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Sebastian Greulich war 2009 der beste Spieler der gesamten Liga
16.02.10, 11:39 Uhr (Quelle: Sächsische Zeitung)
Der Eishockey-Verteidiger der Nieskyer Tornados hat sich in der vergangenen Saison diese Auszeichnung mit Top-Leistungen verdient. Dass die Verantwortlichen aller Regionalliga-Mannschaften keinen Topscorer, der mit seinen Treffern Spiele entscheidet, zum besten Spieler einer gesamten Saison wählen, sondern einen Verteidiger, der gerade diese spektakulären Aktionen verhindert, ist sicherlich eine Seltenheit. Genau diese Ehre aber wurde Sebastian Greulich, Verteidiger bei den Nieskyer Tornados, am Ende der vergangenen Saison zuteil.

Belohnt wurde das Kraftpaket damit auch für eine weitere Leistungssteigerung. Der 1,90-Meter-Hüne war seit seinem Wechsel von den Jungfüchsen in Weißwasser nach Niesky schon immer ein starker Verteidiger mit besten athletischen Voraussetzungen und einem gefährlichen "Hammer" von der blauen Linie. Aber im Laufe der Zeit hat er sich von einem Heißsporn, der oft auf die Strafbank musste, hinentwickelt zu einem Spieler, der trotz seines kämpferischen Einsatzes kaum noch Fouls begeht und sich nur noch selten provozieren lässt. "Der Sebastian ist im Laufe der Zeit auch älter und damit weiser geworden", sagt sein langjähriger Trainer Steffen Thau. Sebastian Greulich bestätigt das mit seiner Antwort: "Wir haben nun mal in der Abwehr nicht so viele Leute. Wenn man unnötige Strafen kassiert, schadet man seiner Mannschaft nur. Außerdem bin ich jetzt in einem Alter, in dem man auch eine Vorbildfunktion hat."

Heute bügelt es Sebastian Greulich meist aus, wenn Mitspieler auf die Strafbank müssen. Gerade in den schwierigen Situation, also bei Unterzahl oder in der entscheidenden Phase der Partie, bekommt Greulich extrem viel Eiszeit, profitiert dabei von seiner guten Kondition und Athletik. Die kommt nicht von ungefähr. "Ich trainiere fünf Mal pro Woche - im Winter dreimal auf dem Eis und zweimal im Fitnessraum, im Sommer zweimal mit dem Team und dreimal allein", sagt der Vattenfall-Mitarbeiter. Diese Arbeitsstelle zog der 27-Jährige einer durchaus möglichen Profikarriere vor. Bereut hat Sebastian Greulich das nie, fühlt sich bei den Tornados mit dem großen Zusammenhalt im Team wohl und hat mit seinen nach wie vor konstant ausgezeichneten Leistungen großen Anteil daran, dass die Tornados derzeit auf dem dritten Tabellenplatz stehen, dem ersten hinter den Profiteams aus Leipzig und Halle. "Wir sprechen deshalb auch intern vom ersten Platz und wollen den unbedingt halten."

Greulich würde gern noch möglichst lange in Niesky spielen, mindestens die nächsten zehn Jahre. "Hauptsache, die Eisanlage ist 2015 nicht weg. Das ist jetzt meine größte Sorge."

Von Frank Thümmler
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