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Fackeln leuchten bis zum Zinzendorfplatz
30.01.12, 14:19 Uhr (Quelle: Sächsische Zeitung)
Mit einer Fackelkette auf dem Zugangsweg zum Eisstadion setzen weit über 300 Nieskyer am Sonnabendabend erneut ein deutliches Zeichen, dass sie in ihren Anstrengungen zum Erhalt das Waldstadions über das Jahr 2015 hinaus nicht nachlassen wollen. In einer Umfrage äußern Helfer, Vereinsmitglieder, Eltern, Zuschauer und Fans des Eissports in Niesky ihre Meinung, warum ihnen die Zukunft der traditionsreichen Sportstätte so am Herzen liegt und sie sich an der Fackelaktion beteiligt haben. Die Erwartungen der Organisatoren der Fackelkette am Sonnabendabend werden weit übertroffen. Die Fangruppen und Mitglieder des Eislaufvereins Niesky hatten sich zum Ziel gestellt, eine Fackelkette vom Eingang beim Waldstadion bis zur Einfahrt in das Emmaus-Krankenhaus Niesky  aufzubauen. Doch es kommen mehr Teilnehmer als erwartet und so reicht die Kette schließlich bis zum Dönerimbiss am Zinzendorfplatz. Mit ihren brennenden Fackeln geben die Anhänger des Eissports ihrer Hoffnung Ausdruck, dass das Licht im Waldstadion auch nach 2015 nicht verlöschen soll.

Brigitte Ludwig (56), Niesky

Mein Vater hat hier einst auf dem Gelände die Bäume gerodet, damit das  Eisstadion entstehen kann. Ich bin mit dem Eisstadion groß geworden. Wenn man so will, bin ich von Anfang an immer mit dabei gewesen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Hier dürfen die Lichter für den Eissport in Niesky 2015 nicht ausgehen.

Andreas Konschak (52), Niesky
Ich habe an der Aktion heute teilgenommen, weil ich ein großer Fan der Tornados bin. Ihnen beim Spiel zuzuschauen macht unheimlichen Spaß. Ich sehe aber auch die große Gefahr, das hier die Lichter ausgehen könnten. Das will ich natürlich nicht, denn ich gehöre seit 15 Jahren zu den Stammzuschauern und bin immer hier.

Bernd Krämer (56), Rothenburg
Ich habe heute eine Fackel in die Hand genommen, damit der Eissport, speziell der Eishockeysport, in Niesky erhalten bleibt. Die sportlichen Erfolge der Tornados zeigen, wie auch in einer kleineren Stadt eine solche  massenwirksame Sportart erfolgreich betrieben werden kann. Die Tornados sind auf jeden Fall eine große Bereicherung.

Max Kahl (8), Rothenburg
Ich bin heute zum ersten Mal bei einem Eishockeyspiel dabei. Mein Opa hat mich dazu eingeladen. Ich finde Eishockey sehr toll. Es wäre großer Mist, wenn hier das Eishockey kaputt geht. Denn ich will vielleicht später selbst einmal Eishockey spielen. Dafür fahre ich dann auch gern von Rothenburg nach Niesky.

Joachim Sauer (53), Niesky
Die Frage nach dem Warum einer solchen Aktion stellt sich für mich einfach nicht. Wir müssen etwas tun. Denn das Jahr 2015 ist gar nicht mehr so weit weg. Wir als Verein unterstützen natürlich alle Aktionen, wie auch die heutige. Niesky ist Eissport. Denn es hat sich zu einem echten Wert der Stadt entwickelt.

Mario Riesner (42), Niesky
Ich spiele selbst hobbymäßig Eishockey im Waldstadion. Unsere Mannschaft heißt die Aral-Truppe. Seit Jahren treffen wir uns regelmäßig auf dem Eis. Dabei steht der Spaß und die Bewegung an der frischen Luft im Vordergrund. Es wäre daher schlimm, wenn wir diese schöne Freizeitbetätigung nicht mehr hätten.

Damian Hirche (11), Niesky

Das Waldstadion muss bleiben, sonst gibt es auch keinen ELV mehr. Ich bin selbst Mitglied und spiele Eishockey bei den Knaben. Zwei - bis dreimal pro Woche komme ich hierher zum Training. Wenn hier das Stadion dicht gemacht wird, wäre das sehr schlecht. Denn ich spiele sehr gern Eishockey und will auch in Zukunft weiter Eishockey spielen. Denn es ist ein sehr schöner Sport.

Cornelia Bäsler (41), Niesky

Eishockey macht die Orte, in denen es gespielt wird, sehr weit bekannt. Das ist auch beim ELV und seinen Tornados so. Sie sind ein gutes Aushängeschild für Niesky. Außerdem kommen bei den Spielen viele Fans auch aus anderen Städten zu uns. Als Beispiel fallen mir dazu Braunlage und Hannover ein. Ohne Stadion wäre außerdem in Niesky noch weniger los und die Kinder sind auf der Straße.

Günter Fröhlich (71), Niesky
Ich bin von Anfang an ein Fan des ELV Niesky. Ich komme deshalb auch bei jedem Wind und Wetter zu den Spielen in das Waldstadion. Manchmal sind die Schiedsrichter mit ihren Entscheidungen ungerecht zu unserer Mannschaft. Das ärgert mich dann ganz schön. Dennoch sind wir eine gute Truppe auf der Tribüne. Wir haben unseren Platz dort und feuern die Tornados kräftig an.

Ingo Goschütz (42), Niesky
Es wird ja oft in der Politik
vom bürgerschaftlichen Engagement gesprochen. Die Nieskyer haben es heute mit ihrer Fackelaktion praktiziert. Damit haben sie ihren Willen für den Erhalt des Eisstadions gezeigt. Denn es ist wichtig für den Wettkampfbetrieb aber auch für den Freizeitsport. Da braucht man nur einmal am Sonnabend- oder Sonntagnachmittag zum freien Eislaufen zu gehen.

Kathleen Nitschke (40), Niesky
Es würde mich sehr freuen, wenn es mit dem Eissport in Niesky weiter gehen würde. Das Waldstadion zu erhalten ist dabei am wichtigsten. Natürlich wäre auch ein Dach darüber sehr schön. Doch es muss jetzt erst einmal insgesamt der Eissport gesichert werden. Wenn man in Niesky an Sport denkt, dann kann es in Zukunft nicht nur der Fußball und Handball sein, das Eishockey gehört dazu.

Kristin Thümmler (29), Plauen
Ich bin zum ersten Mal im Nieskyer Waldstadion. Wir besuchen hier in Niesky unsere Freunde. Die haben uns heute Abend mit hierher genommen. Ich finde die ganze Atmosphäre und die Stimmung einfach toll. Mir gefällt das alles ausgezeichnet. Allerdings könnte die Anlage mit dem Spielfeld und den Zuschauerplätzen überdacht sein. Dennoch ist das Waldstadion eine feine Sache.

Laura Balzer (17), Niesky
Ich habe bei der Aktion heute mitgemacht, weil ich in Zukunft in das Waldstadion gehen will. Hier verbringe ich einen großen Teil meiner Freizeit. Ich bin bei den Turnieren dabei und schaue mir so manche Trainingsstunde an. Bei den Punktspielen unserer Tornados bin ich sowieso immer vor Ort. Also, mir würde echt was fehlen, wenn das Stadion dicht macht.

Sven Mensing (36), Niesky
Ich finde das Waldstadion so wichtig, weil die Kinder hier etwas zu tun bekommen. Ich sehe das bei meinem siebenjährigen Sohn Leon. Er spielt seit einem Jahr Eishockey beim ELV. Er schwärmt nach wie vor für diesen Sport. Er kann sich keinen anderen Sport mehr für sich vorstellen. Ohne Eisstadion gäbe es in Niesky für ihn keinen sinnvollen Freizeitsport.

Madlen Schulz (44) und Enkel Finn Jordan (3)

Das möchte doch sein, dass ich gemeinsam mit der Familie an einer solchen Aktion wie heute teilnehme. Damit tun wir etwas, damit mein dreijähriger Enkel auch künftig beim Eishockey zuschauen oder vielleicht selbst spielen kann. Unsere Familie ist, so oft wie es nur geht, bei den Spielen mit dabei. Wir sagen manchmal scherzhaft, wir sind die Edelfans.

Mario Schulzeck (49), Niesky
Ich finde die Aktion gut, weil damit den Stadträten endlich bewusst wird, es muss für das Waldstadion etwas getan werden. Es ist ein Aushängeschild für die Stadt Niesky. Hier kommen regelmäßig bis zu 1 000 Zuschauer her. Die Jugend hat hier ein sinnvolles Betätigungsfeld und hängt nicht irgendwo rum. Allerdings muss bald etwas passieren.

Madeleine Schubert (30) mit Sohn Simon

Mein Sohn spielt schon über drei Jahre Eishockey. Meistens trainiert er dreimal pro Woche. Dazu fährt er auch bis nach Weißwasser. Es wäre jedoch sehr schön, wenn er auch in Zukunft vor allem in Niesky trainieren könnte. Denn er ist begeistert von diesem Sport. Ich will nicht, dass mein Kind nur noch an der Playstation sitzt. Eishockey ist Leben.

Uwe Gramsch (48), Niesky
Die Arbeit mit der Jugend ist für eine Stadt notwendig. Aber die Jugendlichen brauchen einen Anlaufpunkt. Ich weiß wie wichtig die Mitwirkung in einem Verein für die Heranwachsenden ist. Der ELV Niesky bietet dies an. Doch wenn das Waldstadion dicht macht, dann gibt es auch keinen ELV mehr. Für mich als Gastronomen wäre dies alles sehr bitter.
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