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Tornados überraschen die Berliner Akademiker
04.01.07, 13:17 Uhr
Bei FASS Berlin gelingt der Spielgemeinschaft der erste Auswärtssieg der Saison. 75 Nieskyer Fans feiern mit.
Sächsische Zeitung vom 04.01.07 (Frank Thümmler)

FASS Berlin 2 (1, 1, 0)
SG Tornado Niesky 8 (1, 1, 6)

Chancen hatten sich die Tornados in Berlin schon ausgerechnet, auch wenn die Akademiker vor dem Spiel mit 31 Punkten mehr als doppelt so viele auf dem Konto hatten wie die Nieskyer. Dass es am Ende ein zumindest auf dem Papier so klarer Sieg im letzten Spiel des Jahres 2006 werden sollte, das hatte niemand geahnt.
Die Tornados aber begannen in Berlin richtig stark, mussten nach neun Minuten eigentlich deutlicher als 1:0 führen. Das Tor hatte Verteidiger Sebastian Greulich in Überzahl mit einem hammerharten Schlagschuss von der blauen Linie ins linke Dreiangel erzielt. Die spielerische Überlegenheit in dieser Phase führte zwar zu weiteren Chancen, nicht aber zu Toren. Das fiel dann wie aus heiterem Himmel auf der anderen Seite. Und es kam noch schlimmer:

Ungerechte Strafe für Greulich

Der bärenstarke Verteidiger Sebastian Greulich kassierte eine Spieldauerstrafe, die Trainer Steffen Thau auch nach dem Spiel noch nicht fassen konnte: „Es gab eine Rangelei auf dem Eis, für die Christian Rösler und ein Berliner jeweils eine Zweiminutenstrafe erhielten. Wir und auch die Berliner wechselten die Reihen, Greule lief zu den bestraften Spielern, aber eher als Schlichter. Ohne etwas gemacht zu haben, bekam er zwei plus zwei Strafminuten und die Spieldauerstrafe.“ Es gibt im Eishockey eine Regel, nachdem eine solche Strafe ausgesprochen werden kann, wenn ein Spieler von der Bank aus in eine Auseinandersetzung eingreift. „Aber das Spiel war ja unterbrochen, beide Mannschaften im Wechsel. Dann hätten auch Berliner oder andere Spieler von uns willkürlich bestraft werden können“, so Thau, der sogar überlegte, mit seinem Team das Eis zu verlassen. Nur der Gedanke an die mitgereisten 75 Fans hielt ihn davon ab, wie er sagte. Zum Glück überstanden die Tornados die vier Minuten Unterzahl schadlos. Im Mitteldrittel gelang den Berlinern, die nach einer Schiedsrichterbeleidigung für fünf Minuten in Unterzahl begannen, zu viert der Führungstreffer. Danach hielt der stark haltende Thomas Bresagk mit seinen Paraden die Nieskyer gegen die anstürmenden Akademiker im Spiel. Etwas überraschend gelang dann den Nieskyern nach einem Break durch Jakub Volek der Ausgleich.

Im Schlussdrittel gelang den Nieskyern in der 45. Minute ein Doppelschlag durch René Michalk, der nach einer schönen Kombination nur noch einschieben musste, und Marco Noack mit einem Rückhandschlenzer. Die Berliner wurden nun immer aggressiver, kassierten aber das 2:5 durch Jakub Volek, der erst den Puck einschoss, dann mit dem Torwart zusammenprallte und mit ihm ins Tor rutschte. Das reguläre Tor (schließlich war der Puck zuerst drin) ließ die Berliner die Nerven verlieren. Die verloren sofort einen (wegen Stockstichs) und später einen weiteren Spieler (wegen Bandenchecks) mit einer Fünf-Minuten- plus Spieldauerstrafe. Die ständige Überzahl nutzten die Nieskyer noch zu drei weiteren Toren, so dass das Spiel, das lange auf der Kippe stand, noch einen klaren Ausgang fand.

Die mitgereisten 75 Fans waren völlig aus dem Häuschen, feierten ihre Mannschaft und den Trainer. „Fanchef“ Uwe Ludwig: „Die Spieler haben für uns die Raupe gemacht und – was ganz selten vorkommt – sogar Steffen Thau hat sich bei der Laola-Welle mit eingereiht.“ Bei den Berlinern dagegen krachte es auch noch nach dem Spiel gewaltig: Vier Spieler erklärten, sofort zum Stadtkonkurrenten ECC wechseln zu wollen. Die Tornados dagegen fiebern schon dem nächsten Heimspiel am Sonnabend gegen den Tabellenzweiten Leipzig entgegen.

Tornados: Bresagk, Schröder – Geddert, Greulich, Becher, Svatos, Noack, Rösler, Michalk, Kustow, Volek, Wimmer, Wahne, Hudec, Hlavnicka, Schwabe, Brill, Lehnigk

Tore: 0:1 Greulich (6:30, Assist: Schwabe, Michalk), 1:1 (9:30), 2:1(24:13), 2:2 Volek (37:07, Schwabe, Hlavnicka), 2:3 Michalk (44:27, Noack, Schwabe), 2:4 Noack (44:56, Rösler, Wimmer), 2:5 Volek (51:06, Hlavnicka, Svatos), 2:6 Lehnigk (55:19, Wimmer, Schwabe), 2:7 Becher (56:13, Noack, Brill), 2:8 Kustow (59:39, Becher, Svatos)

Strafen: FASS (35 + 60), Tornado (14 + 20 (Greulich) + 10 (Wahne),
Zuschauer: 250
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