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Tornados laufen nach katastrophalem Drittel dem Rückstand vergeblich hinterher
24.11.08, 16:38 Uhr
Sächsische Zeitung vom 24.11.08, Beitrag Frank Thümmler

Tornado Niesky 4 (0, 3, 1)
Preussen Jun. Berlin 8 (5, 2, 1)

Nach dem ersten Drittel trauten die Zuschauer im Nieskyer Waldstadion ihren Augen nicht: Ihr Tornados lagen mit 0:5 zurück. "Ich habe bis heute keine Erklärung dafür, was da passiert ist, Wir haben gespielt, als ständen wir das erste Mal in dieser Saison auf dem Eis. Dabei hatten wir doch eine Woche zuvor beim gleichen Gegner bewiesen, dass wir es können", wunderte sich noch einen Tag später Trainer Steffen Thau. In Berlin hatten die Nieskyer nach zwei Dritteln 3:0 geführt, aber im Heimspiel ging erst einmal nichts, obwohl der Kader mit der Rückkehr von Sebastian Janke und Dennis Melchior sogar noch breiter geworden war.
Die Berliner verspürten aber in den ersten 20 effektiven Spielminuten kaum Gegenwehr, zudem hatte Tornado-Goalie Thomas Bresagk einen rabenschwarzen Tag erwischt.

Die Standpauke des Trainers in der Drittelpause hatte seine Wirkung. Die Nieskyer zweigten in dem fast schon verlorenen Spiel endlich körperliche Präsenz, spielten jetzt auch sehenswert nach vorn. Andreas Brill erzielte nach einem Traumpass von Daniel Wimmer das 1:5. Sebastian Greulich hatte kurz danach nach einem Solo den zweiten Treffer auf dem Schläger. Aber dann ließ Bresagk einen "Flatterpuck" passieren. Die Nieskyer gaben nicht auf, Jens Schwabe legte für Torsten Schwarz auf, der aus Nahdistanz traf. Aber wieder kamen die Tornados nicht wirklich heran. Thomas Bresagk kassierte den nächsten unglücklichen Gegentreffer und verließ danach entnervt das Tor. Robert Wolfermann kam ins Spiel und machte seine Sache gut. Die Tornados drückten weiter, Melchior traf zum 3:7 und mehrfach lag den Zuschauern der Torschrei auf den Lippen. Ein Tor mehr vor der Drittelsirene hätte mehr Hoffnung gemacht. "Ich hatte vor dem Schlussdrittel trotzdem noch welche, erst recht, nachdem uns so schnell das 4:7 gelungen war", sagte Thau. Dennis Melchior hatte den Puck mit einem Schlagschuss aus drei Metern ins Tor gehämmert. Aber dann kamen der Schnee - ein Eishockey-Spiel war kaum noch möglich - und eine Vielzahl von Strafen, die zum großen Teil zumindest fragwürdig waren. Nach der 47. Minute erhielten die Tornados sieben Zwei-Minuten und drei Zehn-Minuten-Disziplinarstrafen. Manchmal war kaum ersichtlich warum oder - bei einer Schlägerei, weshalb kein Berliner mit auf die Bank muss. So waren die winzigen Chancen natürlich dahin. Nach einer Eiserneurung rutschte dann auch der Puck wieder. Ärgerlich war, dass Goalie Wolfermann auch noch seinen, nicht unhaltbaren Gegentreffer kassierte. "Das Spiel haben wir eindeutig im ersten Drittel verloren", kommentierte Thau.



Tornado: Bresagk, Wolfermann - Janke Adamsky, Becher, Greulich, Rädecker, Wimmer, Schichholz - Brill, Melchior Leyva, Noack, Papproth, Proskuryakow, Schwabe, Schwarz, Wahne

Tore:
0:1 Krüger (1:13)
0:2 Konietzky (5:44)
0:3 Hurbanek (8:37)
0:4 Scherz (17:04)
0:5 Krüger (19:04)
1:5 Brill (21:07, Wimmer, Rädecker)
1:6 Scherz (27:29)
2:6 Schwarz (28:33, Schwabe, Brill)
2:7 Reula (30:57)
3:7 Melchior (35:40, Noack, Wimmer)
4:7 Melchior (43:12, Rädecker, Schicholz)
4:8 Rentzsch (58:19)

Strafen: Niesky 20 + 30, Berlin 20 +10

Zuschauer: 577
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