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Sven (Enzo) Becher im Interview - der Fokus liegt auf Jonsdorf
25.11.16, 18:26 Uhr
Am kommenden Sonntag geht es für die Tornados ab 17.00 Uhr wieder um wichtige Punkte in der Regionalliga. Wir sprachen im Vorfeld der Heimpartie gegen die Black Panther Jonsdorf mit Verteidiger und Mannschaftskapitän Sven Becher zum Saisonstand und den sportlichen Plänen für das 1. Adventswochenende.

"Hallo Enzo. Danke, dass du dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst."

Enzo (schmunzelt): "Na aber klar doch. Das wollte ich schon immer mal."

Aktuell ist genau ein Drittel der Hauptrunde vorbei. Ihr steht mit 22 Punkten aus 8 Spielen auf Platz 2. Wie sieht dein Zwischenfazit aus?

"Ganz einfach. Es wäre besser gewesen kein Spiel abzugeben. Die Niederlage gegen die Preussen 1b war unnötig und nicht geplant. Wir hätten an dem Tag wahrscheinlich noch zwei weitere Drittel spielen können, ohne die erforderlichen Mehrtore zu erzielen. Das wurmt uns schon ganz schön. Von daher ist zukünftig höchste Konzentration nötig. Bei den Blues in Berlin lief es z. B. auch nur durchschnittlich. Wichtig ist für uns die Emotionen weiter hoch zu halten. Das Leistungsgefälle Oberliga zu Regionalliga ist enorm und es ist schwierig, es allen Recht zu machen. Viele wollen hohe Siege von uns sehen - andere wieder kommen nicht mehr zum Spiel, wenn wir es zweistellig machen. Wir stehen also gewissermaßen zwischen den Stühlen. Am meisten tut mir der Mojmir leid - ein toller Sportsmann. Der sagt immer "Mensch Enzo, weißt du noch wie schön die Spiele gegen Halle, Leipzig und Schönheide waren." Er hätte so gern nochmal Oberliga gespielt, aber die wirtschaftlichen und auch sportlichen Voraussetzungen erfüllen wir derzeit leider nicht."

Momentan stehst du mit 13 Scorerpunkten auf Platz 5 der internen Scorerliste. Das sind schon 4 Zähler mehr, als die gesamte letzte Saison. Außerdem führt ihr mit deinem Kumpel Greule bei den Assists mit je 12 Vorlagen und das als Verteidiger! Hast du den symbolischen Nachbrenner gezündet oder worauf ist die Steigerung zurückzuführen?

"Danke für das Lob. Ich bewerte das trotzdem nicht über und bin dabei relativ entspannt. Manchmal lag ja in der Vergangenheit auch der Schiri bei der Punktverteilung auf dem Protokoll nicht ganz richtig. Seit diesem Jahr macht sich unser Coach da eigene Notizen und dann wird auch mal in den Pausen beim Kampfgericht korrigiert. Aber ich freue mich natürlich. Am Ende ist es gar nicht wichtig, wer die Punkte macht, sondern das wir sie als Team machen und das möglichst zahlreich. Wenn alle Spieler so denken, gewinnt auch immer die Mannschaft als Ganzes. Aktuell macht es mir wirklich Spaß in der 1. Reihe zu spielen. Greule, Bombe, Moschner und Golle, (Anm. Greulich, Rösler, Musil, Pohling), sind wirklich ausgebuffte Typen vor dem Kasten. Da geht manches einfacher. Wir witzeln schon immer, dass ich noch deutlich mehr Punkte hätte, wenn der Pohling bei meinen Vorlagen endlich mal treffen würde. Bei den Vorlagen der anderen Jungs, tut er dies regelmäßiger. Ja auch Spaß muss sein."

Wie schätzt du den nächsten Gegner aus Jonsdorf am Sonntag ein?

"Jan Havlik ist genau der richtige Trainer für die Black Panther. Er bringt viel Erfahrung mit und lässt dem jungen Team die notwendige Zeit zum reifen. Ich gehe davon aus, dass er gegen uns auch als Spielertrainer zum Schläger greifen wird, um ein Vorbild zu sein. Ich denke die werden ordentlich Gas geben und viel und schnell rennen. Vielleicht geht ihnen dann aber auch nach dem 1. Drittel die Puste aus. Das ist schwer einzuschätzen. Was die Cleverness und Erfahrung angeht, sind wir jedenfalls der Topfavorit und wollen dem auch gerecht werden. Im letzten Jahr haben wir das recht deutlich gezeigt und daran werden wir zum 1. Advent anknüpfen."

Anm. Er ergänzt mit einem Lachen: "Sorgen mache ich mir höchstens um den Vorabend des Spiels. Da feiern wir nämlich zusammen in den 30. Geburtstag von Kaupe, (Anm. Marco Noack), rein. Da müssen wir ein bisschen mit dem Bier haushalten um am Sonntag fit zu sein. Das Geburtstagskind will an seinem Ehrentag schließlich auch mit von der Partie sein."  

Die Chemnitz Crashers hatten letztes Wochenende 1680 Zuschauer. Die haben durch Trainer Torsten Buschmann verkünden lassen um den Meistertitel spielen zu wollen und sagen euch einen heißen Kampf an. Wie reagiert ihr (du) darauf?

"Also zunächst mal überhaupt noch nicht, denn wir werden erst Mitte Dezember auf sie treffen. Bis dahin ist noch genug Zeit sich auf die Matches einzustellen. Die Zuschauerzahl ist schon beeindruckend und da darf man Chemnitz ruhig auch gratulieren. In voller Halle zu spielen ist immer ein Erlebnis. Natürlich am besten vor den eigenen Fans. Auf alle Fälle ist das eine attraktive Sache für die Regionalliga. Sportlich gesehen ist mir eine Einschätzung fast unmöglich. Dazu kenne ich die aktuellen Akteure bei den Crashers zu wenig. Sie haben viele junge Leute. Dies ist der richtige Weg. Wir werden uns davon aber nicht beeindruckt zeigen und mit der richtigen Einstellung und enormen Selbstbewusstsein auftreten, wenn es soweit ist. Wir sind der Meister und wollen den Titel verteidigen. Punkt."

Werden wir dich nächste Saison wieder bei den Tornados sehen? Es wäre deine 15. Saison für Blau-Gelb?!

"Da könnt ihr euch ganz sicher sein, dass die Nr. 15 seine 15. Eiszeit in Niesky spielt. Wenn sich keiner verletzt, rechne ich im Übrigen nicht mit Abgängen nach dieser Saison. Alle sind heiß auf das neue Stadion zu Hause und wollen dort unbedingt spielen. Wir beackern sogar schon vereint den Moschner. Der muss das auf jeden Fall erleben und es wäre schön, wenn er nochmal verlängert. Nur ein Abschiedsspiel wäre doch zu wenig..."

Hast du vielleicht noch irgendwelche Wünsche oder Botschaften an deine (eure) Fans?

"Ja klar. Also zuerst mal vielen Dank an jeden Einzelnen von euch für seine (eure) Treue. Wir freuen uns wirklich über jeden, der unsere Spiele zu Hause wie auswärts besucht und uns unterstützt. Was mich und die Mannschaft traurig macht, ist der deutliche Zuschauerschwund in den letzten Jahren. Dies ist bei den Zahlen kaum erklärbar. Selbst als wir noch Oberliga gespielt haben, nahm das Interesse in Niesky schon sehr stark ab. Man kann es also auch nicht nur auf die Regionalliga schieben. Das darunter auch die Stimmung und die Anfeuerungsrufe auf den Rängen leiden, ist eine logische Konsequenz. Viele neue Stadien, vor allem mit Sitzplätzen (so auch Weißwasser) kennen das Problem ebenfalls. Von daher sind wir schon mal froh, dass bei uns die Stehplätze weiter überwiegen werden. Wenn Niesky jedoch den Hype um das neue Eisstadion ab 2017 nicht nutzt, und wieder mehr Besucher einkehren, wird es wahrscheinlich ziemlich düster werden. Wir Spieler haben die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, aber der Glaube daran fällt zumindest aktuell schwer. Leider! Ansonsten wünschen wir uns natürlich für diese Saison weitere und lautstärkere Stimmung speziell bei den Heimspielen und attraktivere Zuschauerzahlen."       
 
Eine Bitte hat Enzo dann noch zum Schluss des Interviews:

"Fans und Zuschauer des ELV. Wenn ihr Fragen an uns habt, nutzt bitte zahlreich die Internetseite sowie Zusammenkünfte, wie die jährliche Fanparty, Vereinsstammtische und z. B. das Oktoberfest und tretet an uns heran. Stellt eure Fragen. Wir sind eine super Truppe und es soll keine Hemmschwellen geben. Alle im Team freuen sich über gute Gespräche mit euch, Anregungen oder auch Kritiken. Danke."

"Enzo. Herzlichen Dank für das Mammutinterview und deine Zeit. Du hast dich zur Premiere bei uns prächtig geschlagen. Wir sagen euch alles Gute für das Adventswochenende und bis dann."

Enzo: "Herzlichen Dank ebenso und gerne wieder."

Nachtrag: Cheftrainer Theo Schwabe äußerte sich für den Sonntag sehr positiv. Bis auf Christian Rösler stehen derzeit alle Spieler zur Verfügung. 2 - 3 Wackelkandidaten sind aber noch möglich. Im Tor wird wieder rotiert. Robert Handrick wird die Partie beginnen.
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So, 27. November 2016 1 2 3   Erg.
Tornado Niesky 0 1 3   4
ESC Black Panther Jonsdorf 2 0 0   2

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