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Tornados holen binnen 24 Stunden vier Punkte
18.11.09, 11:23 Uhr (Quelle: Sächsische Zeitung)
Das dramatische Landkreisderby am Freitagabend in der Jonsdorfer Sparkassenarena hatte keinen Verlierer verdient. Ein Unentschieden gibt es aber nicht, auch wenn es nach der regulären Spielzeit Remis steht und es jeweils sieben Penaltyschützen nicht schaffen, den Torwart zu überwinden. Martin Niemz auf Jonsdorfer Seite und Robert Wolfermann für die Tornados zeigten überragende Leistungen. Erst der 16. Schütze insgesamt, der Jonsdorfer Sven Schicht, konnte Wolfermann ausspielen und für Jubel im Jonsdorfer "Falkenhorst" sorgen. Tornado-Trainer Jens Schwabe, der selbst an Niemz scheiterte, sagte über seinen ehemaligen Mannschaftskameraden:"Der ist groß, deckt damit sehr viel ab. Man muss sich schon etwas einfallen lassen. Auf der anderen Seite ist er extrem schnell, stochert auch mit dem Schläger nach dem Puck." Dass es aus Sicht der Nieskyer nicht zu einem Sieg gereicht
hatte, lag im Nachhinein wohl daranan, dass die Tornados ihre vielen Überzahlspiele besonders im ersten Drittel nicht nutzten. Nach einigen umstrittenen Entscheidungen des Schiedsrichters (die er insgesamt aber "gerecht" verteilte) hatten sie unter anderem auch für fast zwei Minuten eine 5:3-Überzahl.Aber es gelang einfach nichts, es wurde auch viel zu selten geschossen. Einmal hatten die Tornados Pech, als der Schiedsrichter im Glauben, Niemz hätte den Puck, vorzeitig abpfiff gerade als ihn ein Nieskyer über die Linie drückte (18.). Die Nieskyer gingen zu Beginn des zweiten Drittels durch einen verdeckten Handgelenkschlenzer von Jankovych in Führung. Mussten dann aber in Unterzahl zwei Gegentreffer hinnehmen. Erst fälschte Dennis Melchior am langen Pfosten einen Distanzschuss ab, und dann drückte Sven Schlicht die Scheibe im Nachsetzen über die Linie. Im Schlussdrittel kämpfte dann Marcel Leyva einen Abpraller von Niemz über die Linie. Danach hatten beide Mannschaften noch Chancen auf den Sieg, aber beide Torhüter erwiesen sich als schier  unüberwindlich - bis zum 16. Penaltyschützen.

Tore:
0:1 Jankovych (22.)
1:1 Melchior (24.)
2:1 S. Schlicht (36.)
2:2 Leyva (42.)
3:2 S. Schlicht (Penalty).

Strafen: Jonsdorf 16. Niesky 16.
Zuschhauer: ca.1000

Die Berliner hatten bisher noch nie in Niesky gewinnen können, kamen aber mit einer stärkeren Mannschaft als in vergangenen Jahren ins Waldstadion. Eine komplette Reihe von gut ausgebildeten Eisbären-Nachwuchsspielern stand auch in Niesky zur Verfügung. Die Tornados schienen die alte Siegesserie nicht aus den Köpfen bekommen zuhaben und lagen nach wenigen Sekunden mit 0:1 hinten, überstanden kurz darauf eine Unterzahl schadlos. Verteidiger Daniel Wimmer drehte dann das Spiel fast im Alleingang, war mit zwei Distanzschüssen, jeweils in Überzahl erfolgreich. Aber die Gäste waren diesmal eine harte Nuss, glichen nach einer schönen Kombination aus und gingen und Beginn des MitteldritteIs in 5:3-Uberzahl (Greulich hatte zudem seinen Schläger verloren) wieder in Führung. Als den Berlinern dann auch noch das 2:4 gelang, war wohl allen im Stadion klar, dass die Berliner nicht umsonst schon elf Punkte auf dem Konto - drei mehr als Niesky - hatten. Mit dem Zwei Tore-Rückstand ging aber ein Ruck durch die Nieskyer Mannschaft und vor allem funktionierte die mal das Überzahlspiel. Sebastian Greulich zog von der blauen Linie einen seiner gefürchteten Gewaltschüsse an, Philipp Rädecker fälschte noch ab. Beim 4:4 schoss erneut Greulich aufs Tor, der Torwart musste nach vom prallen lassen und Torsten Schwarz staubte ab. Und noch vor der Drittelsirene gingen die Nieskyer in Führung. Marco Noack war aus dem Gewühl erfolgreich. Auch den sechsten Treffer erzielten die Nieskyer in Überzahl. Diesmal wurde Mojmir Musil freigespielt, der den Torwart aus Nahdistanz mit einem Rückhandschlenzer überwand. Die Belliner versuchten in der Schlussphase noch einmal alles, nahmen bei einer günstigen Gelegenheit (Bully im Angriffsdrittel) auch ihren Torwart vom Eis. Aber das wurde bestraft: Erst traf Marco Noack in Konter von der blauen Linie nur den Pfosten, aber dann musste er aus Nahdistanz nur noch einschieben. Die Heimsiegesserie gegen Fass Berlin hat gehalten.

Tornado: Wolfermann, Schröder - Adamski, Becher, Greulich, Janke, Neumann, Rädecker, Wimmer - Brill, Dünzel, Jandik, Jankovych, Leyva, Musil, Noack, Schwabe, Schwarz

Tore:
0:1 Hecker(0:26)
1:1 Wimmer(7:40,Assist Jankovych,Schwabe)
2:1 Wimmer (15:53, Noack, Schwabe)
2:2 Masche(16:22)
2:3 Hecker (20:34),
2:4 Masche(25:31)
3:4 Rädecker(27:49, Schwabe, Greulich)
4:4 Schwarz(36:15, Becher,Greulich)
5:4 Noack(39:16, Schwabe,Jankovych)
6:4 Musil (48:55 Schwabe,Wimmer)
7:4 Noack(58:22, MusiI, Jankovych)

Strafen: Niesky 28 Berlin 25
Zuschauer: 621

Bericht: Frank Thümmler (16.11.09)
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