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Tornados gelingt der Heimauftakt
10.11.08, 19:20 Uhr
Sächsiche Zeitung vom 10.11.08, Bericht Frank Thümmler

Tornado Niesky 8 (2, 2, 4)
Black Dragons Erfurt 2 (0, 1, 1)

Tornado-Trainer Steffen Thau hatte ein spannendes, heiß umkämpftes Match versprochen - und konnte am Ende dieses Versprechen nicht einlösen. Zu deutlich hatte seine Mannschaft die Erfurter im Griff, das Spiel war spätestens mit dem 4:1 im zweiten Drittel entschieden. "Die Erfurter haben erst am Freitag den bisherigen Spitzenreiter Chemnitz bezwungen und waren mit allen wichtigen Spielern hier. Ich hätte nie mit einem so klaren Erfolg gerechnet", war der Trainer nach dem Spiel selbst erstaunt.
Dabei lief in seinen Reihen längst noch nicht alles rund. Nach dem ersten Drittel hätten die Nieskyer schon deutlicher als 2:0 führen müssen. Die Erfurter begannen zwar mit viel Enthusiasmus, aber so richtig gefährlich wurden sie nicht. Das erste Überzahlspiel nutzten die Tornados gleich zum 1:0. Verteidiger Sebastian Janke traf gleich bei seiner Premiere auf Nieskyer Eis. Als dann Torsten Schwarz auf 2:0 erhöht hatte, gerieten die Nieskyer für fast zwei Minuten mit 3:5 in Unterzahl. Aber, was da die Erfurter boten, war eigentKurz vor der Drittelsirene mussten zwei Erfurter gleichzeitig vom Eis und Alles rechnete mit einer schnellen Vorentscheidung. Aber weit gefehlt: Den Nieskyern gelang ihrerseits mit dieser Überzahl auch nichts, und just in dem Moment, als die beiden Erfurter wieder aufs Eis zurückkamen, verloren die Tornados den Puck. Die Erfurter liefen zu zweit auf den wieder zuverlässigen Torwart Thomas Bresagk zu und erzielten den Anschlusstreffer.

Als wenig später Greulich auf die Strafbank musste, hatte man für einen kurzen Moment das Gefühl, dass jetzt die Partie kippen könnte. Aber das passierte nicht. Schon in der Unterzahl hatte Schwarz eine Riesenchance, zirkelte den Puck aber aus zwei Metern über das Tor. Wimmer zeigte dann mit einem Solo über die gesamte Eisfläche seine Klasse, scheiterte nur knapp am Torwart. In der nächsten Nieskyer Überzahl dann musste erst einmal Bresagk auf der Hut sein. Er parierte stark, als ein Erfurter infolge eines katastrophalen Fehlpasses an der eigenen blauen Linie eine optimale Schusschance hatte.

Andreas Brill trifft vierfach
Dann aber kam die große Zeit des jungen Andreas Brill. Der 21-jährige Stürmer entschied das Spiel mit vier Treffern in Folge fast im Alleingang, hatte einfach immer wieder die "Kelle" an der richtigen Stelle oder nutzte entschlossen seine Chance. Erst reagierte er nach einem Abpraller nach einem Distanzschuss am schnellsten, dann erfasste er die Situation bei einer 5:3-Überzahl gut, lief aus der Ecke allein Richtung Tor und traf aus spitzem Winkel. Der Torwart hatte wohl mit einem Pass gerechnet. Im Schlussdrittel dann profitierte er erst von der starken Vorarbeit von Marco Noack, der sich den Puck im gegnerischen Drittel erkämpfte und dann auf Brill ablegte, und beim vierten Streich fälschte Brill einen Rädecker-Flachschuss geschickt ins Tor ab. "Der Andreas ist ein technisch guter Spieler, der vor dem Tor oft zu viel rumzockt. Vielleicht ist ja jetzt der Knoten geplatzt. Mir würde es gefallen", kommentierte Trainer Thau.

Das Spiel war damit entschieden, zumal sich die Gäste in der Schlussphase durch dumme Strafen (wegen Spucken und Stockstich) selbst schwächten. Die Tornados erhöhten auf 8:1, bevor die Gäste Bresagk noch einmal überwinden konnten. Steffen Thau lobte vor allem die läuferische Bereitschaft in seiner Mannschaft, ist aber in Gedanken schon bei den Berliner Preussen, wo die Tornados am Freitag spielen.



Tornado: Bresagk, Wolfermann - Adamsky, Becher, Greulich, Janke, Rädecker, Wimmer - Brill, Jandik, Leyva, Noack, Papproth, Proskuryakow, Schwabe, Schwarz, Wahne

Tore:
1:0 Janke (9:09, Assist: Proskuryakow, Adamsky)
2:0 Schwarz (13:03, Schwabe, Leyva)
2:1 Hofmann (21:22)
3:1 Brill (30:05, Wimmer, Greulich)
4:1 Brill (34:43, Schwarz, Noack)
5:1 Brill (44:37, Noack, Rädecker)
6:1 Brill (Rädecker, Wimmer)
7:1 Papproth (52:07, Proskuryakow, Janke)
8:1 Schwarz (59:05, Schwabe, Leyva)
8:2 Fischer (59:23)

Strafen:
Niesky 18, Erfurt 14 + 5+20 (Nickel) + 25 (Schmidt)

Zuschauer: 663
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