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Lang ersehnter Auswärtssieg der Tornados!
03.01.07, 15:06 Uhr
Regionalliga: Spielgemeinschaft Niesky/Weißwasser gewinnt bei Fass Berlin 8:2 (1:1, 1:1, 6:0)
Lausitzer Rundschau vom 03.01.06 (Detlef Kasper)

Was treibt einen Goldminenbesitzer dazu, eine ehemalige Universitätsmannschaft als Hauptsponsor zu unterstützen? Beim Namen Fass Berlin vermutet man eher ein Pendant eines Sponsors der Spielgemeinschaft Tornado Niesky/Jungfüchse Weißwasser. Diese musste seit dem Saisonstart der Regionalliga Nordost lange schürfen, um endlich fündig zu werden.In der schmucken Heimstätte der Berliner «Goldminen» -Mannschaft, dem Erika- Heß-Eisstadion im Berliner Wedding fanden die «Lausitzer» nicht nur Goldstaub, sondern nahmen einen ganzen Klumpen mit nach Hause. Von der ersten Minute an rackerten und kämpften die Tornados, als hätten sie im Sauerstoffzelt übernachtet. Kurze Wechsel und ein guter Fitnesszustand unterstützten die von Trainer Steffen Thau vorgegebene Taktik - eine kontrollierte Offensive. Folgerichtig holte Sebastian Greulich auf Zuspiel von Jens Schwabe in der siebenten Minute den Vorschlaghammer heraus und steckte den ersten Claim mittels eines satten Dreiangelschusses ab. Es ging aber so nicht weiter. Die Fass-Mannschaft kämpfte um ihre Mine und glich in der zehnten Minute aus. Die Suche nach der nächsten Goldader entpuppte sich als überhart umkämpft. Sebastian Greulich wollte während einer Spielunterbrechung «schlichten» und bekam folgerichtig eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Dass zu diesem Zeitpunkt auch mehrere Fass-Spieler unberechtigt die Eisfläche betraten, hatten die Schiedsrichter wohl übersehen, obwohl sie über das Spiel verteilt dem Kampf ums Gold gewachsen waren. Trotzdem oder gerade deshalb mussten sie insgesamt 49 Straf- und 90 Disziplinarstrafminuten verhängen. Zum Glück hielten die Tornadospieler ihr Strafenkonto im Rahmen und überstanden eigene Unterzahlsituationen, um mit dem Gleichstand in die Pause zu kommen. Danach hatten die Berliner den besseren Start und gingen in Führung. Und das bei eigener Überzahl. Hätte der kürzlich 41 Jahre alt gewordene Keeper Thomas Bresagk nicht mehrere hochkarätige Chancen vereitelt . . . Aber es kam anders. Jakub Volek kam noch vor der zweiten Drittelpause zum viel umjubelten Ausgleich. Die etwa 70 mitgereisten Fans machten Stimmung für 300 und feuerten ihre Jungs genau wie Trainer Thau an, dem zwischenzeitlich die Stimme ihren Dienst zu versagen drohte.

Spielentscheidung
Als wollten seine Spieler ihm das Sprechorgan zurückgeben, fanden die Tornados in der spielentscheidenden 45. Minute zwei dicke Nuggets. René Michalk auf Vorarbeit von Marco Noack und letzterer selbst mit Assistenz von Christian Rösler wurden innerhalb weniger Sekunden fündig. Nun kämpften die Weddinger noch härter, trotzdem stocherte Jakub Volek spektakulär in der Goldader und am Puck herum. Die folgende Diskussion der Berliner brachte nichts. Die Scheibe war eher über der Linie als der mit überhöhter Geschwindigkeit anbrausende Spieler aus dem Nachbarland selbst. Der nächste Hochkaräter: Ein fulminantes Dreiangelgeschoss des jungen Markus Lehnigk auf Zuspiel von Daniel Wimmer zum 6:2 der Tornados. Nun sollte auch Sven Becher noch zu seinem Schürferfolg kommen. Marko Noack und Andreas Brill legten die Ader frei. In letzter Minute konnte sich auch noch Johann Kustow in die Anteilsliste eintragen. Lobesworte des Trainers an die ganze Mannschaft, insbesondere an die nur noch fünf Verteidiger inklusive Daniel Wahne. Der angestammte Stürmer verteidigte in der Nachbarlandsformation und war mit verantwortlich, dass der Claim im letzten Drittel ohne Verluste abgesteckt wurde.

Nächstes Heimspiel
Der nächste Heimspielgegner aus Leipzig hat am Sonnabend mit großer Sicherheit von den glitzernden Punkte stiebitzenden Tornado-Elstern im Waldbad gehört und ist vorgewarnt. Trainer Steffen Thau hat immer an die Mannschaft geglaubt. Das heißt, seine Mannschaft ist in der Regionalliga angekommen, dennoch hat Realismus Priorität. Zumal die Tornados keinen Goldminenbesitzer wie Fass Berlin als potenten Hauptsponsor haben.

Statistik Tornados
Bresagk, Ivonne Schröder - Greulich, Becher, Wimmer, Geddert, Wahne, Svatos - Michalk, Schwabe, Lehnigk, Noack, Rösler, Kustow, Brill, Hudek, Hlavnicka, Volek.

Tore
0:1 (7.) Greulich, 1:1 (10.) Kugler, 2:1 (23.) Thielsch, 2:2 (26.) Volek, 2:3 (45.) Michalk, 2:4 (45.) Noack, 2:5 50.) Volek, 2:6 (56.) Lehnigk, 2:7 (57.) Becher, 2:8 (60.) Kustow.

Strafminuten
Berlin 35 + 40 +20; Niesky/Weißwasser: 14 + 20 (Greulich) + 10 Wahne
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