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Tornado nimmt wieder Fahrt auf
05.02.17, 18:50 Uhr
Mit einem ungefährdeten 9:1 (2:1; 3:0; 4:0) Heimsieg fuhren die Tornados am gestrigen Abend die nächsten drei wichtigen Punkte im Kampf um die Meisterschaft ein. Vor knapp 300 Zuschauern erzielte Pohling dabei mit dem zwischenzeitlichen 2:0 den 100. Pflichtspieltreffer der Saison. In einer außergewöhnlich fairen Partie (nur 4 Strafminuten) dominierten die Hausherren fast nach Belieben und bewiesen Spielfreude und Moral. Der Kontrahent ESC 2007 Berlin zeigte eine couragierte Leistung, wirkte jedoch nach seinem schweren Freitagabendspiel spätestens zur Hälfte des Matches müde und war letztendlich chancenlos.

Für zusätzliche Aufregung sorgte ein vermeintlicher Feueralarm in der Eisarena nur Sekunden vor Beginn des zweiten Drittels. Die Zuschauer wurden per Alarmstimme zum Verlassen der Arena aufgefordert. Die mit drei Fahrzeugen anrückende Feuerwehr Weißwasser konnte nach 23 Minuten endlich Entwarnung geben. Die Partie wurde um 19.09 Uhr fortgesetzt.

Doch zum Spiel. Die Nieskyer hatten sich viel vorgenommen und wollten die zwei letzten schwachen Auftritte diesmal schnell vergessen machen. Dies gelang im ersten Abschnitt ergebnistechnisch nur bedingt. Zu wenig sprang bei geschätzt 80 Prozent Puckbesitz heraus. Dennoch war das Bemühen nicht abzusprechen und das recht stimmungsvolle Publikum erkannte dies und peitschte die Mannschaft nach vorn. Brill testete nach 53 Sekunden erstmals den gut haltenden ESC-Keeper Franke. Danach waren Chancen zunächst Mangelware, denn die Gäste betrieben aktives Forechecking. In Minute 7 ergab sich eine Möglichkeit für Schwarz aus spitzem Winkel, doch Franke machte geschickt die Ecke zu. Zwei Minuten später kam er jedoch erstmals zu spät. Kuhlee hatte mit Schwung den Kasten umfahren. Seine Ablage verwertete Noack kraftvoll im Nachsetzen. Jetzt lief die Scheibe besser und der ELV legte sofort nach. In der 12. Minute gelang Pohling der oben erwähnte Jubiläumstreffer zum 2:0. Dabei spielte er mit Musil den perfekten Doppelpass, indem er den Puck zunächst links am Tor vorbeischob auf Moschner, sich freilief und dann den punktgenauen Rückpass sicher verwandelte. Einfach zum mit der Zunge schnalzen. Jetzt drückten die Tornados gewaltig. Leyva (13.) und Bartlick (16.) scheiterten knapp am Torwart, bei Brill (16.) rettete der Pfosten. Erst vier Minuten vor der Pause zeigten sich dann auch die Berliner in der gegnerischen Gefahrenzone. Doch ELV-Schlussmann Handrick war gegen Gräber zweimal sicher auf seinem Posten. Etwas überraschend fiel dann der Anschlusstreffer. Sasse (19.) vollendete einen feinen Spielzug mit dem 2:1. Sein Schuss wurde lang und länger und schlug unhaltbar rechts außen ein.

Weiter ging´s dann mit Verspätung, weil der Hallenalarm alle Beteiligten nach draußen verwies. Nach Wiederanpfiff benötigten beide Teams logischerweise etwas Einspielzeit, denn es passierte zunächst nicht viel. Becher´s Knaller von der blauen Linie in der 25. Minute war dann der Weckruf für den Titelverteidiger. Nur wenige Augenblicke später bewies Musil nämlich feines Fingerspitzengefühl, als er die Scheibe über den am Boden liegenden Gästekeeper in die Maschen lupfte. Nun war wieder Fahrt in der Partie und Angriffswelle auf Angriffswelle rollte Richtung gegnerischer Verteidigungszone. Rädecker, Bartlick und Pohling (wieder Pfosten) scheiterten. Für das befreiende 4:1 sorgte schließlich Rösler (32.), der in Tornähe lauerte und einen Abpraller aus spitzem Winkel reaktionsschnell reinmachte. Nur Sekunden später erhöhte Schwarz (33.) mit einem knackigen Schuss aus der zweiten Reihe auf vier Tore Vorsprung. Auch in diesem Durchgang tauchten die Hauptstädter erst vier Minuten vor der Sirene erstmals vor Handrick auf, der dennoch hochkonzentriert blieb. Wieder war er Sieger gegen Gräber. Bis zur Pause hätten Jandik und vor allem Pohling noch einmal treffen können, doch Franke machte die Schotten dicht. Die schmerzhafte Verletzung von Berlins Kienscherf nach einem Zweikampf mit Greulich an der Bande, Sekunden vor Drittelende, wertete HSR Preiß zu Recht als unglücklich und verzichtete auf Strafzeiten. Wir wünschen dem Gastspieler gute Besserung.

Im Schlussabschnitt war die klare Dominanz der Blau-Gelben unübersehbar. Man erfreute die Heimfans mit Tempo-Eishockey. Die in numerischer Unterzahl spielenden Gäste vom Schlittschuhclub, mussten nun ihrer harten Vortagspartie Tribut zollen und beschränkten sich auf die Verteidigung. Die Nieskyer spielten sich dagegen teilweise in einen Rausch und zelebrierten Powerplay bei 5 gegen 5. Fast halbminütig musste Berlins Schlussmann brenzlige Situationen bewältigen. U. a. Becher, Greulich, Kuhlee, Rädecker versuchten es mit besten Chancen - manchmal vielleicht auch zu verspielt und kompliziert gedacht. Der Stimmung auf dem Eis tat dies jedoch keinen Abbruch, denn die Tornados hatten noch genügend Pfeile im Köcher für die Schlussoffensive. Diesen schütteten sie in den letzten 8 Spielminuten über dem Gegner aus. In der 53. Minute gelang Rösler ein schön herausgespielter Treffer, als man den ESC über vier Stationen schwindelig spielte. Musil´s Schlenzer (55.) zum 7:1 nach nur 19 Sekunden Überzahl, (Es war die 1. Strafzeit im Match!!), war wie aus dem Bilderbuch und zeigte die tolle Qualität des Routiniers. Als schließlich Becher als erster Tornado in die Kühlbox musste, gelang den Hausherren in Unterzahl bei einem Konter (57.) durch Brill der 8. Erfolg. Das finale 9:1 blieb schließlich dem stark auftretenden Bartlick vorbehalten, der 11 Sekunden vor der Schlusssirene den Sack zumachte.

Strafen: Tornado Niesky - 2 Minuten, ESC 2007 Berlin - 2 Minuten               

Richtigstellung unseres Vorberichtes vom 03.02.2017: Das gestrige Spiel von Sebastian Greulich war doch noch nicht das 400. unseres Top-Verteidigers. Wir sind hier auf eine Fehlinformation des Fanprojektes "hereingefallen." Wir bitten das Versehen zu entschuldigen!
Kommentare
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Sa, 4. Februar 2017 1 2 3   Erg.
Tornado Niesky 2 3 4   9
ESC 2007 Berlin 1 0 0   1

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