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Unglückliche Pokalniederlage
02.11.17, 19:30 Uhr
Unverdienter als am vergangenen Dienstag kann eine Mannschaft im Sport eigentlich nicht verlieren. Trotzdem kommen genau diese unberechenbaren Situationen immer wieder gerade im Eishockey oder Fußball vor. Das Blatt wendete sich gegen die Tornados erst 9 Sekunden vor Schluss. Am Ende sicherte sich der Kontrahent sogar noch den Zusatzpunkt in der Verlängerung.

Höchststrafe also. Hinzu kam nach einem rüden Foul des Berliners Steinbach eine schwere Verletzung für Nieskys starken Neuzugang Domula, der nach unserer Einschätzung nun wahrscheinlich bis Kalenderjahresende pausieren muss. Alles in allem also ein sehr teuer erkämpfter Punkt für den ELV und dennoch sollte man die Köpfe nach dem 3:2 n.V. (0:0, 0:1, 2:1, 1:0) auswärts bei FASS Berlin nicht hängen lassen.

Hätte man Theo Schwabe vor dem Spiel gefragt, ob er nach den Ausfällen von Handrick, Noack, Wimmer, Pohling, Leyva, Becher und Kuhlee einen Punkt geschenkt nehme - er hätte evtl. zugestimmt. Nach der Partie sah dies freilich anders aus. Gegen 22 Berliner ackerte das gesamte Team über knapp 63 Minuten ohne Unterlass und vorbildlich geschlossen füreinander. Für die sportliche Leitung brachte das Duell auf jeden Fall die erhofften Erkenntnisse. Man ist leistungsmäßig wie die letzten zwei Jahre ganz vorn dabei und kann sich berechtigte Hoffnungen auf Meisterschaft und auch den Pokal machen.

Trotz Halloween-Familientag wollten nur etwa 110 Zuschauer, darunter 34 ELV-Fans die schöne und temporeiche Pokalpartie im Erika-Heß-Eisstadion sehen. Sehr schade, denn beide Teams legten auf Augenhöhe los wie die Feuerwehr. Zu Beginn hatten die Akademiker etwas mehr vom Spiel. Doch nach und nach kamen auch die Tornados zu guten Chancen und waren zum Drittelende sogar die bessere Mannschaft.

Die einzige kleine Strafzeit von Neumann (13.), überstanden die Gäste ohne Probleme. Die beste Möglichkeit hatte der bärenstarke Greulich bei einem schönen Durchmarsch über fast die gesamte Eisfläche. Der Top-Verteidiger übernahm übrigens, wie in der Vergangenheit schon öfter, vorbildlich Verantwortung und spielte im Wechsel in den ersten beiden Reihen. "Im Schlussabschnitt war ich fast 16 Minuten auf dem Eis. Das ist schon grenzwertig, aber wir wollten unbedingt gewinnen.", so Greule nach der Begegnung.

Zur ungewohnt frühen Nachmittagsstunde machten die Blau-Gelben im zweiten Abschnitt da weiter, wo Sie aufgehört hatten. Mit vollem Einsatz und einer fast solidarischen Mannschaftsleistung riss man jetzt mehr und mehr am Ruder und drückte auf die Führung. Torfrau Schröder in Spitzenverfassung konnte sich trotz voller Offensive immer auf Ihre Vorderleute verlassen und rundete das positive Gesamtbild ab. Schwarz war es dann, der nach Vorbereitung von Neumann und Greulich in der 31. Minute zur verdienten 0:1 Führung traf. Schade, dass man es versäumte bis zur Pause noch nachzulegen. Es wäre vielleicht die Vorentscheidung gewesen.

So ging es spannend im Schlussdrittel weiter. Beide Clubs schenkten sich jetzt nichts mehr, wobei die Überlegenheit unserer Tornados weiter anhielt. Doch beste Chancen blieben liegen. In der 46. Minute gelang Salzmann aus dem Nichts der plötzliche Ausgleich im Nachsetzen. Die richtige Antwort darauf gab Bartlick (47.). Er fuhr mit Tempoüberschuss auf der rechten Seite in die Angriffszone und hämmerte eine "Granate" rechts oben unter die Latte. Da war Berlins Schlussmann machtlos.   

Machtlos war leider auch Domula. Eine Minute vorher mit Greulich noch Vorlagengeber zur erneuten Führung, wurde der 20-jährige in der 48. Minute von gleich zwei Akademikern regelrecht zusammengefahren. Steinbach (FASS) erhielt für den unsportlichen Check eine 5 Minuten + Spieldauerstrafe von HSR Möller. Tom wurde unter extrem starken Schmerzen mit der Trage vom Eis geholt und musste nach Eintreffen des Notarztes ins Krankenhaus. Wir wünschen Ihm herzlich alles Gute und eine schnelle Genesung.

Leider gelang den Gästen in der nachfolgenden Überzahl nicht die Entscheidung. So kam FASS nach einer Auszeit ohne Torwart und mit sechs Feldspielern tatsächlich noch einmal gefährlich vor den ELV-Kasten. Als man die Scheibe nicht schnell genug wegbekam, traf Karlsson 9 Sekunden vor Schluss zum 2:2.

Die anschließende Verlängerung mit 3 gegen 3 Feldspieler, lösten die Hausherren einen Tick cleverer. Den freien Raum gut nutzend traf Jentzsch (63.) zum 3:2 Sieg nach Verlängerung.

Fazit: Die Tornados haben weiter alle Chancen auf das Pokal-Halbfinale und spielten sich am Reformationstag mit dieser Energieleistung in die Herzen Ihrer Fans. Ein extra Dank geht an Sebastian Greulich. Der zum besten Gästespieler gekürte, reichte sein Geschenk - einen Bierkasten - spontan über die Bande an die mitgereisten Auswärtsfans. Eine tolle Geste.      

Strafen: FASS - 7 Minuten + Spieldauerstrafe, Niesky - 4 Minuten
Kommentare
#2 02.11.17, 21:29 Uhr von Murks
erster stelle stand, alle Spieler durften Meter machen. In der Verlängerung konnten die Berliner schneller als wir zum Wechsel fahren, sie wollten den Siegpunkt.
#1 02.11.17, 21:25 Uhr von Murks
kompliment an die truppe - ganz starker einsatzwille von euch allen. geschlagen haben wir uns aber selbst, die Berliner waren nicht so stark wie ich es erwartet hätte. trotzdem ein geniales spiel, bei dem die härte, wie sonst im wedding gewohnt, nicht an
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Di, 31. Oktober 2017 1 2 3 n.V. Erg.
FASS Berlin 0 0 2 1 3
Tornado Niesky 0 1 1 0 2

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