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Gemischte Reihen punkten regelmäßig
13.03.17, 20:25 Uhr
In Spiel 1 nach den nunmehr auf drei Topspieler angewachsenen Ausfällen bis Saisonende (Leyva, Bartlick, Rösler), zeigten sich die Spieler des ELV am vergangenen Sonnabend der ungünstigen Situation gut gewachsen. Im letzten Auswärtsauftritt dieser Eiszeit gewann man mit ordentlich durcheinander gewürfelten Reihen bei den Black Panthern des ESC Jonsdorf mit 2:6 (0:3; 0:1; 2:2).

Die zusätzlichen Ausfälle von Kuhlee, Handrick, Greulich und Fabian bedeuteten für Chefcoach Schwabe anstrengende Hausaufgaben. So galt es trotz starker Rotation einen erfolgreichen Schlachtplan gegen "heiße" Panther zu entwerfen. Schwarz rückte u. a. in die 1. Reihe. In den relativ knappen Vorduellen (4:2 H, 5:1 A) hatte die junge Jonsdorfer Truppe mit großem Kampf bereits angedeutet, wie schwer man es dem Favoriten wieder machen wollte.

So ging es vor einer tollen Kulisse von knapp 500 Zuschauern, darunter ca. 90 angereiste Tornadofans rein ins Anfangsdrittel. Niesky zieht eben doch Zuschauer. ;-) Die Hausherren anfangs hoch motiviert rannten dabei sprichwörtlich "ins offene Messer." Mit dem ersten geordneten Angriff erzielte Wimmer nämlich bereits in der 2. Min. die wichtige und schnelle Führung für die Tornados. Der Schock für die Panther saß zunächst tief. Nur sporadisch kam man vor das von Ivonne gehütete Tor. Viele Fehlpässe und Schwächen bei der Stocktechnik unterstrichen ihre Nervosität. Selbst eine 76 Sekunden anhaltende doppelte Überzahl gegen Niesky barg kaum Gefahr für die Blau-Gelben. Diese war zudem recht schmeichelhaft, denn Noack hatte sich bei eigenem Angriff lediglich von seinem, ihn behindernden Gegenspieler losgerissen und kassierte dafür eine Strafe, als Neumann bereits in der Kühlbox saß. Auffällig im Match - die Gäste schossen öfter als sonst direkt, statt aufwendige Spielzüge zu kreieren. Dies wurde belohnt. Girbig (12.) und wieder Wimmer (14.) erhöhten zügig auf ein beruhigendes 0:3.

Der Mittelabschnitt wurde dann mit etwa 8 Minuten Verspätung angepfiffen. Die Anzeigetafel in der Sparkassen Arena streikte und so musste zeitweise vorübergehend auf die gute alte Stoppuhr ausgewichen werden. Leider schien dies auch negativen Einfluss auf die Partie zu nehmen. Zerfahren, langweilig, ohne Torgefahr auf beiden Seiten plätscherte die Begegnung bis zur "Halbzeit." Beide Teams hatten sich eine Auszeit genommen. Dies galt jetzt leider auch für die Stimmung der Auswärtsfans. Etwas ungewohnt beteiligte sich nur noch ein Bruchteil der Mitgereisten beim Anfeuern der eigenen Mannschaft. Sehr schade. Gerade auswärts sind die eigenen Fans in ungewohnter Umgebung ein wertvoller Rückhalt. Als Brill in der 34. Minute mit seinem Treffer zum 0:4 alle weckte, wurde wieder Eishockey gespielt. Dabei übernahm der Favorit erneut das Zepter und war klar spielbestimmend. Ivi im Kasten musste jetzt auch ab und zu eingreifen. Die drei bis vier Möglichkeiten des ESC stellten jedoch kein Problem für die Nationaltorhüterin dar.

Das Schlussdrittel der fairen Partie sorgte dann noch einmal für reichlich Treffer - diesmal auf beiden Seiten. Wie zuletzt schon öfter, brachte sich der ELV dabei etwas unglücklich um ein mögliches "zu Null." Das dies jedoch nur sehr schwer zu erreichen ist, dürfte jedem Zuschauer klar sein. Beide Clubs legten jetzt so richtig Feuer in die Partie, die in tollem Tempo hin und her wog. Cheftrainer Jens Schwabe bewies dabei ein cleveres Händchen, denn trotz ständiger Wechsel innerhalb der Reihen, ließ der Druck auf die Gastgeber nicht nach. Die Rotation funktionierte auch aufgrund vieler direkt aufs Tor gespielter Pucks sehr gut. So bezwang Brill mit seinem 2. Treffer in der 47. Minute ESC-Keeper Kohl zum entscheidenden 0:5. Als die Tornados kurz darauf in Unterzahl gerieten, schlugen die Jonsdorfer eiskalt zu. Spielertrainer Havlik fand die Lücke und machte mit einem Blueliner (50.) das bis dato umjubelte Ehrentor. Die Tornados fanden nur kurz darauf die passende Antwort. Wimmer, der an diesem Abend mit 5(!!) Scorerpunkten glänzte, stellte den alten Abstand in der 52. Minute bei eigener Überzahl wieder her. Weitere gute Chancen für zwei oder drei Treffer, wusste der amtierende Meister leider nicht zu nutzen. Auch die Jungs aus dem Zittauer Gebirge hatten noch Lust. Havlik (57.) scheiterte bei einem Alleingang. Die starke Torfrau Schröder kaufte ihm "brutal" den Schneid ab. Dafür revanchierte sich der Coach der Panther leider 9 Sekunden vor Schluss, als er wieder allein vor dem Kasten auftauchte und diesmal Sieger blieb. Sieger des Spiels aber blieben die Tornados - 2:6 auswärts der Endstand.

Strafen: ESC Black Panther Jonsdorf - 10 Minuten, Tornado Niesky - 16 Minuten + 10 Minuten (Pohling)

Den Spielbericht vom Sonntagsspiel gibt es morgen am Dienstag. Wir wünschen Euch einen schönen Abend.
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Sa, 11. März 2017 1 2 3   Erg.
ESC Black Panther Jonsdorf 0 0 2   2
Tornado Niesky 3 1 2   6

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