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Über 1100 Fans feiern vorweihnachtliches Eishockeyfest
27.12.17, 21:50 Uhr
Was war das wieder für ein Leckerbissen am 23. Dezember im neuen Nieskyer Eisstadion. Unsere Tornados hatten den Tabellendritten Schönheider Wölfe am Vorabend des Heiligen Abend geladen und über 1100 Zuschauer, darunter sehr starke gut 50 Schlachtenbummler aus dem Erzgebirge, wollten sich die Spitzenpartie kurz vor Weihnachten nicht nehmen lassen. Gänsehaut-Atmosphäre pur und endlich richtig sportlicher "Krach" von allen Seiten - die Regionalliga Ost zeigte Ihre Stärke und gute Akzeptanz auf dem Eis und den Rängen.

Der Spitzenreiter aus Niederschlesien hatte sich wie immer viel vorgenommen. Cheftrainer Schwabe hatte 3 Punkte als Weihnachtsgeschenk für die heimischen Fans angekündigt. Doch auch die Gäste, mit bis dato nur 7 Verlustpunkten ärgster Verfolger des amtierenden Meisters, liebäugelten nach den Worten Ihres Coaches Schröder mit einem etwaigen Punktgewinn.

Mit ordentlich Selbstbewusstsein gingen beide Teams auch gleich nach der heißen Begrüßungszeremonie auf dem Eis zugange. Die Wölfe hatten dabei den kleinen Nachteil, bereits vom Vortag ein Punktspiel gegen Chemnitz in den Beinen zu haben. Im Rückspiel am 30. Dezember wird sich dies allerdings ausgleichen, da dann die Tornados am Vortag um den Einzug in das Pokalhalbfinale kämpfen.

Mit vier Feldspielern mehr zur Verfügung als der Gegner, übernahmen die Hausherren wie erhofft, sofort das Kommando. So drückte man den Kontrahenten frühzeitig bereits nach knapp 100 Sekunden bei 5 gegen 5 in das eigene Drittel - Powerplay ohne Strafzeit gewissermaßen.

Eine Vielzahl von Schüssen landete bei Gästetorwart Hanke, darunter ein Knaller von Rösler (4.) aus der neutralen Zone. Schönheides Keeper musste die Scheibe immer wieder festhalten und provozierte dadurch eine Menge Bullys vor dem Gästekasten. Es folgte ein Pfostenschuss von Wimmer (5.) mit anschließendem ersten gefährlichen Konter der Wölfe sowie ein leider zu flacher Distanzversuch von Greulich (9.), den die Verteidigung knapp abräumte. Auch Riedels listiger Versuch (10.), der erst eine Schleife vor dem Tor zog und es dann mit der Rückhand probierte, blieb noch unbelohnt.

Dies änderte sich schlagartig mit der ersten Überzahl. In einem absolut "brutalen" Powerplay ließen die Nieskyer zunächst drei Möglichkeiten knapp aus, bevor Rädecker die hochklassige Inszenierung mit der umjubelten 1:0 Führung in der 13. Minute krönte. Lautstarke Stimmung wie selten in der "Hütte" war die positive Folge.

Nur eine Minute später machte es der schnelle Novacek, ELV-Torfrau Schröder bei einem verdeckten Rückhandschuss so richtig schwer. Ivonne tauchte jedoch rechtzeitig unter und parierte die Chance hervorragend. Ein cleverer Flatterpuck von Girbig kurz vor der Pause (19.) und eine feine Einzelaktion von Noack (20.), der sich sogar die Zeit nahm möglichst zentral abzuschließen, beendeten den sehr spannenden ersten Durchgang.

Auch die erste Überzahl des Mitteldrittels versuchten die starken Gastgeber für sich zu nutzen. Es wurde viel probiert und experimentiert. Neue Laufwege und gute Szenen begeisterten das Publikum. Leider kamen die Schüsse jedoch zu flach, so dass Schlussmann Hanke wenig Probleme hatte.

Viel Action folgte in der 26. Minute. Zunächst war es Wimmer, der sich im eigenen Drittel die Gegenspieler abschüttelte und allein vor das Tor der Gäste zog. Mangels Anspielstation versuchte er es direkt aus spitzem Winkel. Sekunden später waren auch die Mannschaftskameraden in der gegnerischen Zone bereit und als die Scheibe zu Verteidiger Greulich gelangte, zog dieser sofort aus dem Slot und diesmal halbhoch ab. 2:0 für die Tornados!

In der 27. Minute hatten dann auch die Gäste Ihre erste Überzahlmöglichkeit. Das Team aus dem Erzgebirge versuchte viel zu schießen und bewegte sich gut, doch die Tornados waren besser. Mit aggressivem Penaltykilling wurde die Scheibe immer wieder aus der eigenen Zone befördert und sogar selbst Druck aufgebaut. So wurde Riedel (29.) auf die Reise geschickt. Der aktuelle Topscorer der Blau-Gelben wurde beim Torversuch in höchster Not gerade noch abgedrängt.

Auch die Folgeminuten waren optische Highlights. Ob der Schlenzer von Becher (30.), der starke Gegenangriff von Greulich, der 3 (!) Gegenspieler aussteigen ließ (30.) oder der erneute Pfostenschuss von Wimmer (31.).

Als die Wölfe schließlich anfingen zu "pumpen", machte der Favorit den Sack zu. Rentsch setzte sich in der 35. Minute energisch durch und schob unhaltbar zum 3:0 ein. Er und seine Assistenten Schwarz und Jandik wollten das Ding unbedingt. Nun schwammen die Schönheider endgültig - gefangen in der ELV-Erfolgswelle. Im eigenen Aufbau befindlich, ging Noack an der blauen Linie perfekt dazwischen. Sein Pass erreichte Riedel, der rechts außen vor das Tor lief. Dessen Zuspiel vor den Kasten, verwertete der mit stürmende Rösler 43 Sekunden vor der Pausensirene zum 4:0.

Nach dem letzten Tee ging es für die Tornados zunächst in Unterzahl weiter. Riedel saß noch eine 89-Sekunden-Reststrafe ab. Gefahr drohte jedoch keine. Die Scheibe wurde schön draußen gehalten und die Gäste kamen nur zu einem echten Versuch. Als Philip wieder kam, ging sofort Wimmer in die Kühlbox. Die vermeintlich letzte Chance für die Schönheider, das Spiel knapp zu halten, verpuffte wirkungslos. Zu perfekt standen die Gastgeber. Kein einziger Puck ging in Richtung ELV-Kasten. 

Spätestens jetzt zeigten sich die wahren (Rest)Kräfteverhältnisse auf dem Eis. Die Hausherren kämpften weiter vorbildlich und geschlossen als perfekt eingestelltes Team. Die Gäste mussten dem bis dato sehr hohen Tempo im Spiel mächtig Tribut zollen und verlagerten sich auf das Verteidigen. Allenfalls der spritzige Rogenz, verteilte jetzt noch einzelne "Nadelstiche" in Richtung Ivonne. So auch in der 50. Minute, als er knapp an der überragenden Torfrau scheiterte.

Fünf Minuten vor Schluss schalteten die Tornados dann einen Gang zurück. Je eine Möglichkeit von Jandik (55.) und Novacek (Wölfe - 56.) sowie der Versuch eines Kabinettstückchens durch die Beine des Torwarts, von Riedel Sekunden vor Ende, waren die Schlussszenen.

Wir danken unseren Gästen und Ihren Fans für die große Fairness auf und außerhalb der Eisfläche. Einen Tag vor Silvester 2017 sind wir wieder da. Mit voraussichtlich großer Fanunterstützung auf der Neuheider Straße in Schönheide. :-D     
   
Strafen: Niesky - 12 Minuten, Schönheide - 12 Minuten
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Sa, 23. Dezember 2017 1 2 3   Erg.
Tornado Niesky 1 3 0   4
Schönheider Wölfe 0 0 0   0

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