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Waldstadion wird zur Festung
11.12.06, 19:29 Uhr
Die Berliner Preussen erleben im Regen von Niesky ihr blaues Wunder und werden mit einer Klatsche zurück in die Hauptstadt geschickt.
Sächsische Zeitung von Frank Thümmler

SG Tornado Niesky 7 (1, 2, 4)
ECC Preussen Berlin 0 (0, 0, 0)

Da kommt eine Mannschaft zum abgeschlagenen Tabellenletzten, der am Tag zuvor im Harz unterwegs war und dort eine 2:12-Packung bekam und der die beiden direkten Vergleiche gegen sie verloren hatte und fährt dann mit einer 0:7-Klatsche wieder heim. Wie geht so etwas?
Das Nieskyer Waldstadion mit Verrückten Fans (487 Zuschauer) im Rücken, die trotz des Regens gekommen waren und ihr Team lautstark unterstützten, hat eben eigene Gesetze.... Erst recht, wenn das Wetter das Spiel zu einer anderen Art Eishockey macht als das in einer Halle und besonders dann wenn Thomas Bresagk im Tor der Tornados einen super Tag erwischt und die gegnerischen Stürmer mit Klasseparaden immer wieder verzweifeln lässt. Viel stärker als am Sonnabend kann "Breto" auch in seinen Glanzzeiten als DDR-Nationaltorhüter nicht gehalten haben.
Die "tschechischen Reihe" (diesmal mit Daniel Wahne neben Ivo Svatos als Verteidiger) schien außerdem der Verzicht auf das Spiel in Braunlage gut getan zu haben, Hlavnicka, Volek und Hudec zeigten sich in Spiellaune und machten auch den Führungstreffer im ersten Drittel. Das blieb auf dem schwer zu bespielendem Eis (die sofort gefrierenden Regentropfen ließen die Scheibe des öfteren Springen und bremsen) lange Zeit offen. Beide Mannschaften hatten ihre Chancen. Bis Petr Hnidek mit einer schönen Einzelleistung den Bann wieder brach, als etwas mehr Platz auf dem Eis war, weil für beide Mannschaften ein Spieler auf der Strafbank saß. Als dann auch noch Marco Noack einen Hnidek-Schuss ins Tor abfälschte, gingen die Köpfe bei den Berliner Jungs nach unten und deren erstaunlich zahlreichen Fans wurden merklich leiser.
Im Schlussdrittel hielten die Berliner anfangs noch gegen, spätestens mit dem 4:0 (Hudec hämmerte einen Volek-Rückpass direkt in die Maschen) war die Moral endgültig gebrochen, zumal es wieder stärker anfing zu regnen. Die Tornados belohnten sich und ihre Fans mit drei weiteren Treffern. Was fast noch wichtiger war: Die Niesky/Weißwasser Spielgemeinschaft machte auch keinen Leichtsinnsfehler mehr und verschaffte so Thomas Bresagk einen Shutout. Das Waldstadion scheint nach dem dritten Heimsieg in Folge eine kleine Festung zu sein. Mal sehen, ob sie der Tabellenfünfte Erfurt am kommenden Sonnabend einnehmen kann. Gerüchte besagen, Tornado-Präsident Bernd Funke hat Regenmacher aus Afrika bestellt.....

SG Tornado: Bresagk, Klante, Geddert, Greulich, Hnidek, Becher, Schwertner, Svatos, Rösler, Kustow, Volek, Wahne, Hudec, Hlavnicka, Schwabe, Brill, Groba, Lehnigk, Hänel, Hirsch
Tore:
1:0 Volek (05:47, Assist: Hlavnicka)
2:0 Hnidek (32:45, Noack, Becher)
3:0 Noack (35:11, Hnidek)
4:0 Hudec (46:47, Volek)
5:0 Volek (50:45, Hlavnicka)
6:0 Kustow (54:59, Schwabe)
7:0 Kustow (58:12)

Zuschauer: 487.

Strafen: Tornado 14, Berlin 12
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