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Tolle Party voller Gegensätze
21.03.11, 13:20 Uhr (Quelle: Sächsische Zeitung)
Zwei Umfragesieger fürchten um den Bestand ihrer Sportstätte. Der große Gegensatz wird wohl auch dem Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich, der am Sonnabend prominenter Ehrengast der Sportgala im Nieskyer Bürgerhaus war, in Erinnerung geblieben sein: In Niesky angekommen, stand er erst einmal rund 200 Fans der Nieskyer Eishockeyspieler gegenüber, die mit einer friedlichen Mahnwache für den Erhalt des Eishockeysports in Niesky demonstrierten. Der ist spätestens 2014 gefährdet, wenn im Eisstadion die Eistechnik nicht erneuert wird. Und von einem Dach träumen Verein und Fans schon lange. Und drinnen legte Arnim Christgen, Vizepräsident des Kreissportbundes, nach, indem er den Ministerpräsidenten einen von drei Umschlägen mit je einem Wunsch ziehen ließ, den die Sportler in der Region bezüglich ihrer Sportstätten hätten. Natürlich zog Tillich den Umschlag mit dem Nieskyer Eisstadion, bevor Christgen auf dem Podest grinsend zugab, dass in allen drei Umschlägen ein gleiches Blatt Papier war. Tillich reagierte in seiner Rede und sagte zumindest zu, dass man gemeinsam auf allen Ebenen nach einer Lösung suchen werde. Nieskys Oberbürgermeister Wolfgang Rückert war angetan: „Die Mahnwache war eindrucksvoll und friedlich, der Ministerpräsident ist auf die Leute zugegangen, und wir haben jetzt Aufmerksamkeit dort, wo wir sie wollen.“ Die andere Seite des Abends war die überaus gelungene Feier, bei der nie Langeweile aufkam. Das lag an den tollen Auftritten, der gelungenen Präsentation der geehrten Ehrenamtlichen und Sportler. Großen Anteil daran hatte auch Moderator Matthias Barth, der zum ersten Mal durch die Nieskyer Sportgala führte und auch die Sportler selbst zu Wort kommen ließ. Er schaffte es sogar, der hübschen Umfragesiegerin Ivonne Schröder zu entlocken, dass sie ihre blauen Flecken, die sie als Eishockeytorfrau unweigerlich bekommt, zurzeit keinem Freund zeigen muss. Während Ivonne und die Nieskyer Tornados (zum fünften Mal Umfragesieger) vorn erwartet worden waren, hatte der Ultramarathonläufer Ralf-Ortwin Ernst (bisher zweimal Dritter) damit nicht gerechnet: „Als Matthias Pelk als Zweiter aufgerufen wurde, war ich schon enttäuscht, weil ich wieder unter die ersten Drei wollte – und Erster war für mich undenkbar.“ Er feierte den Sieg mit einem weiteren Ultramarathon – an der Bar. Da trafen sich die Sieger – und das waren an diesem Abend alle.
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