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Starke Erfurter und der Schiri erstürmen die Nieskyer Festung
18.12.06, 17:30 Uhr
Die Entscheidung fällt im zweiten Drittel, als die Tornados auf der Strafbank sitzen.
Sächsische Zeitung, von Frank Thümmler

SG Tornado Niesky 1 (1, 0, 0)
Black Dragons 6 (1, 4, 1)

Alle drei Heimspiele im Nieskyer Waldstadion hatten die Tornados gewonnen (gegen FASS Berlin, Schönheide und die Preussen Juniors), aber am Sonnabend kam ein anderes Kaliber. Die Erfurter "Drachen" wollen hoch in die Oberliga und haben sich eine Mannschaft zusammen gekauft, die diesen Anspruch auch von den Namen her unterstreicht. "Gegen eine solche Mannschaft muss bei uns alles stimmen, wenn wir eine Chance haben wollen", hatte Trainer Steffen Thau immer wieder vor zu viel Optimismus gewarnt, aber gleichzeitig eine schlechte Vorahnung: "Die Erfurter mit ihrer kompakten Spielweise haben uns noch nie gelegen."Ganz entgegen dieser düsteren Prognose begann das Spiel aus Tornado Sicht optimal. Oldie Josef Hudec hatte Geschwindigkeit aufgenommen, war unwiderstehlich in das Drachendrittel eingedrungen und hatte die Scheibe aus dem Handgelenk unter die Torlatte gezwirbelt. Chancen gab es danach auf beiden Seiten, bei denen sich beide Torhüter (Bei den Tornados der Ex-DDR-Nationaltorhüter Thomas Bresagk und bei den Gästen der EX-DEL-Goalie Kai Fischer) immer wieder auszeichneten. Das Mitteldrittel begann mit einem Rückschlag für die Nieskyer, dem 1:2. Viel wichtiger für den weiteren Spielverlauf war allerdings das nächste Gegentor. Die Tornados hatten eigene Überzahl, waren im Drittel der Gäste. Im Bemühen, den Puck im Angriffsdrittel zu halten, machte ein Nieskyer Verteidiger den entscheidenden Fehler. Der Tscheche Dusan Halloun schnappte sich den Puck, lief mit starkem Antritt über die gesamte Eisfläche und netzte zum 1:3 ein. Dass es keine Tornado-Aufholjagd gab, dafür war der Schiedsrichter zumindest mitverantwortlich, der jetzt die Tornados mit teils fragwürdiger Regelauslegung auf die Strafbank schickte. In den letzten 8:47 Minuten des Mitteldrittels hatten die Nieskyer ständig Unterzahl, rund vier davon 3:5! Auch eine Fünf-plus-Spieldauerstrafe gegen Daniel Wahne war sehr hart, zumal der "verletzte" Gästekapitän Florian Müller sofort wieder auf den Beinen stand, nachdem das "Urteil" gesprochen war! Zwei Gegentore und damit die endgültige Entscheidung waren die Folge. Das Schlussdrittel (indem der Schiedsrichter die ungleiche Strafminutenbilanz wieder etwas auszugleichen versuchte), war bedeutungslos geworden. Am Freitag (19.30 Uhr) kommt der Tabellenführer Rostock, von dem Steffen Thau sagt, dass dieses Team den Tornados besser liegt.
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