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Den Nieskyer Tornados gehen die Spieler aus
09.01.12, 14:13 Uhr (Quelle: Sächsische Zeitung)
Drei Punkte hatte Trainer Jens Schwabe von seinen Spielen an diesem Wochenende mit zwei Auswärtsspielen in Berlin gefordert. Drei Punkte wurden es auch, aber anders als gedacht. Und die Sorgenfalten in Niesky sind wieder größer geworden. Am Freitag feierten die Tornados einen Sieg beim Tabellenvierten, den zuvor wohl nicht einmal Tornado-Trainer Jens Schwabe auf der Rechnung hatte. Aber er wurde bitter bezahlt. Die Nieskyer, die mit dem Vorsatz, nicht wieder überrannt zu werden, und etwas defensiver in das Spiel gingen, erzielten schon mit dem ersten Wechsel den Führungstreffer.  Jankovych hatte aufs Tor geschossen, Bartell den Abstauber versenkt. Jens Schwabe dazu: „Das war zuletzt unser Manko. Wir wollten immer alles  ausspielen und haben zu wenig geschossen. Wenn man aber bei den Abprallern da ist, fallen so viel einfachere Tore.“Nach einem Abwehrfehler glichen die Gastgeber zwar aus, aber Bartell gelang auf ähnliche Weise das 1:2. Und gegen Ende des Drittels gelang den Nieskyern ein mustergültiger Konter, den Andreas Brill zum 2:3 abschloss. Die Sorgenfalten waren aber schon da groß. Torfrau Ivonne Schröder hatte einen Schlagschuss aufs Knie erhalten und musste raus. Und noch viel schlimmer: Viteszlaw Jankovych kugelte sich in der letzten Aktion des Drittels die Schulter aus und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Bei ihm ist das Saisonaus warscheinlich. Die Nieskyer kämpften unverdrossen weiter und bauten die Führung durch Andreas Brill (Nachschuss) und Daniel Wimmer (schöne Einzelaktion) auf 2:5 aus. Fass verkürzte noch um ein Tor, bevor Musil im Schlussdrittel sich in Unterzahl den Puck erkämpfte, um das Tor lief und den Torwart zum 3:6 tunnelte. Die Nieskyer mussten dann eine Spieldauerstrafe gegen Daniel Wimmer verkraften. Der gegnerische Spieler half mit einer Schauspieleinlage nach, war angeblich verletzt aber wenig später auch schon wieder auf dem Eis. Die Berliner schafften den Ausgleich, wobei Torwart Ronny Greb zweimal nicht gut aussah. Als die Berliner dann aber auf das Unentschieden spielten,
bauten die Nieskyer noch einmal richtig Druck auf. Andreas Brill schnappte sich die Scheibe im Gewühl vor dem Tor, spielte den Berliner Torwart aus und schob sie elf Sekunden vor Schluss ins Netz. Der Nieskyer Jubel war riesengroß,während sich der Berliner Torwart nicht mehr einbekam und noch 30 Strafminuten wegen Meckerns bekam.

Tore:
1:0 Daniel Bartell (0:25, Assist: Jankovych, Musil)
1:1 Hecker (2:53)
2:1 Daniel Bartell (3:24, Jankovych, Rädecker)
2:2 Gerstung (10:53)
3:2 Andreas Brill (17:47, Linke, Bauer)
4:2 Andreas Brill (29:33, Überzahl, Noack, Greulich)
5:2 Daniel Wimmer (34:49, Musil, Becher)
5:3 Veber (38:02), 6:3 Musil (43:15, Unterzahl, Becher, Greulich)
6:4 Patrzek (47:11, Überzahl)
6:5 Gerstung (50:04)
6:6 Hecker (55:49)
6:7 Andreas Brill (59:49, ohne Assist)

Strafen:

Berlin 16 + 20 + 10 (Krüger)
Niesky 19 + 20 (Wimmer)

Zuschauer:
189

Ohne Jankovych und Wimmer, mit nur noch elf Feldspielern, reisten die Nieskyer gestern zu den Preussen. Die sahen im kleinen Kader des Gegners ihre Chance und gingen sofort hohes Tempo. Die Tornados verteidigten gut, mussten aber ein Unterzahltor hinnehmen. Kurz nach beginn des Mitteldrittels stand es 2:0. Dann aber kamen die Nieskyer besser ins Spiel und durch Marcel Linke zum Anschlusstreffer. Dann griff ein Linienrichter massiv ins Spiel ein. Erst überzeugte er nach einem ganz normalen Check von Musil, bei dem ein Berliner blutete (warscheinlich beim Sturz) zu einer Spieldauerstrafe und wiederholte das gleich wenig später bei Marco Noack, der einen Berliner beim Rettungsversuch eher unglücklich gefoult hatte. Die Nieskyer, mit nur noch neun Feldspielern, spielten sechs Minuten 3:5 (inklusive einer weiteren Zweiminutenstrafe) und kassierten das 1:3. Aufgeben war aber nicht. Marcel Linke schaffte den Anschlusstreffer, der Berliner Hurbanek musste mit einer großen Strafe vom Eis (der Schiri wollte wohl was ausgleichen) und Andreas Brill hatte eine Penaltychance, nachdem der Ex-Nieskyer Chris Neumann den Puck mit der Hand aus dem Torraum befördert hatte. Aber Brill scheiterte, den Nieskyern ging die Kraft aus und berlin erzielte das 4:2, als Jens Schwabe die Torfrau vom Eis genommen hatte.

Tore:

1:0 Scarsella (7:56, Überzahl)
2:0 Fendt (21:09)
2:1 Marcel Linke (25:32, Assist: Bartell)
3:1 Hurbanek (38:34, Überzahl2)
3:2 Marcel Linke (48.34, Brill)
4:2 Scarsella (58:28, Empty Net)

Strafen:

Berlin 11 + 20 (Hurbanek)
Niesky 20 + 20 (Musil) + 20 (Noack) + 10 (Bartell)

Zuschauer:
235
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