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Badegäste bekämpfen Schwelbrand im Eisstadion
22.08.12, 10:23 Uhr (Quelle: Sächsische Zeitung)
Weil auch Feuerwehrleute schnell da waren, ist der Schaden nicht so hoch. Es wird Brandstiftung vermutet. Uwe Montag und Steve Wenzel haben sich am Montagabend den Abschluss ihres Besuches im Nieskyer Waldbad gewiss ein wenig anders vorgestellt. Statt nur ihre Badesachen einzupacken und nach Hause zu fahren, betätigen sie sich als Brandbekämpfer im benachbarten Eisstadion. „Kurz nach Dreiviertel Sieben haben wir Rauch über dem Eisstadion entdeckt. Zuerst dachten wir, dass er aus der Gaststätte „Am Waldbad“ kommt und sind sofort hingelaufen“, erzählt Uwe Montag. Doch der Rauch dringt nicht aus der Gaststätte, sondern aus einem kleinen Raum, der als Abstellkammer im Gebäudekomplex des Eisstadions genutzt wird. Diese Kammer befindet sich etwa in der Mitte des langgestreckten Gebäudes. Steffen Hanzig, ein Mitarbeiter der Stadtwerke Niesky, schließt wenig später die Zugangstür zur Rückseite des Gebäudes auf. Hier befindet sich die Eingangstür der kleinen Kammer. Als auch deren Tür geöffnet ist, lodern bereits die ersten Flammen in dem kleinen Raum. Mit mehreren Eimern Wasser löschen die drei Männer die offenen Flammen. Zugleich alarmiert Steffen Hanzig über den Notruf die Feuerwehr. Kurz vor 19 Uhr heult in Niesky die Sirene auf und ruft die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr zum Einsatz. Wenige Minuten später treffen die insgesamt 18 Feuerwehrleute mit vier Einsatzfahrzeugen am Eisstadion ein. Sie beginnen unverzüglich mit dem Aufbau einer ersten Wasserstrecke zur Bekämpfung des Brandes. Eine weitere Strecke wird jedoch nicht mehr notwendig. Die Kameraden löschen die restlichen Flammen in der Kammer sowie an der Plasteabdeckung für das Tastenpult. Mit der Wärmebildkamera überprüfen die Feuerwehrleute den Raum auf versteckte Brandnester. Wenige Minuten später ist dann klar: Es besteht keine Gefahr mehr für das Gebäude, und die Feuerwehr kann wieder abrücken. Die fast zeitgleich mit der Feuerwehr eingetroffenen Polizisten beginnen währenddessen mit einer ersten Untersuchung zur Feststellung der Brandursache. Mehrere Zigarettenkippen und ein zurechtgestellter Stuhl erhärten den Verdacht, dass sich Personen unberechtigt im Raum aufgehalten und hier geraucht haben. Weitere Erkenntnisse wird die Untersuchung durch einen Brandursachenermittler der Polizei ergeben.

Jörn Dünzel, der Präsident des ELV sowie Joachim Sauer, sein Vorgänger in diesem Amt, nehmen die Brandstätte wenig später in Augenschein. „Wir haben hier ganz großes Glück gehabt. Denn wenige Minuten später hätten die Flammen über die Filter der Frischluftansaugung die Eisanlage in Mitleidenschaft ziehen oder gar zerstören können“, sagt Joachim Sauer. Beide sind sich darüber einig, dass hier eine Katastrophe knapp verhindert werden konnte. Erste Schätzungen vor Ort beziffern den Schaden auf bis zu 10 000 Euro.

Sabine Michler kann jedoch am Dienstag nach einer genaueren Untersuchung feststellen, dass die Schäden geringer sind als befürchtet. „10 000 Euro werden es auf keinen Fall. Denn die Technik ist nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. Auch die Beschädigungen an den Wänden und Fenstern halten sich in Grenzen. Wir haben großes Glück gehabt“, stellt die Pressesprecherin der Stadtwerke Niesky mit sichtlicher Erleichterung, auch mit Blick auf die rund 1000 Badegäste nebenan im Waldbad, fest.
SZ vom 21.08.12, Beitrag: Rolf Ullmann
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