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Tornado Pictures präsentiert: Andy Hirsch in "Under Fire"
18.12.17, 21:13 Uhr
Der Titel des neusten Tornado-Streifens, der am letzten Sonnabend in Niesky uraufgeführt wurde, sagt alles über den Spielverlauf der 5. Liga-Heimpartie in dieser Saison aus. Die drückende Überlegenheit des amtierenden Meisters gereichte diesmal nur zu einem "schlappen" 4:1 (2:0, 1:0, 1:1) über die Bad Muskau Bombers. Der Grund dafür hieß übereinstimmend Andy Hirsch. Der Gästetorwart stand einen Großteil der Partie unter Dauerfeuer und sicherte den Parkstädtern dennoch ein achtbares Ergebnis, mit dem der ELV dank dreier Punkte letztendlich gut leben kann.

Auch in diesem Spiel glänzte fast unser gesamtes Internet-Team aus unterschiedlichsten Motiven durch Abwesenheit, so dass wir Euch heute einen etwas anderen Bericht bringen. Die Infos dazu haben wir natürlich persönlich erfragt. Dass wir damit zum Zuschauerminusrekord von nur noch etwa 520 (Gesamt)zuschauern beitrugen, tut uns natürlich leid. Überhaupt sind die Zuschauerzahlen nach dem kurzen Hype, den die Stadioneröffnung brachte, ziemlich unbefriedigend. Sicher hat dies auch Gründe. Diese dürften nach unserer Meinung jedoch keinesfalls in den sportlichen Auftritten unseres Team liegen. Die Theo-Truppe bleibt auch nach 11 Meisterschaftsspielen verlustpunktfrei.

Bei unangenehmen Außentemperaturen gingen beide Clubs gleichstark mit 17 Akteuren ins Geschehen. Schon nach 24 Sekunden ließ Neumann mit dem 1. Treffer das sonst ziemlich stille Publikum jubeln. Auch danach glänzte die Heimmannschaft durch schnelle direkte Pässe vor den Bad Muskauer Kasten und feierte erneut... oder auch nicht. Dem vermeintlichen Treffer nach etwa drei Minuten wurde die Anerkennung durch HSR Hedwig verweigert. Ohne Zeitlupe - so gut wie nicht aufzulösen. Erneut Neumann betrieb dann schnell "Wiedergutmachung". Bei einem satten Schuss von Greulich hielt Chris den Schläger dazwischen und fälschte zum 2:0 nach nur reichlich fünfeinhalb Minuten ab.

Das dies bereits der letzte Treffer des ersten Abschnitts sein sollte, war zu diesem Zeitpunkt kaum absehbar. Zu viele Chancen auch bei leerem Tor wurden einfach liegengelassen.

Optisch änderte sich auch im Mittelabschnitt nichts. Während ELV-Keeper Handrick regelrecht die Füße anfroren, musste Bombers-Schlussmann Hirsch ein ums andere Mal Kopf und Kragen riskieren und Schuss um Schuss auf seinen Kasten parieren. Dabei machten es Ihm die Tornados oft aber auch zu leicht, denn die Scheiben kamen viel zu ungenau.

Auch Top-Verteidiger Greulich war ziemlich angesäuert und wie immer erfrischend direkt. "Wir haben uns heute Abend vor dem Tor regelrecht die Hände gebrochen. Wir waren einfach zu dämlich die Dinger rein zumachen. Der Andy Hirsch hat bestimmt viele blaue Flecken, so oft wie wir ihn angeschossen haben. Wenn du quasi 50 Minuten im gegnerischen Verteidigungsdrittel spielst, muss deutlich mehr rauskommen."

Wenigstens einmal waren die Tornados in diesem Durchgang erfolgreich. Der schnelle Riedel erhöhte in der 29. Minute nach Vorlage von Pohling und Handrick (!!!) auf 3:0. Ja Ihr habt richtig gehört. Unser Tormann kam zu seltenen Ehren und sicherte sich seinen 1. Scorerpunkt. Glückwunsch Robert.

Die letzten 20 Minuten waren deckungsgleich zum Rest des Derbys. Das gute Schiedsrichtergespann verlebte weiter einen entspannten Abend. Während die Blau-Gelben gänzlich ohne Strafzeiten blieben, erhielten die Rot-Weißen auch nur ganze drei "Kühlboxaufenthalte."

Die Fans sahen Niesky weiter mit unzähligen Doppelpässen, künstlerischen Pirouetten und Einschussmöglichkeiten und Bad Muskau mit Mann und Maus vor dem eigenen Kasten, um Hauptdarsteller Hirsch bestmöglich abzuschirmen. In der 56. Minute gelang schließlich Kapitän Becher der 4. Treffer für den ELV -  genug, um es im Ergebnis wenigstens deutlich zu machen.

Den finalen Höhepunkt setzten zur großen Überraschung aller, dann aber noch die Gäste. Jaeschke ergriff sich ein Herz und überwandt den "unterkühlten" Keeper Handrick in der 58. Minute vom Bully weg spontan und schnörkellos zum 4:1 Endstand.

Auch der sportliche Leiter der Gäste Alexander Porges war sich nach dem Spiel sicher.: "Herzlichen Glückwunsch nach Niesky. Wir hatten heute in dieser fairen Partie von Anfang an nicht den Hauch einer Chance. Ich bin unserem Torwart "Hirschi" super dankbar für seine mega Leistung. Er war heute der Held auf unserer Seite."

Enttäuscht waren unsere Spieler allerdings von der Stimmung im Stadion. "Leider war heute so gut wie nichts von unseren Heimpublikum zu hören. Es ist beachtlich, welche lautstarke Unterstützung die ca. 8 jungen Bombers-Fans heute hier auf die Reihe gekriegt haben. Die haben förmlich über fast 60 Minuten die Tribüne gerockt.", so unsere Nummer 5.

Greule sprach damit zu Recht die wenigen Gästefans an, die in vorbildlicher Weise Ihre Parkstädter anfeuerten. Auch wir sagen "Riesen Kompliment" an Euch. Während einige Heimzuschauer, die selbst nie anfeuern, der Nieskyer Fankurve mangelnde akustische Unterstützung vorwarfen, zeigten die Gäste wie es gehen kann. Einfach nur noch traurig.

Am Rande der Bande: Nach stetigen Problemen mit der Anzeigetafel, hat es nun auch unser Kampfgericht erwischt. Auf der Sitzbank der wichtigen Offiziellen macht sich gesundheitsgefährdender Schimmel breit. Unbehandelte Bänke aus Holz mögen ihren Charme haben, sind in der Feuchtigkeit der neuen Arena allerdings gänzlich ungeeignet. Kopfschüttel... Zudem ist jetzt schon aufgefallen, dass eine Scheibe mit Sprechloch für eine reibungslose Kommunikation mit den Schiris wichtig ist. Diese wurde jetzt bestellt.

Strafen: Niesky - keine, Bad Muskau - 6 Minuten
Kommentare
#1 18.12.17, 23:48 Uhr von Lippe
Im Leben ist nichts selbstverständlich,auch nicht Fans die Stimmung machen.
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Sa, 16. Dezember 2017 1 2 3   Erg.
Tornado Niesky 2 1 1   4
Bad Muskau Bombers 0 0 1   1

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