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Warum das Geld für das Eisstadion fehlt
27.01.12, 13:30 Uhr (Quelle: Sächsische Zeitung)
Es gibt kein passendes Fördermittelprogramm für Sanierung und den Umbau des Waldstadions. Das ist bitter. Aber in Niesky steht fest: Stadion und Freizeitpark sollen erhalten bleiben. Eine Lichterkette wird am Sonnabend vom Eisstadion in Richtung Stadtzentrum führen. Sie gehört zu den vielen Aktionen, dieseit dem Sonntagsspiel am 22. Januar von Mitgliedern des Eislaufvereins (ELV), den Fangruppen und Eishockeybegeisterten gestartet wurden. Die Aktionen stehen unter dem Motto: „Pro Eissport in Niesky“. Doch wie sieht es aus mit dem Geld für neue Eistechnik, das Sanieren des Stadions und den Bau eines Daches über das Eisoval? Dazu habensich die Stadtwerke Niesky als Betreiber des Eisstadions und die Stadt Niesky jetzt geäußert. Was Stadtwerke-Geschäftsführer Holger Ludwig und Oberbürgermeister Wolfgang Rückert mitteilen, welche Fragen offen bleiben, das hat sich die SZ angesehen.

Wieso gibt es keine Fördermittel für das Projekt?

Bisher ist noch gar kein Antrag auf Fördermittel gestellt worden. Nach wie vor gäbe es kein Förderprogramm, das entweder für die Stadt Niesky oder für die Stadtwerke Niesky eine Förderung in einer angemessenen Höhe für das Gesamtvorhaben ermöglicht, teilen der Nieskyer Oberbürgermeister und der Stadtwerke-Geschäftsführer mit. Damit steht die Finanzierung nicht.

Woran sind die bisherigen Überlegungen gescheitert?
Angekündigt war, dass es eine Neuauflage für den Fördertopf gibt, aus dem in den 1990er Jahren Geld für das Sanieren des Freizeitparks mit Waldbad und Eisstadion geflossen war. Doch in den neuen Richtlinien gibt es Geld nur, wenn die Objekte rein touristisch genutzt werden. In dem Fall hätte es für das Eisstadion bis zu 80 Prozent Fördermittel gegeben. Diese Variante ist aber vom Tisch.

Welche Möglichkeiten werden jetzt geprüft?
Wenn es für die große Summe von 3,8 Millionen Euro für das Eisstadion kein passendes Förderprogramm gibt, dann muss versucht werden, viele einzelne aufzutun. Geld aus der Stadtsanierung könnte so eine Förderquelle sein. Der
Freizeitkomplex gehört zu dem bestätigten Fördergebiet. Ob und wie viel Geld es geben könnte und welche Bedingungen zu erfüllen sind, das muss mit dem Sanierungsträger besprochen werden.

Warum übernimmt die Stadt nicht den Freizeitpark?
Diese Überlegung wird nicht ausgeschlossen. Die Förderraten für die Stadt Niesky liegen in der Regel höher, als die, die die Stadtwerke bekommen. Eine Rückübertragung von dem Unternehmen an die Stadt ist möglich.

Warum wird trotzdem nicht Rückübertragen?
Entscheiden muss das der Stadtrat Niesky. Doch um darüber zu diskutieren, fehlen zurzeit die Fakten. Wie kann das Sanieren, Modernisieren und Dach bauen finanziert werden? Welche Folgekosten müssen eingeplant werden für das Betreiben des Freizeitparks? Bevor diese Fragen nicht geklärt sind, kann es keine politische Entscheidung geben. Außerdem müsste Niesky genug Geld haben, um den Freizeitpark dauerhaft als freiwillige Aufgabe zu betreiben.

Schreibt der Freizeitpark schwarze Zahlen?
Nein. Die Einnahmen bei Waldbad und Eisstadion decken nicht die Betriebsausgaben. Deshalb ist der Komplex ein sogenannter Dauerverlustbetrieb. Der Verlustausgleich mit anderen Sparten durch die Stadtwerke wird aber vom Finanzamt beanstandet. Stadtwerke und Finanzverwaltung streiten deshalb aktuell vor dem Bundesfinanzhof.

Wird das Eisstadion 2015 zugemacht?

Alle Beteiligten seien an einem langfristigen und attraktiven Betrieb des Freizeitparks interessiert, so OB und Stadtwerke-Chef.
Kommentare
#3 27.01.12, 15:10 Uhr von Bane
Die denken doch auch, wir Bürger sind zu dumm um sogar mit Fingern zurechnen. Macht eure Hausaufgaben mit den Fakten. Denn Strom und Wasser gibts auch von anderen Anbietern!
#2 27.01.12, 15:06 Uhr von Bane
Da muss man sich mal hinsetzen und überlegen, das hätte schon längst alles passieren können. Das diese zwei Herren noch ruhig schlafen können, wenn man jede Woche neues Lügen- und Heuchelpapier veröffentlicht. So etwas verlogenes...
#1 27.01.12, 15:04 Uhr von Bane
Schon klar, wie soll das Waldbad auch schwarze Zahlen schreiben, wenn sturr an dem Öffnungszeitraum festgehalten wird. Da können vorher und nach 2-4 Wochen bombastische Wetter sein, Walbbad bleibt zu. Wieso fehlen denn die Fakten für eine Rückübertragung?
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