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Es grüßt der 2. Tabellenplatz
21.11.16, 20:37 Uhr
Ein Teilziel ist geschafft. Die Tornados erklimmen erstmals in dieser Saison den 2. Tabellenplatz in der Regionalliga. Am Sonntagabend gewann das Team auch sein zweites Auswärtsspiel vom Wochenende bei den Bad Muskau Bombers mit 3:7 (1:2; 0:4; 2:1). Die gut 160 Zuschauer, darunter überwiegend Auswärtsfans, mussten wiederholt auf eine musikalische Umrahmung des Derbys verzichten. Personelle Probleme wurden erneut als Grund vom Veranstalter genannt. Eine bedauerliche Entwicklung, die kein gutes Licht auf die Regionalliga-Rahmenbedingungen wirft.  

Im Nieskyer Kasten stand mit Ronny Greb die Nr. 3 bei den Torleuten und Jonny musste sich einige Male mächtig ins Zeug legen. Dem Trainer nicht zur Verfügung standen Wimmer, Jandik, Rentsch, Brill und Schröder.

Nach einer feierlichen Gedenkminute für Gerd Winzer, einen Sportfreund der ersten Stunde beim Eishockeytraditionsverein aus Bad Muskau und anschließend viel Beifall, pfiff HSR Mond um 19.02 Uhr zum mittleren Bullypunkt.

Die Gastgeber hatten sich viel vorgenommen und wollten dem Favoriten bestmöglich Paroli bieten. Die Anfangsminuten gehörten aber trotzdem klar unseren Tornados. Bereits in der 2. Minute nutze Kuhlee die zweite sich bietende Chance und schob zur 0:1 Führung ein. In Minute 3 rettete die Hausherren der Pfosten, bevor sie wieder nur wenig später die erste Strafzeit zogen. Doch die Nieskyer hatten es an diesem Abend nicht so mit der Überzahl (ÜZ). Nur ein einziger Treffer sollte zu einem späteren Zeitpunkt im Powerplay gelingen. In der 8. Minute musste Greb im Kasten dann zweimal Kopf und Kragen riskieren. Er bestand die Feuerprobe zuverlässig, trotz leichter Probleme mit der Orientierung. Der Puck vom Gegner hatte sich nämlich jeweils so ungünstig im Fanghandschuh von Jonny versteckt, dass dieser nicht wusste, ob das Spielgerät bereits sicher sei oder nicht. Die Tornados erhöhten dann durch Musil (9.), der einem Knaller von Greulich im richtigen Moment abfälschte. Zwei Chancen später (1x Pfosten), folgte der Anschluss der Parkstädter. Vatter rutschte bei eigenem Angriff unglücklich die Scheibe von der Kelle und Krall (12.) schloss den überfallartigen Konter mustergültig zum 1:2 ab. Nach einer Viertelstunde setzte sich vor allem die 3. Reihe gut in der Angriffszone fest allerdings ohne Ergebnisverbesserung.
   
Nachdem die Zuschauer in der 1. Pause über 10 Minuten die schrillen Klänge der Eishallen-Alarmanlage genießen durften (Fehlalarm Seitentür), ging es mit Tempo wieder in die Partie. Theo Schwabes Team wollte es jetzt wissen und erhöhte die Schlagzahl. Zunächst scheiterten Musil und Bartlick noch mit ihren Möglichkeiten. Kuhlee (26.) war es schließlich, der mit gehörig "Wut" zum zweiten Mal im Match einnetzte. Bartlick (29.) erhöhte neun Sekunden vor Ablauf einer Strafzeit per Distanzschuss in ÜZ. Was Pohling in der 31. Minute beim 1:5 veranstaltete, war wieder einmal eine Klasse für sich und zeigt die fortwährende Qualität des Ex-DEL-Spielers. Erst ließ er den heranbrausenden Bombers-Verteidiger mit einem Blitzstop vorbeifahren. Anschließend verlud er Keeper Hirsch mit einer geschickten Körpertäuschung und lupfte den Puck ins freie Dreiangel. Zwei weiteren Möglichkeiten der Bombers durch Neef und Krall, folgte eine schwache ÜZ der Blau-Gelben, die wiederholt zu viel kombinierten statt zu schießen. Rösler (38.) machte mit einer feinen Einzelleistung schließlich den 6. Treffer der Gäste. Die Situation ähnelte dem vorherigen Torerfolg. "Bombe" ließ einen Gegner geschickt "aussteigen" und vollstreckte schnörkellos in hoher Qualität.

Der Schlussabschnitt nahm dann trotz gutem Start leider aus Nieskyer Sicht einen anderen Verlauf als erwartet. Die Bombers dachten gar nicht daran nachzulassen und wirkten jetzt frischer und motivierter. Noack besorgte aus Nahdistanz in der 43. Minute noch das 1:7, dann aber war vorzeitige Verschnaufpause beim neuen Tabellenzweiten - vielleicht auch geschuldet dem Spielstand und dem wichtigen Vortagsspiel in Dresden. Die Rot-Weißen hatten jedoch noch Lust und Rommel (47.) nutzte einen Puckverlust der Gästeabwehr zum 2:7. Auch die letzten Minuten gehörten dem SV. Die gebotenen Räume wurden angenommen und auch mit einem Mann weniger, geriet Bad Muskau nicht mehr in Gefahr. Im Gegenteil - plötzlich schwamm die ELV-Verteidigung und Torwart Greb musste mächtig auf der Hut sein. Schließlich legte Rommel (60.) kurz vor Ende, nach einer klassischen 2 auf 1 Situation noch einen nach. Der Nieskyer Schlussmann war hierbei chancenlos. Letztendlich blieben ein ungefährdeter Arbeitssieg und wichtige Punkte für den ELV hängen.

Strafen: Bad Muskau Bombers - 12 Minuten, Tornado Niesky - 4 Minuten


Foto: Laura Balzer
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So, 20. November 2016 1 2 3   Erg.
Bad Muskau Bombers 1 0 2   3
Tornado Niesky 2 4 1   7

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