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Gerd Jandik - ein Nieskyer Tausendsassa
17.09.09, 16:23 Uhr
WochenKurier vom 15.09.09 von Sascha Hache

Nur Mannschaftsarzt war er noch nicht beim Eislaufverein

Wenn beim ELV Niesky von "Gerdi" die Rede ist, wissen alle sofort, wer gemeint ist. Gerd Jandik ist dem Eissport seit über 30 Jahren treu verbunden. Spieler, Verantwortlicher für den Materialeinkauf, Co-Trainer der ersten Mannschaft, Trainer der 1B-Mannschaft, Kassenwart, 2. Vorsitzender – in all diesen Positionen war und teilweise noch ist das Energiebündel für den ELV tätig. Der mittlerweile 44-Jährige hat...
von klein auf alle Höhen und Tiefen des Nieskyer Eishockeys mitgemacht. Als kleiner Bub fing er Anfang der 70er Jahre auf der damaligen Natureisbahn an, der kleinen schwarzen Hartgummischeibe hinterher zu jagen. Und dies nicht ohne Talent – der große Verein aus Weißwasser lockte. „Aber mein Vater hat ‘Nein’ gesagt. Er wollte, dass ich auch noch was ‘vernünftiges’ lerne.“ Dies tat „Gerdi“ auch – seit mittlerweile 28 Jahren arbeitet er als Einkäufer beim gleichen Stahlbauunternehmen. Nachdem das Eishockey in der damaligen Kreisstadt Mitte der 80er Jahre etwas einschlief, gehörte er 1994 zur Gruppe um den „Vater des Nieskyer Eissports“, Manfred Junker, die den 1. Eislaufverein (ELV) Niesky aus der Taufe hob. Mittlerweile ist Gerd Jandik in vielen Positionen beim Verein tätig gewesen und der Einzige der Gründerväter, der noch im Vorstand aktiv ist. Sofort elektrisiert ist der leidenschaftliche AC/DC-Fan, wenn es um „sein“ Eishockey geht. Fast schon logisch, dass Sohn Richard ebenfalls für den ELV aufs Eis geht. „2003, in meinem letzten Jahr als Spieler, bin ich mit ‘Richie’ gemeinsam im Team gewesen. Der damalige Sachsenmeister-Titel und diese Zeit mit meinem Sohn waren für mich das Highlight meiner Karriere.“ Sogar die legendäre Rückennummer 11 hat Richard von seinem Vater übernommen.
Einer Fortsetzung der Jandikschen Tradition dürfte auch in Zukunft sicher nichts im Wege stehen – Enkel Oskar, gerade ein Jahr alt geworden, zählt auch schon zu den Stammgästen im Waldstadion...Die Familie ist für Gerd Jandik der große Rückhalt, bei dem er Kraft für kommende Aufgaben schöpfen kann – und derer gibt es viele...
Für die kommende Saison der Tornados, die am 4. Oktober mit einem Auswärtsspiel in Erfurt beginnt, bereitet er mit Spielertrainer Jens „Theo“ Schwabe das Team derzeit in Weißwasser auf dem Eis vor. Das erste Heimspiel ist aber erst am 31. Oktober. „Mit einem Dach im Waldstadion wären wir witterungsunabhängiger und hätten eher Eis. Dies würde die Trainings- und Wettkampfbedingungen für alle ELV-Mannschaften enorm verbessern. Aber wie es ausschaut, ist die Stadt jetzt bei der Planung auf einem guten Weg“, zeigt sich „Gerdi“ optimistisch.
Ein fast schon unerschütterlicher Optimismus zeichnete ihn auch aus, als er drei Mal den Teufel Krebs besiegen konnte. „Seitdem kann mich so leicht nichts mehr aus der Ruhe bringen.“ Gespannt schaut der 44-Jährige auf die kommenden Duelle gegen die Oberliga-Aussteiger Leipzig und Halle. „Wir haben eigentlich keine Chance, aber die wollen wir nutzen. Gegen große Gegner sahen wir immer gut aus. An allererster Stelle steht für uns im Vorstand aber, dass die Finanzen im Verein stimmen.“ 16 Heimspiele an 18 Wochenenden sind zwar für die Tornados ungewohnt, aber der beliebte Samstagabend-Termin konnte bis auf eine Ausnahme gehalten werden. Besonders zum Jahreswechsel, scheinen die Verantwortlichen einen „Sechser im Lotto“ gelandet zu haben. Zuschauerträchtige Heimspiele gegen Leipzig und den Erzrivalen aus Jonsdorf werden hoffentlich wieder jeweils über tausend Eishockeyfans ins Waldstadion locken. „Wir wollen die Spiele auf und neben dem Eis wieder zu einem Erlebnis für die ganze Familie machen. Das eishockeytypische Flair muss unbedingt erhalten bleiben – die Fans sollen sich untereinander fair verhalten. Wir sind doch alle eine große Eishockey-Familie“, hofft das Nieskyer Urgestein darauf, dass unliebsame Zwischenfälle unter den Fans bald der Vergangenheit angehören.
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