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Die Eiszeit in Niesky ist zu Ende
06.03.12, 08:32 Uhr (Quelle: Sächsische Zeitung)
Das letzte Saisonspiel im Waldstadion gewinnen die Tornados mit 5:3. Dabei werden die Probleme eines Stadions ohne Dach noch einmal deutlich. Ein Zuschauer darf sich besonders freuen.Das letzte Saisonspiel beinhaltete noch einmal alles, was den Nieskyer Eishockey ausmacht. Es begann mit einer Verzögerung, weil das Eis noch nicht bereit war. Als das Spiel um 18.30 Uhr beginnen sollte, war die Eisfläche auf der Seite der Wechselbänke völlig weich. Schuld waren die hohen Temperaturen und die Sonneneinstrahlung. Dazu hatte es noch einmal freies Eislaufen bis 17 Uhr gegeben. Die Zeitspanne bis zum Spielbeginn (18.30 Uhr) reichte einfach nicht aus, um das Eis wieder spielfähig zu bekommen. Die Gäste aus Schönheide wollten auch nicht warten, aber der Ligen- und der Schiedsrichterobmann entschieden anders. Als die Sonne vom Himmel war und es kälter wurde, zog das Eis an, zum Spielbeginn 20 Uhr herrschten dann gute Bedingungen. Für den Nieskyer Kapitän Sven Becher hatte der späte Spielbeginn Konsequenzen. Er musste nach dem ersten Drittel zur Nachtschicht. Das Spiel selbst war dann abwechslungsreich und außerordentlich spannend. Die Gäste zeigten ihre Stärke vor allem im Überzahlspiel immer wieder, erzielten so drei Treffer, einen davon umstritten genau mit (oder doch nach?) der ersten Drittelsirene. Nach zwei hartumkämpften Dritteln hieß es 3:3. Die Entscheidung sollte das Schlussdrittel bringen. Die Gäste hatten zuvor schon Martin Sekera eingebüßt, der den Schläger eines fallenden Nieskyer Spielers abbekam und verletzt ausscheiden musste. Zu Beginn des Schlussdrittels mussten die Gäste nach einem übermotivierten Foul von Mojmir Musil (der dafür mit einer Spieldauerstrafe vom Eis musste) auch noch auf Roy Hähnlein verzichten. Die Nieskyer überstanden die fünfminütige Unterzahl und gingen dann durch Andreas Brill in Führung. In den letzten Minuten fehlte den personell knapp besetzten Gästen offensichtlich die Kraft, um den Ausgleich noch einmal zu schaffen. Als sie den Torwart vom Eis nahmen, schaffte Daniel „Freddy“ Bartell unter dem Jubel der fast 700 Zuschauer den entscheidenden Treffer zum 5:3. Damit ist die (nach heutigem Stand) drittletzte Saison im Nieskyer Waldstadion beendet. Die weiteren Tornado-Heimspiele der Pokalrunde finden in Weißwasser statt. Dafür, dass es doch länger weitergeht, hatten vor dem Spiel 200 Fans, Eissportbegeisterte und Verantwortliche demonstriert. Etwa 200 Menschen waren dem Aufruf der Fangruppen des ELV Niesky gefolgt. Mit Transparenten, Bannern und Plakaten machten sie ihrem Unmut über die drohende Schließung des Nieskyer Eisstadions Ende 2014 Luft. Aber es gab auch einen Grund zur Freude. ELV- Präsident Joachim Sauer begrüßte den 10 000sten Besucher der Saison. Er heißt Silvio Hentschke und wohnt in Niesky und kommt gemeinsam mit seiner Frau seit fast 20 Jahren regelmäßig zum Eishockey und hat in jungen Jahren auch selbst den Schläger auf dem Nieskyer Eis geschwungen. Er kann sich nun über eine Saisondauerkarte für die kommende Saison freuen. Am Sonntag kämpften die Nieskyer mit nur zehn Feldspielern bei Fass Berlin um ihre Finalchance. „Wir waren zwei Drittel lang besser, erspielten uns 2:0-Situationen, trafen Latte und Pfosten, aber lagen 2:3 zurück. Als unser Anrennen im Schlussdrittel mit dem 2:4 bestraft wurde, merkte man, wie die Luft raus war“, erzählt Trainer Jens Schwabe. Das Spiel ging 2:6 verloren.
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