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Tornados verpassen in Chemnitz knapp den Punktgewinn
17.10.11, 08:13 Uhr (Quelle: Sächsische Zeitung)
Niesky kassiert drei Minuten vor Schluss den entscheidenden Treffer. Ein alter bekannter ist zurück im Kader. Die Nieskyer Tornados haben am Freitag in Chemnitz mit 3:1 (0:0, 1:1, 2:0) verloren und dabei äußerst knapp einen Punktgewinn verpasst. Tornado-Trainer Jens Schwabe sagte nach dem Spiel: „Vorher hatten wir uns einen Punkt ausgerechnet, falls es richtig gut läuft, am  Ende sind wir traurig, dass wir keinen geholt haben. Uns hat nur das Quäntchen Glück gefehlt.“ Bezeichnend war der Treffer zum 3:1. Die Tornados hatten Torfrau Ivonne Schröder vom Eis genommen, Überzahl und Bully im gegnerischen Drittel. Nach dem Bully blieb der Puck liegen, ein Chemnitzer schlug ihn „blind aus dem Drittel raus, der Puck traf die Seitenbande und kullerte dann ins Tornado-Tor.

Die Partie hätte tatsächlich auch anders herum ausgehen können. Im Schlussdrittel, ab der 50. Minute hatten die Nieskyer zwei Minuten lang die Chance, bei einer 5:3-Überzahl in Führung zu gehen. „Wir haben diese Überzahl eigentlich gut gespielt, für Verkehr vor dem Tor gesorgt und viel  geschossen. Aber immer war irgendein Schlittschuh oder Schläger im Weg“,  bedauerte Schwabe. Auf der anderen Seite nutzten die Chemnitzer eine 5:4-Überzahl drei Minuten vor Schluss zum 2:1. Dabei hatten sie nichts anders  gemacht, nur, dass ihr Schuss durch das Gewühl hindurch und abgefälscht den Weg ins Tor fand. Die überragend haltende Torfrau Ivonne Schröder war sicht- und chancenlos. Das 1:1 bis dahin war leistungsgerecht. Gegen die defensiv starken Chemnitzer mit dem bekannt starken Torwart Roman Kondelik erarbeiteten sich die Tornados einige Chancen, ließen aber manchmal die letzte Konsequenz vermissen. In der Defensive hielten sie gut gegen, kassierten die eine oder andere Strafe übermotiviert zu viel (sechs mal Wimmer), verteidigten aber dann mit großem Einsatz das Tor und ließen nur einen Unterzahltreffer zu, im dritten oder vierten Nachschuss. Selbst nutzten die Nieskyer eine 5:3-Überzahl durch Sebastian Greulich zum Ausgleich, der in bekannter Manier aus der Mittelposition traf.

Trainer Jens Schwabe lobte nach dem Spiel den kämpferischen Einsatz und Torfrau Ivonne Schröder, die nach ihrer vierwöchigen Verletzungspause sofort  klasse hielt. Einen Anteil daran hatte aber auch ein alter Bekannter: Thomas  Bresagk ist zurück und gab Ivonne Schröder in Chemnitz die Sicherheit, dass im Falle einer Neuverletzung ein zweiter Torwart da ist. Die Torhüterin konnte so mehr riskieren, Der inzwischen 45-jährige Torwart hat sich schon immer bei den Tornados fit gehalten und im Training dafür gesorgt, dass mindestens zwei Torhüter da waren. Jetzt hat er sich bereiterklärt, immer dann im Kader zu stehen, wenn Ronny Greb oder Ivonne Schröder ausfallen. Diesmal war Ronny Greb im Urlaub.

Eine schöne Geste gab es von Gastgeber-Trainer Manfred Wolf nach dem Spiel: Er warb bei den Sponsoren der Chemnitzer darum, bei einem Dach für das Nieskyer Eisstadion zu helfen, und sei es mit Ideen. Schließlich wolle man den Eishockeystandort Niesky, der die Oberliga bereichert, erhalten. Die  Tornados selbst hoffen nun, dass im Eisstadion schnell Eis gemacht wird. Die  Temperaturen geben das längst her.

Tornado Niesky: Schröder (Bresagk) – Greulich, Becher, Rädecker, Wimmer – Wahne, Bartell, Brill, Jankovych, Musil, Leyva, Noack, Michalk

Tore:
1:0 Frank (30:37, Überzahl)
1:1 Greulich (38:45, Überzahl2, Assist: Bartell, Musil)
2:1 Wunderlich (57:10, Überzahl)
3:1 Frank (59:22, Unterzahl, empty Net)

Strafen: Chemnitz 22, Niesky 22

Zuschauer: 600 (geschätzt)

SZ vom 17.10.11, Bericht: Frank Thümmler
Kommentare
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Fr, 14. Oktober 2011 1 2 3   Erg.
Wild Boys Chemnitz 0 1 2   3
Tornado Niesky 0 1 0   1

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