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Nieskyer Tornados holen in zwei Spielen zwei Punkte
01.12.08, 15:45 Uhr
Sächsische Zeitung vom 01.12.08, Bericht Frank Thümmler

Jonsdorfer Falken 3 (1, 0, 2) Wild Boys Chemnitz 5 (2, 2, 1)
Tornado Niesky 4 n. P. (1, 0, 2) Tornado Niesky 3 (2, 1, 0)

Die Jonsdorfer Falken erwiesen sich am Freitagabend als der erwartet schwere Gegner, liefen auch mit den Förderlizenzspielern Lehnigk, Ortolf und Kohl auf. Ihnen war anzumerken, dass sie endlich den Bock umstoßen und den ersten Sieg gegen Niesky feiern wollten. Und die Gastgeber waren am Ende ganz nah dran an ihrem Ziel.
Den besseren Start in die Partie hatten allerdings die Tornados erwischt und gingen in eigener Überzahl in Führung. Danach verpassten es die Nieskyer aber, diesen knappen Vorsprung auszubauen. Immer wieder scheiterten sie auch am starken Falken-Torwart Benjamin Dirksen. Die Falken kamen gegen Ende des ersten Drittels etwas auf und erzielten den etwas schmeichelhaften Ausgleich. Ortolf hatte in Überzahl von der blauen Linie abgezogen, Kohl den Puck abgefälscht. Das zweite Drittel begannen die Gastgeber mit dem Schwung des Ausgleichstreffers. Die Nieskyer dagegen hatten ihren Spielfaden verloren, überstanden aber diese kritische Phase ohne Gegentor. "Nach ein paar Minuten aber haben wir uns wieder gefunden und den Spieß umgedreht. Aber Tore zählen, und die vermochten wir nicht zu erzielen", sagte Tornado-Trainer Steffen Thau. Auf der anderen Seite musste der wieder mit alter Stärke haltenden Tornado-Torwart Thomas Bresagk bei den Kontern der schnellen Falken auf der Hut sein.

Das Schlussdrittel war dann an Rasanz und Spannung kaum zu überbieten. Die Tornados gingen durch Dennis Melchior in Führung und suchten dann in eigener Überzahl die Entscheidung. Dabei liefen sie aber in einen Konter der Jonsdorfer durch Markus Lehnigk, der nur noch durch ein Foul am Torerfolg zu hindern war. Den fälligen Penalty versenkte der Weißwasseraner Stürmer selbst.

Die Tornado gingen wenig später nach einer 2:1-Situation mit Torsten Schwarz und Jens Schwabe erneut in Führung, aber auch das reichte nicht. Die Falken kamen noch einmal zurück und erzielten durch Michael Pesek das 3:3. In den verbleibenden vier Minuten suchten beide Mannschaften den Erfolg nicht mehr mit letzter Konsequenz.

Im fälligen Penaltyschießen trafen Stefan Ortolf für Jonsdorf (Lehnigk und Havlik scheiterten), auf Seiten der Tornados brachte einzig Andreas Brill den Puck im Tor unter, während Daniel Wimmer und Jens Schwabe das nicht schafften. Der vierte Schütze entschied. Während Ortolf diesmal Bresagk nicht überwinden konnte, traf Andreas Brill erneut und verhalf so seinem Team zum zweiten Auswärtspunkt in diesem Spiel,

Jonsdorf: Dirksen, Schröder - Havlik, Vait, Ganer, Wolters, Klante, Reichardt - Lehnigk, Ortolf, Kohl, Hähnel, Pesek, Görlitz, Sharapa, Landgraf, Kohls, Schupp, Groba

Tornado: Bresagk, Wolfermann - Adamsky, Becher, Greulich, Janke, Rädecker, Wimmer - Brill, Jandik, Leyva, Melchior, Noack, Papproth, Proskuryakow, Schwabe, Schwarz, Wahne

Tore: 0:1 Wahne (6:56, Assist: Wimmer, Bresagk)1:1 Kohl (19:10, Ortolf, Lehnigk)1:2 Melchior (47:39, Wimmer)2:2 Lehnigk (51:13, Penalty)2:3 Schwabe (52:01, Schwarz, Leyva)3:3 Pešek (56:03, Sharapa, Hähnel)3:4 Brill (60:00, Penalty)

Strafen: Falken (16 + 10 Lehnigk), Tornado 12

Zuschauer: 765



Gestern Abend stand dann das schwere Spiel in Chemnitz an. Bei einem Sieg konnten die Wild Boys wieder die Tabellenspitze übernehmen. Der gelang den Gastgebern am Ende auch gegen sich lange wehrende Nieskyer, die allerdings auch mit den Entscheidungen des Schiedsrichters haderten, der das dritte Tornado-Spiel in Folge pfiff.

Das Spiel begann nicht so, wie es sich die Tornados gewünscht hatten. Die Chemnitzer gingen schnell in Führung. Danach machten die Nieskyer Druck, trafen Pfosten und Latte, aber eben nicht ins Tor. Stattdessen fiel der zweite Treffer für die Wild Boys. Die Tornados zeigten sich allerdings wenig geschockt, kamen durch zwei Überzahltore von Torsten Schwarz noch vor der Drittelsirene zum Ausgleich.

Entscheidend für den Ausgang der Partie waren dann die ersten zehn Minuten des Mitteldrittels. "Wir saßen andauernd auf der Strafbank und wussten zum Teil nicht, warum", schimpfte Thau noch nach dem Spiel. Die Chemnitzer nutzten das, kamen in 5:4- und 5:3-Überzahl zu zwei Treffern. Trotzdem war noch etwas drin für die Nieskyer, erst recht, nachdem Jens Schwabe in eigener Überzahl den Anschlusstreffer zum 3:4 erzielt hatte. Bei einigen Chancen der Chemnitzer hielt Torwart Thomas Bresagk sein Team im Spiel.

Das Schlussdrittel begannen die Nieskyer mit dem Willen, das Spiel noch zu drehen. Chancen dazu waren da. Aber dann fiel bei erneuter Überzahl der Chemnitzer das 5:3. "Dem war ein superklares Abseits, mindestens ein Meter, vorausgegangen", schimpfte Thau. Inder Schlussphase versuchten die Nieskyer noch einmal alles, nahmen bei 5:3-Überzahl auch den Torwart aus dem Tor, aber es sollte nicht mehr sein. Die Chance zur Revanche bietet sich am kommenden Sonnabend.

Tornado: Bresagk, Wolfermann - Adamsky, Becher, Greulich, Janke, Rädecker, Wimmer - Brill, Jandik, Leyva, Melchior, Noack, Proskuryakow, Schwabe, Schwarz, Wahne

Tore: 1:0 (5.)2:0 (14.)2:1 Schwarz (17.)2:2 Schwarz (20.)3:2 (24.)4:2 (27.)4:3 Schwabe (33.), 5:3 (48.)

Strafen: Chemnitz 24, Tornado 26
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