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Sportlerumfrage: Heute SG Tornado Niesky
25.02.07, 11:46 Uhr
Das stärkste Amateurteam
(Sächsische Zeitung vom 24.02.07, Bericht Frank Thümmler)

Kandidaten vorgestellt: Die Nieskyer Tornados wirbeln die Verbandsliga weg und halten bei Profiteams dagegen.

Unzufrieden waren die Nieskyer Tornados mit der vergangenen Saison – aus sportlicher und auch finanzieller Sicht. Und so ein Team kommt in die Umfrage? Das ist schnell erklärt: Nicht zufrieden waren die Tornados deshalb, weil die Liga, in der sie spielten, einfach nicht ihrem Leistungsvermögen entsprach. Es gab ausschließlich Siege – 20 Tore Unterschied (im Extremfall waren es über 50!) waren keine Seltenheit. Wenn man erst fünf Minuten nach dem Anpfiff ins Nieskyer Waldstadion kam, war die Partie schon entschieden.
Zuschauerschnitt sinkt
Natürlich kam da Langeweile auf. Der Zuschauerdurchschnitt sank rapide. Das und die weiten Auswärtsfahrten, unter anderem bis nach Bremerhaven, Harsefeld oder Rostock, sorgten dafür, dass die Saison 2005/06 auch finanziell eine schwierige war. Was unter dem Strich bleibt, ist der Titel Verbandsligameister – eine Saison ohne Niederlage, ein unglaubliches Torverhältnis von 392:44 in den 24 Spielen und die Gewissheit, eine der besten reinen Amateurmannschaften Deutschlands zu sein.

Natürlich war den Tornado-Verantwortlichen klar, dass es so nicht weitergehen konnte. Trainer Steffen Thau: „Auch unsere Spieler hätten eine weitere solche Saison nicht mehr mitgemacht!“ Einzige echte Alternative war die Teilnahme an der Regionalliga, gegen die sich auch Thau immer gewehrt hatte: „Das sind für eine Amateurmannschaft einfach zu viele Spiele, 48 in einem knappen halben Jahr bedeuten an fast jedem Wochenende zwei Spiele. Um mithalten zu können, muss man am besten viermal in der Woche trainieren – und das alles neben der Arbeit. Ich ziehe den Hut vor meinen Jungs!“ Zu denen gehören auch eine ganze Reihe ehemaliger Weißwasseraner Jungfüchse, die in der Verbandsliga Vizemeister wurden und in dieser Saison in Spielgemeinschaft mit den Nieskyern antreten.

Was die Konkurrenz betrifft, wurden die Befürchtungen des Tornado-Trainers sogar übertroffen: „Unglaublich, wie die alle aufgerüstet haben und für mich spannend, ob es nicht beim Kassensturz am Saisonende das eine oder andere böse Erwachen gibt.“ Die Spitzenmannschaften der Liga sind inzwischen reine Profiteams, bei allen anderen gibt es zumindest einen Teil Vollprofis. Da ist es für eine Amateurmannschaft natürlich ganz schwer, mitzuhalten.

Punkte gegen fast alle Teams
Immerhin gelangen aber schon sieben Siege, dreimal gab es Niederlagen erst nach Penaltyschießen. Allen Teams außer Leipzig und Erfurt konnten Punkte abgeknöpft werden. Und – so gutes, niveauvolles Eishockey wie in dieser Saison hat das Nieskyer Waldstadion noch nie gesehen! Letzte Chance dafür ist übrigens am 3. März, wenn die Tornados zum letzten Mal in dieser Saison, gegen den Tabellenzweiten Rostock, über das Nieskyer Eis wirbeln. Wer also Goalie Thomas Bresagk, Power-Verteidiger Sebastian Greulich, Schlitzohr „Theo“ Schwabe, die Tschechen-Routiniers Jaro Hlavnicka und Josef Hudec, die starken Jungfüchse Marco Noack und Christian Rösler und all die anderen Tornados noch einmal in Niesky sehen will, sollte sich diesen Termin vormerken.

In der neuen Saison, hoffen die Nieskyer dann die richtige Liga gefunden zu haben – mit der unteren Hälfte der Regionalliga und den stärksten Teams der Verbandsliga. Die Hoffnung ist groß, dass Spielserien, in denen die Tornados unter- oder überfordert sind, dann der Vergangenheit angehören.
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