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Finale… oho… Finale… ohohoho… - Ärger über verdrehte Endspielansetzung
02.03.20, 20:03 Uhr
Ach wie schön wäre es, wenn Teil 1 unserer heutigen Überschrift aus Nieskyer Sicht für das Finale der Playoffs 2020 der Regionalliga Ost gelten würde. Dort stehen seit gestern Abend mit Titelverteidiger Schönheider Wölfe und Oberliga-Absteiger ECC Preussen Berlin zwei andere Clubs - die Stärksten in dieser Saison. Hochverdient "fegten" sprichwörtlich beide Vereine mit einem sog. Sweep (3:0 Siege in der Serie) die sehr gute Konkurrenz aus Chemnitz (Crashers) und Berlin (Akademiker) vom Eis.

Für die blau-gelben Farben hieß es dieses Jahr leider nur zuschauen. Als kleines Trostpflaster locken nun die zwei Endspiele um den Regionalliga-Ost-Pokal. Der Mini-Wettbewerb mit "Goldene Ananas"-Charakter fand (findet) bekanntlich ohne die Top-Teams statt und hat daher nur einen stark begrenzten sportlichen Wert. Das wissen natürlich auch die Tornados. Trotzdem oder erst recht nahm (nimmt) man sich der Sache sehr ehrgeizig an.

Im Modus Best of 2 oder einfacher gesagt im Fußball-Europapokal-Modus mit Hin- und Rückspiel starteten die Regionalligisten der Plätze 5 - 8 vor 9 Tagen in die "Zusatzrunde". Dabei durften die in der Liga besser platzierten Teams aus Niesky (5.) und von den Eisbären Juniors Berlin (6.) zuerst auswärts antreten, um im Rückspiel vor eigenem Publikum einen evtl. Einzug ins Finale klarzumachen. Dies gelang beiden auch überzeugend.

Der ELV setzte sich am Samstagabend im Rückspiel vor mehr als 500 Zuschauern deutlich mit 9:2 (2:0, 4:2, 3:0) gegen die Eislöwen Juniors aus Dresden durch. Wie schon so oft gegen Elbflorenz, wurde aus einem Match auf Augenhöhe mit fortschreitender Zeit eine klare Sache für den Favoriten. Spätestens ab dem Mittelabschnitt zeigten sich die Gastgeber sehr torhungrig und krönten schöne Angriffszüge mit noch schöneren Treffern. Das es nicht zweistellig wurde, hatten die Gäste dabei ihrem Schlussmann Stula zu verdanken, der mit super Paraden das Schlimmste verhinderte. Morawitz im Nieskyer Gehäuse (diesmal als Solist in der Aufstellung) und das gesamte Team der Hausherren erwischten zur Freude des Publikums einen starken Tag. Ein Tor mehr hätte übrigens neuen Rekord in den direkten Duellen bedeutet - das wusste man auf der Trainerbank wahrscheinlich nicht.

Als Torschützen zeichneten sich Greulich, Dudda (2), P. Riedel, Frömter, Brill, Pohling, Fabian und Wimmer aus. Für Dresden trafen Eberth und Bertholdt.

Nun stehen also die Pokal-Finalspiele gegen die jungen Eisbären aus Berlin an und hier beginnt das Ärgernis…

Entgegen aller Logik müssen die Tornados als bester Hauptrundenplatzierter der Liga das Hinspiel zu Hause austragen. Für den 7. März, 18.30 Uhr ist die Partie im Eisstadion Niesky avisiert. Die Titelvergabe erfolgt dann eine Woche später am 14.03.2020 um 13.00 Uhr im Wellblechpalast der Hauptstadt.

Die fehlerhafte Ansetzung beweist erneut, dass auch unter dem neuen Ligenleiter Alexander Hedderich wenig Konsequenz bezüglich Modi und Wettbewerbsregularien besteht und das in einem Mini-Wettbewerb mit 4 Clubs. Selbst wenn der ELV-Vorstand um den Tausch von Hin- und Rückspiel gebeten hätte – WAS WIR NICHT WISSEN – so hätte Hedderich diesen ablehnen müssen.

Zum Einen gibt es eistechnisch keinerlei Gründe für den Tausch. Der Belegungsplan des Eisstadions weist aktuell Eiszeiten bis zum 29.03.2020 aus. Zum Zweiten werden die treuen Nieskyer Fans wieder einmal (!) um eine sehr wahrscheinliche Pokalübergabe mit anschließender kleiner Feier mit ihrer Mannschaft gebracht. Denn machen wir uns nichts vor…. Niesky ist absoluter Top-Favorit.

In den letzten 15 Jahren gingen alle Meisterschalen am Publikum der großen Kreisstadt vorbei. 2006 gewann man die Meisterschaft in der Verbandsliga Nord/Ost in Hamburg. Danach gab es keine einzige Heimpartie mehr – nur noch 3 Auswärtsspiele. 2016 holte man den Regionalliga-Ost-Titel gegen den ESC Dresden 1b wegen des Stadionneubaus in Weißwasser. 2017 versäumte es der SEV überhaupt eine Meisterschale zu überreichen. Beim entscheidenden Spiel gegen Chemnitz (ebenfalls in Weißwasser) erschien kein Verbandsverantwortlicher. Der Pott wurde nach einem offenen Protestbrief des ELV-Vorstandes viel später nachträglich in der ehem. Nieskyer Gaststätte „Zur Weintraube“ ohne (!) Fans verliehen. 2018 schließlich machten die Tornados den Titel in Schönheide perfekt und konnten "nur" mit den Auswärtsfans feiern. Auch hier kam der Pott nachträglich nie an die heimische Öffentlichkeit.

So geht die unverdiente Warterei der Anhänger weiter, die letztmalig am 05.03.2005 einen Siegerpokal (damals Hockeyweb-Pokal) im heimischen Stadion zu Gesicht bekamen. Schade - Mannschaft und Zuschauer hätten es so verdient gehabt!

Foto: ©Ines Reimann
Kommentare
#7 10.03.20, 14:39 Uhr von SchlauerFuchs
@Alfi81 Glückwunsch zur Wunscherfüllung. ;-) Hoffentlich wird das Match auch so erfreulich, wie du hoffst. Nach dem Desaster (nicht sportlich!) vom Samstag ist die spannende Frage, welche Spieler noch dabei sind.
#6 10.03.20, 14:35 Uhr von SchlauerFuchs
... gegen die USG Chemnitzer RSC (1999/2000) 1836 Zuschauer und gegen den ESC Saale Teufel Halle (2000/2001) 1869 Zuschauer. Zum letzten Ohne-Dach-Spiel sprach die OB sogar von 2000 Fans, die im Jahr 2000 zumindest inoffiziell einmal erreicht wurden. :-D
#5 10.03.20, 14:31 Uhr von SchlauerFuchs
@DetroitRedWingsCanada Ja die Holzmichel-Zeiten waren stimmungsmäßig großartig. In Schönheide haben sie nach jedem Tor "So geht der Hammer und der Hammer..." gespielt. ;-) Die beiden Rekordspiele (zuschauermäßig) lagen im Jahr 2000...
#4 05.03.20, 17:13 Uhr von Alfi81
Und manchmal, wenn man sich etwas ganz ganz dolle wünscht, dann geht es auch in Erfüllung. :-) Das Rückspiel findet nun wohl am 15.03. (Sonntag) um 16Uhr statt.
#3 04.03.20, 12:51 Uhr von DetroitRedWingsCanada
Danke für den sehr informativen Artikel... 2005 HockeyWeb-Pokal, das sind ja fast die alten Zeiten von 1886 Zuschauern beim "Holzmichel-Song"... Wisst Ihr eigentlich noch, wann das war? Das müsste ein Heimspiel gegen Halle gewesen sein, oder?
#2 03.03.20, 20:40 Uhr von Murks
da die spiele offensichtlich von dem newcomer falsch angesetzt sind, bekommen beiden jeweils ne 0:5 wertung und dann entscheidet das los aufm rummel vom rothenburger sommerfest, melanie müller soll die glücksfee sein, also doch keine sommerpause alfi81
#1 03.03.20, 18:59 Uhr von Alfi81
Das is echt mal wieder traurig und schlecht "geplant". Mich ärgert vorallem die Ansetzung Samstag um 13:00Uhr! Hatte mich so gefreut das die Tornados nochmal nach Berlin kommen aber wer hat denn um 13Uhr schon Feierabend? Wünsche ne schöne Sommerpause :(
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Sa, 29. Februar 2020 1 2 3   Erg.
Tornado Niesky 2 4 3   9
ESC Dresden 1b 0 2 0   2

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