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Nieskyer und Gäste stehen zum Eissport
20.02.12, 18:45 Uhr (Quelle: Sächsische Zeitung)
Sonnabendabend, kurz nach 18 Uhr. Die Ränge und die Plätze rings um die Spielfläche des Waldstadions füllen sich mit den erwartungsvollen Fans und Zuschauern. Schließlich findet heute Abend das letzte Heimspiel der Tornados in der Meisterrunde statt. Noch einmal wollen die über 600 Zuschauer ihre Tornados zum Sieg über die Gäste aus Chemnitz anfeuern. Hinter der Bank der Spielleitung bereiten sich derweil vier- bis sechsjährige Dreikäsehochs, Eisstockschützen und Eishockeycracks der Landskronliga darauf vor, die Eisfläche in Besitz zu nehmen. Als Spieler stehen sich die Reserve der Nieskyer Tornados sowie die Mannschaft der Biber vom TSV Kunnersdorf als sportliche Gegner im Punktspielbetrieb der Liga gegenüber. Doch diesmal eint sie ein Ziel, nämlich ihren Beitrag im Kampf um den Erhalt des Waldstadions zu leisten. „Für unseren Sportverein ist das Waldstadion in Niesky von sehr großer Bedeutung. Immerhin stehen unsere Spieler an drei Tagen pro Woche über sechs Stunden im Training auf dem Eis. Dazu kommen noch die Punktspiele in der Landskronliga“, erklärt Lothar Lätsch, der Präsident des TSV Kunnersdorf. Dazu gesellen sich die Laufgruppen, in denen regelmäßig 15 bis 20 Kinder in den unterschiedlichsten Altersgruppen trainieren. „Wir sind ein Verein, der sich ganz speziell im Freizeit- und Breitensport engagiert. Die Schließung des Waldstadions wäre ein harter Schlag auch für unseren Verein. Denn eine Alternative gibt es nicht für uns“, sagt der Präsident. Noch etwas ungelenk und wackelig stehen an diesem Abend die jüngsten Schlittschuhläufer auf der blanken Eisfläche. Sie haben mehrere Plakate mitgebracht, die sie gemeinsam mit ihren Erzieherinnen selbst angefertigt haben. „Ich bin behindert – na und – Eishockey hält mich gesund“, ist auf einem der Plakate zu lesen. Der kleine Schlittschuhläufer gehört zu einer der Laufgruppen des heilpädagogischen Kindergartens Pusteblume in Niesky. Mehrmals schnallen sich Mädchen und Jungen aus dieser Kindereinrichtung, zusammen mit den Kindern der Kita Samenkorn, der Kita Sonnenhügel in See sowie der aus der Gemeinde Hohen Dubrau ihre Schlittschuhe an. Insgesamt 60 Kinder werden dabei durch drei erfahrene Trainer umsichtig betreut. Neben Roland Lehmann widmen sich Steve Wenzel und Markus Tobler dieser Aufgabe mit großem Einsatz. Dana Lehmann, die Leiterin des heilpädagogischen Kindergartens äußert die Hoffnung, „dass es gelingt, das Waldstadion auch für die Zukunft zu erhalten, denn unsere Kinder gehen mit großer Begeisterung hierher zum Schlittschuhlaufen und ihnen würde sonst viel fehlen“. Die Eisstockschützen des ELV Niesky demonstrieren ebenfalls einige Ausschnitte aus ihrer zwar seltenen, aber doch nicht minder reizvollen Sportart. Es gibt nur wenige Clubs in Sachsen, die sich diesem Sport verschrieben haben. Bei Wettkämpfen kommen Sportler aus ganz Sachsen und darüber hinaus nach Niesky. In den nächsten Tagen und Wochen werden die Protestaktionen laut ELV Niesky fortgesetzt – sei es mittels der Unterschriftensammlung oder mit anderen Aktionen von Fans und für Fans im Waldstadion.
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