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Von der Blauen gehts am Besten
13.11.16, 15:38 Uhr
Mit einer starken Energieleistung überzeugten die Tornados am gestrigen Abend in ihrem Heimspiel gegen den EHC Berlin Blues und gewannen hochverdient mit 12:0 (0:0; 6:0; 6:0). Damit hielt Theo Schwabe Wort, denn er hatte im Vorfeld eine ähnliche Partie seiner Mannschaft angekündigt, wie am letzten Wochenende. Enttäuschend war jedoch die Zuschauerkulisse. Nur etwa 260 Besucher fanden den Weg in Weißwassers Eisarena.

Vor Beginn der Partie wurde David Vatter zu seinem 100. Einsatzjubiläum für die Blau-Gelben gratuliert. Bemerkenswert war an diesem Abend noch die eigentümliche Stadionatmosphäre. Aus offensichtlich personellen Gründen konnte keine Musik gespielt werden, so dass die Fans selbst durch ihre Stimmung für Rhythmus in der Halle sorgen mussten.

Die erneut in weiß spielenden Nieskyer drückten von Beginn an mächtig auf die Tube, taten sich aber trotz starker Überlegenheit extrem schwer den Kasten zu treffen. Berlins Torwart Nitschke, der bereits in der 1. Spielminute einen Maskentreffer wegzustecken hatte, freute sich in den ersten 20 Minuten über einen Sahnetag und hielt alles fest, was ihm vor den Schläger kam. Derweil waren die Chancen für die Gastgeber recht ansehnlich. Wimmer (2.) hätte im Liegen fast den Puck ins Tor gelupft. Kuhlee (10.) lief allein Richtung Gehäuse, wollte es jedoch zu genau machen und verpasste die Scheibe im Abschluss. Rentsch (12.) hatte ebenso Pech wie Kuhlee und Vatter (beide 14.) Selbst in Unterzahl (UZ) dominierte der ELV - doch auch die Möglichkeiten von Noack an den Pfosten (18.) und wieder Kuhlee (19.), führten zu keiner Ergebnisverbesserung. Heraus kam überraschend eine Nullnummer nach dem ersten Abschnitt und das bei 23:4 Torschüssen.

Nachzureichen wäre noch eine Schrecksekunde bei den Blues, die schönerweise glimpflich endete. In einer unglücklichen Spielsituation in Minute 13, traf einen Akteur der Puck seines Mannschaftskollegen im Gesicht. Der Getroffene konnte nach kurzer Verletzungsunterbrechung wieder weitermachen.

Die Pausenansprache von Cheftrainer Schwabe beherzigten die Blau-Gelben mit ganzer Kraft. Es folgte Vollgas-Eishockey und Tore, Tore, Tore. Vor allem in der Nähe der blauen Linie fühlten sich die Cracks wohl, denn viele Treffer speziell im Schlussdurchgang, wurden von eben dieser erzielt.

Das Schützenfest eröffnete einmal mehr Nieskys aktueller Topscorer Pohling bei UZ! In der 21. Minute zimmerte er den Puck zur Führung ins rechte Eck. Das war der Türöffner in diesem Match. Schwarz (28.) umfuhr beim 2:0 mit Karacho das Gästetor und schlenzte die Scheibe genau im richtigen Moment ins Dreiangel. Drei Minuten später war Neumann bei angezeigter Strafe für die Gäste durchgestartet und erhöhte abermals. Jetzt brachen alle Dämme bei den Hauptstädtern. Rösler (32.) im 3. Versuch, Bartlick (33.) mit einem Strich von der blauen Linie und wieder Pohling (38.) mit exzellenter Übersicht - diesmal in Überzahl (ÜZ) - erhöhten weiter uneinholbar auf 6:0 zur zweiten Pause.  

Die Geschichte des Schlussdrittels ist schnell erzählt. Es ging so weiter, wie das vorherige endete. Den 13 Feldspielern der Blues ging trotz wackerem Bemühen langsam die Puste aus. Das nutzten die Tornados und wirbelten eindrucksvoll auf. Neben unzähligen weiteren Chancen, traf man jetzt fast nach Belieben und setzte der bis zum Schluss fairen Begegnung die "Krone" auf. Pohlings drittem Tor aus Nahdistanz (48.), folgten zwei knackige Erfolge von der Blauen durch Wimmer (50.) und Greulich in ÜZ (51.) Die Anhänger des aktuellen Meisters durften, so sie Sitzplätze hatten, jetzt gleich stehenbleiben um dem Dauerjubel noch gewachsen zu sein. Es folgte in der 52. Minute das 10:0 durch Rösler, der einen Abpraller von rechts im Nachsetzen vollstreckte. Weitere 28 Sekunden später war Leyva perfekt zur Stelle und überlistete den EHC-Schlussmann. Den finalen Treffer zum 12:0 Endstand machte schließlich wieder Bartlick (54.) in ÜZ mit einer "Granate" vom Feinsten, abgeschossen von der Linie in blau. Obwohl das Protokoll Leyva als Torschützen nennt, sind wir uns auch nach Nachfrage bei anderen Zuschauern relativ sicher, dass Robert sich hier verantwortlich zeichnete.       

Am Ende standen 74:12 Torschüsse und damit der zweite zweistellige Sieg plus Shutout Nummer 2 in Folge für den fehlerfreien Keeper Handrick auf dem Papier. Herzlichen Glückwunsch.

Am kommenden Samstag geht die Reise zum amtierenden Vizemeister ESC Dresden 1b, wo es sicher ungleich schwerer werden wird. 

Strafen: Tornado Niesky - 12 Minuten, EHC Berlin Blues - 10 Minuten


Foto: Laura Balzer
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Sa, 12. November 2016 1 2 3   Erg.
Tornado Niesky 0 6 6   12
EHC Berlin Blues 0 0 0   0

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