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Tornados unterliegen Erfurt mit einem Rumpfteam
27.01.09, 15:45 Uhr
Sächsische Zeitung vom 27.01.09 von Frank Thümmler
Mit nur elf Feldspielern kommen die Nieskyer nach einem 0:4-Rückstand wieder heran, aber es reicht nicht zum Punktgewinn.

EHC Thüringen 5 (2, 2, 1)
Tornado Niesky 2 (0, 1, 1)

Die Nieskyer waren am späten Sonntagabend (Beginn 19 Uhr) mit nur elf Feldspielern und zwei Torhütern nach Erfurt gereist und hatten sich nur wenige Chancen auf einen Punktgewinn ausgerechnet.Das Spiel begann dann auch noch unglücklich aus Nieskyer Sicht. Nach einem Wechselfehler (die Nieskyer glaubten an einen unerlaubten Weitschuss und kamen komplett zum Wechseln) hatten die Erfurter freie Bahn und erzielten durch ihren ausländischen Starspieler Robert Vavroch das 1:0 (4.). Danach blieben die Erfurter die überlegene Mannschaft, auch weil die Nieskyer permanent auf der Strafbank saßen.Schiedsrichterin im Blickpunkt

Schiedsrichterin Pencun verteilte im ersten Drittel sechs Zeitstrafen für die Tornados. "Bei den meisten wirklich für nichts. Wir wussten nicht, warum wir auf die Strafbank mussten und waren nahe dran, nicht mehr aufzulaufen, weil es so keinen Sinn macht", kommentierte Thau. In doppelter Unterzahl kassierten die Nieskyer erneut durch Vavroch das 2:0. Die Führung der Erfurter entsprach den Spielanteilen, wobei allerdings auch die Tornados einige Konterchancen hatten. Zu Beginn des Mitteldrittels mussten die Nieskyer sofort das dritte Gegentor hinnehmen, kamen danach aber besser ins Spiel. Nur das alte Problem trat wieder auf: Die Nieskyer konnten keine der vielen Chancen in einen Torerfolg ummünzen. Es folgten weitere Besuche auf der Strafbank, Marcel Leyva konnte einmal nicht an sich halten und erhielt eine Zehn-Minuten-Strafe wegen Meckerns.
Als dann nach einem schweren Fehler auch noch das 0:4 fiel, schien das Spiel gelaufen. Die Nieskyer hatten einen gerade von der Strafbank kommenden Erfurter übersehen, ihn quasi angespielt. Der lief alleine durch, legte im richtigen Moment auf Vavroch ab und der traf. Verteidiger Sven Becher ärgerte sich so über das Gegentor, dass er mit dem Schläger aufs Eis schlug-und dafür eine Zehn-Minutenstrafe bekam. Allerdings verteilte die Schiedsrichterin jetzt, wo das Spiel vermeintlich entschieden war, auch auf der anderen Seite Strafen und gab für einen angeblichen Schlittschuhtritt eine Matchstrafe. In der fünfminütigen Überzahl erkombinierten die Tornados zwei Treffer, den ersten durch Torsten Schwarz aus Nahdistanz noch vor der Drittelpause, den zweitendurch einen Direktschuss von Andreas Brill danach. Die Nieskyer hatten danach mehrfach den Anschlusstreffer auf dem Schläger-aber das alte Lied. Als die Tornados dann drei Minuten vor Ende erneut in Überzahl gerieten, nahm Trainer Thau den Torwart Thomas Bresagk vom Eis. Aber statt des Anschlusstreffers verloren die Nieskyer den Puck und Erfurt netzte zum 5:2 Endstand ein. Um 2:30 Uhr waren die Tornados wieder zu Hause, um 4:45 Uhr klingelte bei den Ersten schon wieder der Wecker!

Tornado: Bresagk, Wolfermann, Greulich, Becher, Rädecker, Wimmer, Michalk, Schwarz, Wahne, Schwabe, Brill, Leyva, Noack
Tore: 1:0 Vavroch (3:31), 2:0 Vavroch (19:24), 3:0 Donelly (21:03), 4:0 Vavroch (37:46), 4:1 Schwarz (38:57, Assist Schwabe), 4:2 Brill (43:53, Wimmer) 5:2 Otte (57:49)
Strafen: Erfurt 26+40; Niesky 24+10 (Leyva) + 10 (Becher)
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