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Niesky startet mit Sieg in die Meisterrunde
14.01.08, 14:00 Uhr
Die Tornados verteidigen in einem dramatischem Schlussdrittel ihren Vorsprung gegen die Berliner Preussen.

Sächsische Zeitung vom 14.01.08
von Frank Thümmler

Tornado Niesky 6 (0, 2, 4)
ECC Preussen Berlin 3 (0, 0, 3)

Die Nieskyer Tornados sind optimal in die Meisterrunde der Regionalliga gestartet. Mit einer begeisternden Leistung wurde der zweite der Vorrunde Ost, die Preussen aus Berlin, mit einer 6:3 - Niederlage nach Hause geschickt. Dabei waren die Nieskyer keineswegs als Favoriten gegen die mit Aufstiegsambitionen und einem 4:0 Sieg gegen den EC Timmendorfer Strand in die Meisterrunde gestarteten Berliner ins Spiel gegangen....Die Voraussetzungen für die Nieskyer waren auf der anderen Seite fast optimal. Trainer Steffen Thau konnte bis auf Dennis Melchior auf die komplette Mannschaft zurückgreifen, konnte also auch die komplette, tschechische Reihe aufbieten. Das war bis Anfang der Woche noch nicht sicher, da die jetzt von der Ligenleitung durchgestetzte Regel für diesen Fall sechs U23-Spieler auf dem Protokoll fordert. Bis Montag hatten die Tornados nur vier im Kader, gestern aber saßen David Hennersdorf und David Schulze mit auf der Bank und hatten so auch ohne eine Sekunde Eiszeit ihren Anteil am Mannschaftserfolg.

Besserer Chancen für Niesky

Die Zuschauer sahen dann ein rasantes, gutklassiges erstes Drittel, allerdings ohne Tore. Einem Treffer waren die Gastgeber allerdings näher als die Preussen. Michel Groba hatte nach einem Querpass einen Meter vor dem Tor den Schläger am Puck, konnte ihn aber nicht über die Linie drücken (3.).
Marcel Leyva bekam die Scheibe nach einem katkstrophalen Fehler eines Berliner Verteidigers einen Meter vor dem Tor serviert, übersah aber den völlig freien Nebenmann und scheiterte am Torwart (13.). Und Jaro Hlavnicka traf kurz vor dem ersten Seitenwechsel nur den Pfosten. Die Berliner ihrerseits tauchten auch einige Male gefährlich vor dem Nieskyer Tor auf, fanden aber immer wieder im großartig haltenden Thomas Bresagk ihren Meister.
Im Mitteldrittel brach dann die erste Tornado-Reihe den Bann. Sebastian Greulich war "mit Dampf" in das Angriffsdrittel eingetrungen, hatte auf "Theo" Schwabe abgelegt. Dessen Schuss konnte der Gästetorwart nur abprallen lassen, Marcel Leyva war zur Stelle und drückte ihn über die Linie (29.).
In Überzahl erhöhten die Nieskyer dann auf 2:0. Sven Becher hatte quer auf Sebastian Greulich abgelegt. Der Verteidiger bereitete sich mit einem satten Distanzschuss selber das schönste Geschenk zum 25. Geburtstag.

Tore im Minutentakt

Im Schlussdrittel überschlugen sich die Ereignisse. Nachdem die Nieskyer aus dem Nichts den Anschlusstreffer hinnehmen mussten (ein springender Puck überraschte Goalie Thomas Bresagk), spielte Torsten Schwarz den Kapitän "Theo" Schwabe mustergültig frei, 3:1. Die Preussen kamen nach einem Durcheinander in der Nieskyer Abwehr erneut zum Anschlusstreffer, die Tornados konterten durch einen Handgelenkschuss des starken Hnidek zum 4:2.
Wenig später war es aber nur noch Ein-Tor-Vorsprung. Die Berliner benötigten in einer Überzahl gerade einmal fünf Sekunden, um den Puck ins Tor abzufälschen. Dann kam ein weiterer großer Auftritt von Jens Schwabe. In einer 2:1-Situation wartete er bis zum allerletzten Moment mit dem Abspiel, dann hatte Torsten Schwarz keine Mühe mehr.
Die Berliner warfen in den verbleibenden drei Minuten noch einmal alles nach vorn, die Tornados verteidigten mit Mann und Maus, warfen sich in die Schüsse der Berliner. Als die ihren Goalie vom Eis genommen hatten, schaffte Jakub Volek mit einem Schuss ins leere Tor die endgültige Entscheidung.
Trainer Steffen Thau sagte nach dem Spiel: "Ich hätte nie gedacht, dass wir heute gegen die Preussen gewinnen. Die waren im Rhythmus, hatten die Spiele gegen Schönheide und gegen Timmendorf. Bei uns hat Dennis Melchior gefehlt, Torsten Schwarz war drei Wochen nicht auf dem Eis und Jaro Hlavnicka hat angeschlagen gespielt. Ein Riesenkompliment an mein Team".

Tornado: Bresagk, Morawitz, Greulich, Becher, Hnidek, Svatos, Wahne, Schichholz, Schwabe, Schwarz, Leyva, Hlavnicka, Hudec, Volek, Michalk, Groba, Jandik, Papproth, Schulze, Hennersdorf

Tore 1:0 Leyva (28:22, Assist: Greulich, Schwabe), 2:0 Greulich (34:22, Schwabe, Becher), 2:1 Frischken (43:02), 3:1 Schwabe (46:35, Schwarz, Leyva), 3:2 Hurbanek (52:27), 4:2 Hnidek (53:54, Hlavnicka, Svatos), 4:3 Murray (54:12), 5:3 Schwarz (55:21, Schwabe, Becher), 6.§ Volek (59:28)

Zuschauer: 670

Strafen: Niesky 10 Min., Preussen 8 Min.
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(Stand: 15.12.19, 20:11 Uhr)
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