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Tornados knöpfen dem Spitzenreiter zwei Punkte ab
26.11.07, 08:48 Uhr
Sächsische Zeitung vom 26.11.07, Bericht Frank Thümmler

Tornado Niesky 3 n.P.(0, 1, 1)
ECC Preussen 2 (0, 1, 1)

Wer diesmal nicht im Nieskyer Waldstadion war, hatte ein dramatisches, extrem schnelles und hochklassiges Eishockeyspiel verpasst. Als Thomas Bresagk den entscheidenden vierten Penalty parieren konnte, kannte der Jubel im Stadionrund keine Grenzen: Der Spitzenreiter war fast sensationell geschlagen. Trainer Steffen Thau sagte nach dem Spiel: „Ich bin selbst von dieser Leistung überrascht, zumal uns mit Marcel Leyva und Torsten Schwarz ja noch zwei starke Stürmer gefehlt haben.“
Den Tornados war es am Sonnabend von der ersten Sekunde an gelungen, gegen die mit weißer Weste angereisten Berliner gegenzuhalten. Verlassen konnten sie sich dabei auf einen überragenden Thomas Bresagk im Tor, der einige ganz gefährliche Situationen bereinigen konnte. Noch dazu war das Spiel extrem schnell. In der zehnten Minute zum Beispiel rettete Bresagk gegen einen Versuch aus Nahdistanz, keine zehn Sekunden später tauchte Josef Hudec vor dem Gästetor auf und zog ab, verfehlte aber knapp das Tor. Das torlose Unentschieden zur ersten Drittelpause hatten sich die Nieskyer, die mit dem Ziel aufgelaufen waren, das Spiel möglichst lange offen zu halten, redlich verdient.

Das Mitteldrittel begann mit einem Stimmungsdämpfer. Verteidiger Svatos unterlief ein katastrophaler Fehlpass im eigenen Drittel. Ex-Zweitligaspieler Doug Murray (Bad Nauheim und Braunlage) ließ sich die Chance nicht entgehen. Die Tornados nutzten die nächste Überzahl zum Ausgleichstreffer, den sie mustergültig herausspielten: Verteidiger Sebastian Greulich war unwiderstehlich in das Angriffsdrittel eingedrungen, hatte die Scheibe an der Band entlang auf die andere Seite geschickt. Dort wartete Verteidigerkollege Sven Becher und legte sofort quer auf René Michalk. Der zog direkt aus acht Metern ab und ließ dem starken Gästegoalie Kamenik keine Chance. Danach folgte die wohl stärkste Phase der Tornados mit einem Pfostentreffer (Melchior) und zwei Riesenchancen für Hudec. Aber auch die Nieskyer hatten Sekunden vor der Drittelsirene bei einem Pfostentreffer der Berliner das notwendige Glück.

Das Schlussdrittel begannen die Tornados noch einen Zacken stärker, drängten auf den Führungstreffer und wurden sieben Minuten vor dem Ende durch einen Schlenzer von Kay Hurbanek eiskalt erwischt. Besonders Sebastian Greulich war danach anzumerken, dass die Niederlage damit noch nicht besiegelt war. Der Verteidiger war es auch, der mit einem Distanzschuss den Ausgleich erzielte und das Stadion zum Kochen brachte. Daniel Wahne hatte dabei den Gästetorwart irritiert. Die Tornados überstanden danach auch eine zweifelhafte Zwei-Minuten-Strafe gegen Petr Hnidek.

Im Penaltyschießen ließ Trainer Steffen Thau diesmal weder die tschechischen Spieler noch „Theo“ Schwabe ran, sondern gab den Jungen eine Chance. Und die machten es hervorragend: René Michalk, Daniel Wahne und Sven Becher (mit technischer Brillianz) trafen – und der Goalie hielt den entscheidenden Penalty.



Tornado: Bresagk – Greulich, Becher, Hnidek, Schicholz, Svatos –Wahne, Hudec, Hlavnicka, Jandik, Volek, Schwabe, Groba, Michalk, Kamarid, Papproth, Melchior

Tore:
0:1 Hurbanek (21:15)
1:1 Michalk (23:25, Assist, Becher, Greulich)
1:2 Leciejewski (52:52)
2:2 Greulich (56:34, Wahne, Michalk)
3:2 Becher (Penalty)

Strafen: Niesky 20, Berlin 14 + 10

Zuschauer: 599.
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