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Für Euch nachgefragt ... bei Jens "Theo" Schwabe
04.01.08, 19:09 Uhr
Vor dem Derby-Heimspiel in der letzten Woche gegen Jonsdorf befragten wir unseren Kapitän u.a. zu den Aufgabenstellungen der zweiten Saisonhälfte. Hier das Gespräch mit ihm. Am Sonnabend in Jonsdorf war es eng. Heute wird's ein klarer Sieg, oder?
Davon gehe ich aus. In Jonsdorf hat einiges nicht gepasst. Das Eis dort war komisch, irgendwie weich und zu langsam, die Atmosphäre in der Halle war ungewohnt, und vor allem hat es in unseren Köpfen nicht gestimmt. Diesmal wissen wir schon vor dem Spiel, dass 80 Prozent nicht ausreichen, auch gegen Jonsdorf nicht. Wir müssen einfach unsere 100 Prozent abrufen - gerade zu Hause, mit dem tollen Publikum im Rücken, mit dieser Zusatzmotivation. Wenn uns das gelingt, hat Jonsdorf keine Chance.
Du kennst ja einige Spieler der Jonsdorfer. Gab es in der Sparkassenarena ein großes Hallo?
Natürlich. Außer den drei Tschechen haben ja fast alle in Weißwasser mit dem Eishockey begonnen, mit einigen haben wir in der vergangenen Saison oder auch vor zwei Jahren zusammengespielt. Schulle, der heute wohl im Tor der Falken stehen wird, kommt ja sogar aus Niesky. Aber mit dem Anpfiff ist das für die gut zwei Stunden, die das Spiel dauert, vergessen. In ihrem Bericht haben euch die Jonsdorfer als Oldie-Truppe bezeichnet, die vor allem wegen ihrer Routine gewonnen hat. Dein Kommentar?
Das kann ich nicht nachvollziehen. Thomas im Tor, Jaro und Josef sind über 40. Dann komme ich, der nächste ist schon Torsten Schwarz mit knapp über 30, der Rest, also der Großteil der Mannschaft, ist Mitte 20 und jünger. Oldie-Truppe ist also Quatsch. Und wenn wir routinierter und cleverer gewesen wären, hätten wir den Sack in Jonsdorf schon viel eher zugemacht.
Heute endet die Vorrunde. Wenn ihr gewinnt, seid ihr sicher Dritter, vielleicht sogar Zweiter. Was ist dein Fazit als Kapitän?
Damit, was wir mit unserem Potenzial erreicht haben, bin ich recht zufrieden. Am Anfang der Saison hat man gemerkt, dass uns mit den Bedingungen im Nieskyer Freiluftstadion und den wenigen Eiszeiten in Weißwasser einfach noch etwas gefehlt hat. Wir brauchen deshalb in der Saison immer etwas länger, bis es läuft, bis das Zusammenspiel wieder funktioniert. Am Anfang war bei uns oft noch Chaos. Wenn man das mit Schönheide vergleicht - die hatten allein sechs bis acht Vorbereitungsspiele - versteht man vielleicht, weshalb wir die ersten drei Spiele bei den starken Teams unserer Staffel verloren haben. Aber ab dann lief es ja.
Du spielst jetzt in einer Sturmreihe mit Torsten Schwarz und Marcel Leyva - optimal für dich, oder?
Ja, das liegt mir. Unsere Reihe bevorzugt das Spielerische, genau richtig für mich. Die beiden haben Eishockey von der Pike auf gelernt, wir passen einfach gut zusammen. Der Marcel hat ja in der vergangenen Saison noch zweite Liga gespielt, ist noch sehr spritzig und schafft so viele Räume. Und wenn hinten unsere beiden bärenstarken Verteidiger Greule und Sven stehen, dann müssen sich die gegnerischen Reihen auf Einiges gefasst machen. Bei mir selbst läuft es dadurch natürlich auch besser. Mit diesen Mitspielern muss man auch gar nicht so oft gemeinsam trainieren, wir verstehen uns auf dem Eis fast blind. Ähnlich wohl habe ich mich übrigens auch in der tschechischen Reihe gefühlt.
Nun gibt es einige Spieler, die hinten dran stehen und relativ wenig Eiszeit erhalten. Was sagst du zu denen?
Natürlich ist es für sie schwer, in die Mannschaft zu kommen, gerade, wenn alle da sind. Aber auch sie sind wichtig für uns, besonders im Training. Das Training ist gleichzeitig auch ihre Chance. Sie müssen dort immer ihre 100 Prozent geben, dann kommen sie nach und nach auch heran. Das beste Beispiel ist Richie Jandik. Der hat mich zuletzt wirklich positiv überrascht.
Am 6. Januar beginnt schon die Hauptrunde mit den Mannschaften der jetzigen Vorrundenstaffel außer dem Berliner SC und den fünf Ersten der Nordstaffel. Was ist für Euch drin?
Außer Braunlage kennen wir ja die Teams der anderen Staffel nicht. Ich glaube, unser Abschneiden hängt ganz stark davon ab, wie wir personell bestückt sind, auch bei der zu erwartenden Doppelbelastung an einigen Wochenenden. Wenn wir in
80 Prozent der Spiele mit dem kompletten Kader auflaufen können, ist Platz fünf oder besser möglich.
Gespräch: Frank Thümmler, Jornalistenbüro Lausitz www.jbl.kiwi-vision.de/
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