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Tornados gewinnen Wasserspiele
29.01.08, 01:37 Uhr
Sächsische Zeitung vom 28.01.08, Beitrag Frank Thümmler

Tornado Niesky 9 (3, 4, 2)
REV Bremerhaven 1b 3 (1, 1, 1)

Dauerregen in Niesky - der Albtraum für den Eishockeyverein wurde zum zweiten Mal hintereinander war. 242 unentwegte Zuschauer kamen trotzdem - Hut ab! Vereinspräsident Joachim Sauer brachte es trotzdem auf den Punkt: "Es muss endlich eine Lösung her, zumindest eine Aussage. So jedenfalls können wir Eishockey auf vernünftigem Niveau nicht mehr lange bieten. Übrigens auch finanziell nicht. Das Eintrittsgeld der 500 Zuschauer, die sonst vielleicht mehr gekommen wären, fehlt uns natürlich auch in der Kasse."

Das Spiel selbst begann unter fast irregulären Bedingungen. Der Puck glitt nicht über das Eis, sondern rutschte fast in Zeitlupe durch das Wasser. Die Nieskyer verloren aus diesem Grund gleich den Puck am eigenen Tor, ein Querpass später stand es 0:1. Mit dem Willen, immer nachzusetzen, drehten die Tornados aber schnell das Spiel und erzielten im ersten Drittel drei Tore. Zwischendurch hörte man die Bremerhavener auf ihrer Bank ob der für sie sicherlich einmaligen Bedingungen immer wieder lachen.

Das Mitteldrittel begann mit Verspätung, weil die Eismeister alles taten, um möglichst viel Wasser vom Eis zu bekommen. Dann gab es einige Kuriositäten: Die Gäste kamen zum Anschlusstreffer, als Sebastian Greulich den Puck ins gegnerische Drittel spielte und danach alle fünf Nieskyer gleichzeitig wechselten. Die Bremerhavener waren mit dem Puck vor dem Nieskyer Tor, bevor die Tornados eingreifen konnten. Dann schaffte die mit Daniel Wahne ergänzte tschechische Reihe das Kunststück, während eines Wechsels drei Tore zu erzielen, in 42 Sekunden Nettospielzeit. Besonders extravagant: Voleks Torjubel als Kanufahrer. Weitere 35 Sekunden später stand es nach einem Treffer von Dennis Melchior 7:2, spätestens da war die Entscheidung gefallen. Der Regen hatte inzwischen auch nachgelassen, hörte zwischenzeitlich sogar auf.

Das Schlussdrittel begann mit einem der schnellsten Tore: Nach zehn Sekunden stand es 8:2. Dennis Melchior war allein vor dem Tor aufgetaucht. Seinen Schuss konnte der Gästetorwart noch parieren, aber "Theo" Schwabe war im Nachschuss zur Stelle. Danach erzielte jedes Team noch einen Treffer. Statt des zehnten Nieskyer Tores bekamen die Zuschauer dann einige Kampfsporteinlagen zu sehen. Die Tornados agierten meist in Unterzahl und verloren Sven Becher mit einer Spieldauerstrafe für das nächste Spiel am kommenden Sonntag gegen FASS Berlin.

Interessant am Rande: die dritte Reihe mit Jandik, Schicholz, Papproth, Kamarid und den 1b-Spielern Schulze und Hennersdorf erhielt relativ viel Eiszeit, hatte aber doch einige Probleme und kassierte vor allem eine ganze Reihe von Strafzeiten - aber nur so lernen diese Spieler.



Tornado: Bresagk, Morawitz - Becher, Greulich, Wahne, Hnidek, Schulze, Schicholz - Leyva, Schwabe, Melchior, Hlavnicka, Hudec, Volek, Jandik, Papproth, Kamarid, Hennerdorf

Tore: 0:1 (0:50)
1:1 Hnidek (3:42, Assist Hudec)
2:1 Leyva (10:26, Schwabe)
3:1 Melchior (18:30, Greulich)
3:2 (28:14)
4:2 Volek (34:46, Melchior, Becher)
5:2 Hudec (35:02, Hlavnicka)
6:2 Volek (35:28, Hudec, Hlavnicka)
7:2 Melchior (36:07, Schwabe)
8:2 Schwabe (40:10, Melchior)
8:3 41:26)
9:3 Hudec (51:20, Hlavnicka)Zuschauer: 242
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