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Die Tornados gleichen gegen den Favoriten aus
23.03.09, 15:58 Uhr
Sächsische Zeitung vom 23.03.09, Bericht Frank Thümmler

ECC Preussen Jun. 5 (1, 4, 0) Tornado Niesky 5 n. P. (0, 2, 2)
Tornado Niesky 0 (0, 0, 0) ECC Preussen Jun. 4 (1, 2, 1)
Das Ergebnis täuscht über den wahren Spielverlauf beim Freitagspiel hinweg. Die Nieskyer scheiterten vor allem an ihrer eigenen Chancenverwertung und haderten zudem mit dem Schiedsrichter, der aus ihrer Sicht bei der Verteilung der Strafen zweierlei Maß anlegte. Nach dem klaren Ergebnis nach zwei Dritteln passierte im Schlussdrittel nicht mehr viel. Beide Teams waren mit den Gedanken schon beim zweiten Spiel in Weißwasser.
Die Berliner reisten mit einem Kader von 22 (!) Spielern an, wollten in Weißwasser unbedingt die Playoff-Finalteilnahme klarmachen und waren als Hauptrundenerster klarer Favorit. Die Nieskyer wollten den Berlinern natürlich ein Bein stellen, gerieten aber schnell in Rückstand - auch noch in eigener Überzahl. An der blauen Linie konnte der Puck nicht kontrolliert werden, Hurbanek lief allein auf Thomas Bresagk zu, scheiterte, aber im Nachsetzen war Ciganovic zur Stelle. Die Nieskyer rannten danach an, verzweifelten aber an der eigenen Abschlussschwäche und am starken Berliner Torwart Leonhardt (Bresagk stand ihm allerdings nicht nach). Die größte Chance hatte wenige Sekunden vor der Drittelsirene Jankovych, der von der Strafbank kommend einen Berliner austanzte, aber dann am Torwart scheiterte. Nach den ersten 20 Minuten waren die Nieskyer schon vier Drittel lang ohne Torerfolg geblieben.

Dann aber brach Jankovych mit einem Direktschuss in Überzahl endlich den Bann. Lange freuen konnten sie sich nicht. Marcel Leyva bekam für eine unglückliche Situation eine Fünf-Plus-Spieldauerstrafe. Am Ende der resultierenden Überzahl trafen die Preussen zum 2:1, und als dann Wimmer auf die Bank musste, zum 3:1. Spätestens jetzt waren Zweifel angebracht, ob die Tornados einen Sieg schaffen könnten. Ganz wichtig war der Anschlusstreffer, den Torsten Schwarz im Nachschuss nach einem Versuch von "Theo" Schwabe erzielte.

Im Schlussdrittel drehte Jankovych mit zwei hammerharten Distanzschüssen, jeweils in Überzahl das Spiel. Die Berliner sahen sich plötzlich einem 3:4-Rückstand gegenüber. Aber sie schafften, wenn auch auf glückliche Weise, den Ausgleich. Thomas Bresagk hatte einen Schuss schon pariert, als der Puck doch noch irgendwie herausrutschte und Marco Rentzsch im Nachstochern am schnellsten reagierte. Es folgte das Penaltyschießen, in dem die Berliner sofort in Führung gingen. Aber der zweite Nieskyer Torsten Schwarz glich aus, Thomas Bresagk hielt alles und Kapitän Jens Schwabe traf mit dem dritten Penalty. Der Nieskyer Jubel im Weißwasseraner Fuchsbau kannte keine Grenzen. Das dritte und entscheidende Spiel findet am Freitag, 19.30 Uhr, in Berlin statt.



Tornado: Bresagk, Wolfermann - Janke, Greulich, Becher, Rädecker, Adamsky, Wimmer - Michalk, Jandik, Schwarz, Wahne, Jankovych, Schwabe,, Brill, Leyva, Noack

Tore:
0:1 Ciganovic (3:55)
1:1 Jankovych (23:34, Greulich, Brill)
1:2 Reuter (35:47)
1:3 Tittus (36:50)
2:3 Schwarz (37:28, Schwabe)
3:3 Jankovych (44:27, Wimmer, Noack)
4:3 Jankovych (51:06, Becher, Schwabe)
4:4 Rentzsch (54:47)
5:4 Schwabe (Penalty)

Strafen: Niesky 23 + 10 (Brill) + 20 (Leyva), Berlin 26

Zuschauer: 652.
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