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Tornados feiern zwei dramatische Siege binnen 20 Stunden
02.02.09, 17:11 Uhr
Sächsiche Zeitung vom 02.02.09, Bericht Frank Thümmler

Tornado Niesky 4 (1, 1, 2) FASS Berlin 6 (2, 2, 2)
ERV Chemnitz 3 (2, 1, 0) Tornado Niesky 8 (4, 0, 4)

Tornado-Trainer Steffen Thau hatte vor dem Spiel einen Sieg gefordert, obwohl die bisherigen drei Vergleiche gegen die Chemnitzer allesamt verloren gegangen waren. Das Spiel begann auch gleich mit einem Rückschlag: Der Chemnitzer Matthias Schubert war in das Drittel der Tornados eingedrungen und überraschte nach nur 39 Sekunden mit einem Schuss aus spitzem Winkel Tornado-Goalie Thomas Bresagk, der wohl mit einem Querpass gerechnet hatte.
Ganz wichtig, dass fast postwendend der Ausgleich gelang, erzwungen von den Spielern, denen man dies am wenigsten zugetraut hatte. Richard Jandik war mit Dynamik ins Drittel der Gäste eingedrungen und zog einfach ab. Gäste-Torwart Schnelle musste prallen lassen und Igor Proskuryakow staubte ab. Es entwickelte sich dann ein schnelles, ausgeglichenes Spiel, bei dem die Tornados in eigener Unterzahl die größte Chance hatten. Jankovych spielte nach einem Break auch den Torwart aus, traf aber aus spitzem Winkel nur den Pfosten. Die Chemnitzer gingen noch in dieser Überzahl in Führung. Dem Treffer ging allerdings ein klares Foul am Nieskyer Verteidiger voraus. Der Puckeroberung der Gäste folgte ein schneller Pass vor das Tor, Seidl ließ Bresagk aus Nahdistanz keine Chance.

Das Mitteldrittel begann mit einer Druckphase der Tornados und vielen Torchancen, unter anderem auch einem Pfostenschuss. Das Tor aber wollte nicht fallen, und auf der Gegenseite nutzten die Gäste einen Konter zum 1:3. Der Anschlusstreffer gelang Marco Noack im zweiten Nachsetzen, nachdem Schnelle zweimal klasse pariert hatte. Das Chancenfestival danach ging weiter, was Trainer Thau und die Fans fast zum Verzweifeln brachte.

Durch zwei Strafen zu Ende des Mitteldrittels und zu Beginn des Schlussdrittels gerieten die Gäste in doppelte Unterzahl. Der Ausgleich fiel, als Daniel Wimmer geschossen hatte und der Puck nach Schnelle-Parade vor dem Tor liegen blieb. René Michalk schaltete am schnellsten. In einfacher Überzahl gelang dann der siegbedeutende Treffer. Sebastian Greulich fing einen Befreiungsschlag der Chemnitzer auf der blauen Linie ab, brachte den Puck wieder vor das Tor, wo Torsten Schwarz im Nachsetzen erfolgreich war. Danach galt es, noch einige Minuten zu zittern, weil die Nieskyer ihre Chancen zur Spielentscheidung nicht nutzten und Chemnitz zum Schluss alles riskierte. Aber Bresagk hielt den Sieg fest.

Tornado: Bresagk, Wolfermann - Adamsky, Becher, Greulich, Janke, Rädecker, Wimmer - Brill, Jandik, Jankovych, Michalk, Noack, Proskuryakow, Schwabe, Schwarz, Wahne

Tore:
0:1 (0:39)
1:1 Proskuryakow (2:14, Jandik)
1:2 (18:19), 1:3 (28:25)
2:3 Noack (30:55, Brill, Wimmer)
3:3 Michalk (41:26, Wimmer)
4:3 Schwarz (42:04, Schwabe, Greulich)

Strafen: Niesky 2, Chemnitz 12

Zuschauer: 470


Das Spiel beim Tabellenletzten gestern Nachmittag gehört in die Kategorie "Herzkasper". Fans und vor allem Trainer Steffen Thau waren hochgefährdet. Zunächst lief alles nach Plan. Die Nieskyer führten nach dem ersten Drittel mit 4:2, hätten zwar mehr Tore schießen müssen, aber (noch) kein Problem. Im Mitteldrittel übertrafen sich die Tornados im Vergeben klarster Chancen, trafen selbst, nachdem alles ausgespielt war, den leeren kasten nicht. So kam es, wie es in solchen Spielen immer passieren kann. Die Berliner erzielten den Anschluss und in eigener Unterzahl sogar den Ausgleich, was die Verunsicherung der Nieskyer zusätzlich erhöhte. Das 0:2 im Mitteldrittel stellte Spielverlauf und Chancenverhältnis völlig auf den Kopf.

Das setzte sich im Schlussdrittel zunächst genauso fort. Die Tornados verzweifelten vor dem Tor, die Gastgeber gingen sogar in Führung. Solche Spiele gehen normalerweise verloren. Die Nieskyer aber bäumten sich kämpferisch auf, Marco Noack versenkte den Puck dann endlich, völlig freigespielt. Der nächste Genickschlag folgte fünf Minuten vor dem Ende, die Gastgeber gingen per Bauerntrick in Führung. Spätestens jetzt sollte es um die Tornados geschehen sein. Aber Andreas Brill traf mit einem Schlagschuss unter die Latte zum Ausgleich - zuvor waren 20 viel bessere Chancen vergeben worden. Trainer Thau mahnte zwei Minuten vor Schluss zur Vorsicht: "Kein Konter mehr, lieber einen sicheren Punkt mitnehmen." Den Konter fuhr dann Marcel Leyva, der ein Solo zum viel umjubelten 7:6 anschloss. Marco Noack machte dann den Sack zu, indem er den Puck ins leere Tor (der Berliner Torwart war vom Eis) spielen konnte.



Tornado: Bresagk, Wolfermann - Adamsky, Becher, Greulich, Janke, Rädecker, Wimmer - Brill, Jandik, Leyva, Michalk, Noack, Proskuryakow, Schwabe, Schwarz, Wahne

Tore:
0:1 Schwarz (8:07, Leyva)
0:2 Jandik (9:23, Adamsky)
1:2 (10:15)
1:3 Schwabe (14:31)
1:4 Greulich (14:51, Schwabe, Schwarz)
2:4 (16:57)
3:4 (30:19)
4:4 (35:00)
5:4 (49:39)
5:5 Noack (Wimmer, Michalk)
6:5 (55:04)
6:6 Brill (55:42, Noack, Michalk)
6:7 Leyva (58:59, Schwabe)
6:8 Noack (59:52, Michalk)

Strafen: Berlin 14, Niesky 12

Zuschauer: 250
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