind (siehe nebenstehende Grafik). „Von einem Euro, den wir einnehmen, gehen 65 Cent an den Staat. Wir sind quasi ein Inkassounternehmen“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Holger Ludwig.

Um wie viel teurer wird der Stadtwerke-Strompreis?

Der Teil des Preises, den die Stadtwerke beeinflussen, splittet sich in den Grund- und den Arbeitspreis. Je nach Tarif und Vertragsdauer bleibt dieser  Strompreisbestandteil gleich oder sinkt sogar etwas, sagt Holger Ludwig.  Zusammen mit allen anderen von den Stadtwerken unabhängigen Preisbestandteilen steigen trotzdem die Kosten für die Kunden ab Januar erheblich. Von Energiepreissteigerungen zwischen zehn und 15 Prozent wird pauschal gesprochen. Bei Durchschnittsverbrauchern in einem Vier-Personen Haushalt machen das etwa 100 Euro Mehrkosten pro Jahr aus. Noch sind ja nicht mal alle Preisbestandteile klar, beispielsweise über die sogenannte Off-Shore-Haftungsumlage soll erst im Dezember beschlossen werden.

Welche Zusatzoptionen sind möglich?

Seit die Nieskyer Eissportfans für das Nieskyer Eisstadion, das Sanieren und Dach bauen streiten, war immer mal auch von einem sogenannten Eissporttarif der Stadtwerke Niesky die Rede. Im Zuge der vielen Änderungen, die zu Jahresbeginn in Kraft treten, wird der jetzt Wirklichkeit. Ergänzend zu den  angebotenen Tarifen können Kunden die Zusatzoption „Eisstadion“ wählen. Damit vereinbaren sie, zusätzlich zu jeder verbrauchten Kilowattstunde Strom einen Cent netto zusätzlich zu zahlen. Das ergibt zum Beispiel bei einem  Jahresverbrauch von 2500 Kilowattstunden inklusive Mehrwertsteuer 29,75 Euro. Diese Summe wird komplett für das Eisstadionsanieren und -bedachen verwendet und mit einem Stadtwerkezuschuss aufgestockt. Ähnlich sieht die zweite Zusatzoption „Sport“ aus. Auch die können Kunden wählen, die freiwillig mit einem Cent je Kilowattstunde Sportvereine im Versorgungsbereich der Stadtwerke Niesky unterstützen wollen. Sportvereine können sich dafür bewerben, werden ausgewählt, auf der Stadtwerke-Homepage vorgestellt und können dort gevotet werden. Wer die meisten Klicks für seinen Sportverein verbuchen kann, der bekommt abgestuft von 1 bis 10 einen Geldbetrag. Auch bei dieser Tarifoption legen die Stadtwerke zusätzlich zu den Sport-Cents ihrer Kunden noch was drauf. Vorgesehen sind für 2013 insgesamt 4200 Euro.

Was tun, wenn es Fragen zu Vertrag und Optionen gibt?

Der kommende Dienstag, der Feiertagsmittwoch und der Donnerstag sind bei den Stadtwerken Tarifberatungstage. Dann können Kunden am Firmensitz der Stadtwerke in Niesky persönlich nachfragen oder sich telefonisch beraten  lassen.
SZ vom 17.11.12, Beitrag: Carla Mattern
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