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Niesky hat noch kein Geld für das Eisstadion
07.08.10, 09:00 Uhr (Quelle: Sächsische Zeitung)
Die neue Eissaison startet bald. Und die Weißwasseraner sehen ganz gelassen in die Zukunft. In wenigen Wochen beginnt der Abriss ihres alten Freiluftstadions. Für den Bau der neuen Arena stehen rund 16 Millionen Euro bereit. Ganz anders in Niesky. Hier steht über der Vorfreude auf die erste Saison in der Oberliga der düstere Satz, dass in Niesky der Eissport auf der Kippe steht.

2015 läuft die Genehmigung für die Eistechnik im Stadion am Waldbad aus. Das ist bekannt und deshalb versuchen Stadtwerke Niesky und Stadtverwaltung Geld aufzutreiben, um das traditionsreiche Areal für die Zukunft zu rüsten. Neben der modernen Eisanlage gehört dazu auch ein Dach für das Freiluftstadion. Es geht um rund 3,4 Millionen Euro. Doch die Sächsische Aufbaubank hat den Fördermittelantrag im Rahmen des Konjunkturprogramms zurückgegeben. Damit ist die 75-prozentige Förderung erstmal Geschichte. Seitdem sind die Nieskyer auf der Suche nach Geldgebern und Unterstützern. „Alle haben sich bemüht, aber momentan ohne Ergebnis“, sagt Holger Ludwig, der Geschäftsführer der Stadtwerke Niesky. Der Freizeitpark mit Waldbad und Eisstadion gehört zu dem städtischen Unternehmen. Man könne niemandem einen Vorwurf machen, sagt er. Weitere Förderprogramme wurden geprüft, doch „der Restbrocken ist zu groß“, sagt Ludwig.

Bei der Sportförderung gäbe es beispielsweise höchstens 50 Prozent, und ob die machbar sei – mit den Stadtwerken als Antragsteller – sei ebenso fraglich, sagt Hans-Joachim Tauch aus dem Rathaus Niesky. Noch sei Zeit bis 2014. Doch für ein Bauvorhaben dieser Größe braucht es auch Vorlauf.

Es sehe nicht gut aus, hatte Nieskys Oberbürgermeister erst vor wenigen Tagen dem Präsidenten des Nieskyer Eislaufvereins gesagt. „Wir stehen zwischen Baum und Borke“, sagt deshalb Joachim Sauer. Man sei mit der Kampagne zu spät gestartet, in der dann der Förderantrag mündete. Doch auf der anderen Seite sei manches im Gange. So soll es Sauers Informationen zufolge Möglichkeiten geben, die Kosten für die Techniksanierung zu schultern. Damit wäre dann jedoch das Dach vom Tisch. „Der ELV wird Aktionen mit Fans organisieren“, sagt der Präsident. Nach der Absage der SAB hatten sich spontan 300 Mitglieder und Fans vor dem Rathaus zu einer Mahnwache zusammengefunden. Das zeigte Zusammenhalt.
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