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Urgesteine des Eissports Niesky wollen im Trockenen stehen
03.04.09, 08:36 Uhr
Sächsische Zeitung vom 03.04.2009, Bericht Wulf Stibenz

Die Experten sagen: Erst das Dach, dann die Technik. Denn: Alles auf einmal ist schön, aber das Risiko wird so auch entsprechend hoch.

Diese beiden Stimmen sind gewichtig. Das Eishockey-Urgestein Horst Bürgel und der Ehrenvorsitzende des ELV-Niesky, Manfred Junker, sind für das Dach über dem Eisstadion. Am Montag trifft der Stadtrat die Grundsatzentscheidung, ob es gebaut wird – und wenn, ob die Eistechnik gleich mit saniert wird.Die beiden Nieskyer, die mit Herz und Seele an dem Eissport hängen, haben eine differenzierte Meinung zur Grundsatzfrage. „Wenn das noch ein oder zwei Jahre so weiter geht, dann wollen die Eltern nicht mehr ihre Kinder zum ELV schicken“, sagt Junker. Der Grund ist klar: Wenn es regnet oder stark schneit, kommen die Kinder nass nach Hause – oder das Training fällt ganz aus. Auch die Eishockeyspieler haben unter dem Wetter zu leiden: „Fünf Zentimeter steht das Wasser auf dem Eis, das sind keine guten Trainingsbedingungen“, so Junker. Der Ehrenvorsitzende sagt aber auch, dass der kombinierte Bau von Dach und Eistechnik in einem Gesamtwert von 3,4 Millionen Euro in Niesky schwer vermittelbar sei. „Das Dach brauchen wir so schnell wie möglich, aber bei der Eistechnik könnten wir noch warten.“ Bis 2015 könne noch viel passieren im Hinblick auf Fördergelder und Technik. Er sei ja selbst beim Bau damals dabei gewesen. Die Fläche hat sich über die Jahre gesetzt, es gibt Dellen und Risse und die Isolierung darunter fehlt ganz. „Deshalb kostet es auch so viel Energie“, sagt Junker. In zwei oder drei Jahren sei die Eistechnik vielleicht noch besser als die jetzige.

Das Nieskyer Eishockeyurgestein Bürgel ist bei jedem Spiel dabei. „Die Abhängigkeit vom Wetter ist ein echtes Problem“, sagt er. Nicht nur aus Sicht der Spieler, des Nachwuchses, der Hobbyeisläufer und anderer Eissportler. „Wenns draußen regnet oder sehr stark schneit, entscheiden sich viele Leute, nicht ins Stadion zu gehen“, so Bürgel. Mit einem Dach über dem Stadion wären auch mehr Fans im Stadion. Das hilft dem Verein. „Für mich gibt es nur eine Antwort auf die Frage Dachbau oder nicht: ein ganz klares Ja.“ Ob die Eistechnik gleich mit eingebaut werden soll, müsse über den Finanzspielraum der Stadt entschieden werden.
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