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Tornados gegen die Kellerkinder
07.01.11, 10:09 Uhr (Quelle: Sächsische Zeitung)
Am Sonnabend (Beginn 18.30) ein Heimsieg gegen den Vorletzten aus Leipzig, am Sonntag einer beim Tabellen-Schlusslicht in Schönheide – die Fans der Nieskyer Tornados träumen von einem Sechs-Punkte-Wochenende. Spielertrainer Jens Schwabe will das gar nicht hören und nimmt gleich etwas Euphorie raus: „Ich wäre mit vier Punkten zufrieden. In dieser Liga sind fast alle Mannschaften gleichstark, und wir können nur gewinnen, wenn wir die Tabellenkonstellation vergessen und hundertprozentig konzentriert und diszipliniert spielen.“ Tatsächlich haben sich die Leipziger nach dem 9:0-Kantersieg der Nieskyer in Leipzig erstarkt gezeigt und die folgenden drei Heimspiele gewonnen. Ein harter Schlag ist allerdings der Weggang von Trainer Zdenek Travnicek, der ein Angebot des Zweitligisten Freiburger Wölfe angenommen hat. Die Leipziger haben inzwischen ihren dritten Torwart und Trainer des ehemaligen Sachsenligateams, den 29-jährigen Roberto Pohle als Interimstrainer installiert. Die wahren Leader des Teams sind allerdings die aus Weißwasser stammenden Müller-Brüder Jens und Lars. In den Partien mit den Leipzigern war in dieser Saison viel Gift, nachdem die damalige Leipziger Profitruppe im März 2010 in ihrem angeblich letzten Spiel die Nieskyer mehr als nur provoziert hatte. Sowohl beim 3:1 zu Hause als auch beim 9:0 in Leipzig war viel Feuer zwischen beiden Mannschaften, wobei der Hauptsündenbock auf Leipziger Seite, Kevin Flather, inzwischen „in die Wüste geschickt“ wurde. Über allem Ehrgeiz dürfen die Tornados in diesem Spiel nur nicht vergessen, ihre Linie zu wahren und Eishockey zu spielen. Rund 20 Stunden nach dem Ende der Partie gegen Leipzig laufen die Tornados schon wieder in Schönheide aufs Eis. Partien gegen die Erzgebirgler, erst recht auswärts, gingen immer äußerst knapp aus. Auch in diesem Jahr sind die Wölfe sicher stärker, als es ihr Tabellenplatz aussagt. Mit Daniel Jun und Miroslaw Jenka haben die Wölfe das überragende Sturmduo in ihren Reihen. Die Wölfe mussten zuletzt den Abgang des 41-jährigen Verteidigers Pavel Weiss in die Bayernliga nach Höchstadt verkraften, aber zu unterschätzen sind die Schönheider deswegen noch lange nicht. Sie rechnen täglich mit der Einbürgerung des Spielertrainers Daniel Jun und haben dann mit Richard Stütz einen 24-jährigen tschechischen Verteidiger mit Zweitligaerfahrung bereitstehen. Auf Tornado-Seite wird es eng mit dem Kader: Die Neumann-Zwillinge sind mit der Weißwasseraner Jugendmannschaft im Einsatz, René Michalk fehlt verletzt und über die Sperre für Vitezslav Jankovych aus dem Spiel in Jonsdorf ist noch nicht entschieden. „Wir werden in beiden Spielen nur 13 Spieler zur Verfügung haben“, sagt Jens Schwabe. Der Verein hält nach einer Verstärkung Ausschau. Die zu finden, ist aber sehr schwer.
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