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Fast wie auf dem Aachener Tivoli
23.12.06, 11:01 Uhr
Sächsische Zeitung v.23.12.06, Beitrag Frank Thümmler

SG Tornado Niesky 3 (2, 0, 1)
Rostocker EC 4 n. P. (0, 2, 1)

Die Konstellation war so ähnlich wie beim Fußball-Pokalspiel am Mittwoch, als die schier übermächtigen Bayern bei der kleinen Alemannia aus Aachen gastierten. In Niesky traf der Tabellenletzte SG Tornado auf den Ersten aus Rostock, gespickt mit Spielern, die zumindest auf Oberliga-Erfahrung verweisen können. Der Favorit war damit ganz klar gegeben, aber ähnlich wie in Aachen gelang dem Außenseiter ein Superstart.
Nach starker Vorarbeit von Jens „Theo“ Schwabe gelang Markus Lehnigk mit einem Schlenzer das 1:0, und wenig später machte Christian Rösler mit einer fast artistischen Einlage – er beförderte einen herabfallenden Puck mit der Rückhand durch die eigenen Beine ins Tor – das 2:0 (6.). Die Gäste benötigten eine ganze Weile, um sich von diesem Schock zu erholen und schafften es bis zur ersten Drittelpause nicht, zu dominieren oder gar zum Anschlusstreffer zu kommen.

Im Mitteldrittel – nach einer wohl kräftigen Standpauke von Trainer Sergej Jaschin – kamen die Piranhas aus Rostock mächtig auf und zum Ausgleich, allerdings begünstigt durch einen sehr kleinlich pfeifenden Schiri, der in diesem Drittel insgesamt vier Zeitstrafen für die Tornados gab (für Rostock eine) - teilweise zum Erstaunen aller Beteiligten.

Wer nun dachte, im Schlussdrittel würden die Tornados untergehen, hatte sich getäuscht. Die Niesky/Weißwasseraner Spielgemeinschaft kam mit neuem Kampfgeist aus den Kabinen und hatte das Glück auf ihrer Seite, als der slowakische Gäste-Goalie Branislav Hippik einen eigentlich schon gehaltenen Schwabe-Schuss doch noch ins Tor rutschen ließ. Wütende Attacken der Rostocker waren die Folge – aber die Nieskyer Defensive stand. In den letzten fünf Minuten ergaben sich für die Gastgeber einige Break-Chancen. René Michalk hatte zwei Minuten vor Schluss die Riesenchance, den Sack zu zu machen, scheiterte aber an Hippik. Fast im Gegenzug kamen die Rostocker doch noch zum Ausgleich, als Jan Michalek sich mit einem Solo durchsetzte und den springenden Puck über die Linie drückte. Im Penaltyschießen waren dann die Piranhas die Glücklicheren. Ein Treffer von Thomas Haupt genügte, da alle fünf Nieskyer Schützen scheiterten. Schade – so war es nur fast wie auf dem Aachener Tivoli am Mittwoch. (fth)

SG Tornado: Bresagk – Klante, Geddert, Greulich, Becher, Hnidek, Schwertner, Svatos – Michalk, Kustow, Volek, Hudec, Reichert, Hlavnicka, Schwabe, Rösler, Brill, Lehnigk, Hähnel

Tore: 1:0 Lehnigk (3:51, Assist: Schwabe), 2:0 Rösler(5:30, Brill), 2:1 Garthe (22:17), 2:2 Bartanus (37:03), 3:2 Schwabe (45:05, Lehnigk), 3:3 Michalek (58:35), 3:4 Garthe (Penalty)

Zuschauer: 536

Strafen: Tornado 14, Rostock 8
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