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Tornados triumphieren über Bad Muskau Bombers
06.11.16, 20:04 Uhr
Das war doch mal ein Auftritt zum mit der Zunge schnalzen. Gestern Abend gewannen die Tornados ihr Heimspiel gegen die Bad Muskau Bombers mit 11:0 (3:0; 4:0; 4:0). Ca. 440 Zuschauer feierten, so sie es mit den Nieskyern hielten. Alle freuten sich über eine bis zum Schluss gutklassige und vor allem temporeiche Partie, in der die Gäste trotz Engagement schlussendlich chancenlos blieben. Für Theos Team war es der erste zweistellige Erfolg in dieser Saison und zudem der erste Shutout in den Punktspielen. Dazu unser herzlicher Glückwunsch.

Nach ungelösten Problemen mit der Internetanbindung in der Eishalle, gab Hauptschiedsrichter Schnabel die Partie mit 20 Minuten Verspätung frei. Der ELV, der insgesamt fünf Feldspieler mehr als der Gegner zur Verfügung hatte, drückte diesmal von Beginn an mächtig auf die Tube.

Bereits in der 1. Minute ergaben sich in Überzahl (ÜZ) zwei gute Einschuss-chancen. Wenig später verlängerte Rösler einen Knaller von Neumann. Die Scheibe verfehlte nur haarscharf den Kasten. Die Tornados schnürten die Gäste zu Beginn förmlich in deren Verteidigungsdrittel ein. Was für Außenstehende wie ein Powerplay wirkte, war tatsächlich ein Fünf gegen Fünf. Die Situation nutzte Wimmer (5.) mit einem Schlagschuss von der blauen Linie zur Führung aus. Greulich wollte ihm nicht nachstehen und machte in derselben Minute aus ähnlicher Position das 2:0. Kuhlee schließlich hätte schon kurz darauf noch einen nachlegen können, verpasste aber knapp. Ein Abspielfehler der Nieskyer Deckung vor Handricks Gehäuse führte in der 8. Minute fast zum Anschluss, doch Robert zeigte eine Riesenparade. Die Bombers jetzt aufgewacht probierten es Sekunden später durch Weimann erneut, aber wieder war Handrick zur Stelle. Als die Parkstädter in der 10. Minute eine 2-Minuten-Strafe zogen, waren die Gastgeber wieder präsent. Die fällige Überzahl wurde exzellent über drei Stationen gespielt und Kuhlee (12.) besorgte nun doch den 3. Treffer. Auch die zweite Hälfte des 1. Durchgangs zeigte Theo Schwabes Truppe sehr viel Spielfreude, obwohl sie torlos blieb. Teilweise wurden die Rot-Weißen vor dem eigenen Kasten schwindelig gespielt. Chancen durch Neumann, Rösler, Pohling wurden mit viel Aufwand kreiert. Für eine kurze Unterbrechung sorgte dann noch ein Maskentreffer bei Keeper Hirsch - der Gäste-Schlussmann blieb aber glücklicherweise wohlauf.

Die schnelle Vorentscheidung suchte und fand der Titelverteidiger dann gleich zu Beginn des Mittelabschnitts. So schloss Kuhlee (22.) einen spritzigen Konter mustergültig mit seinem zweiten Torerfolg des Abends ab. In Minute 25 nutzen die Blau-Gelben schließlich den Platz auf dem Eis (Vier gegen Vier) und erzielten wieder durch Wimmer das 5:0. Wer jetzt annahm, der Torhunger der Nieskyer sei gestillt, irrte sich schönerweise. Zunächst aber galt es eine 103 Sekunden dauernde doppelte Unterzahl (UZ) zu überstehen. Greulich und Neumann hatten in der Kühlbox Platz genommen. Wie die gesamte bisherige Saison über ließ man sich in dieser Phase nicht die Butter vom Brot nehmen und hielt hinten die "Null" fest. Zwei weitere schöne Erfolge von Pohling (30.) durch die "Hosenträger" und Rösler (34.) besiegelten das Mitteldrittel.

Die Hoffnung der Fans auf einen zweistelligen Erfolg erfüllte sich schließlich in der letzten Spielperiode. Der Tabellenvierte, der übrigens überraschend im Auswärtstrikot spielte, gab weiter kräftig Gas und das mit einer bemerkenswerten Kondition. Da konnten die fairen Muskauer nur hoffen und bedingt gegensetzen. Den Torreigen eröffnete diesmal Leyva in der 44. Minute. Er wartete aus Nahdistanz klug ab, bis der Gästekeeper auf dem Boden lag und hob die Scheibe gekonnt über ihn in die Maschen. Pohling vollstreckte in der 50. Minute in ÜZ zum 9:0. Schwarz unterstrich die neuen Überzahlqualitäten im Team mit dem 10. Treffer (53. ÜZ). Im Torgedränge stand er goldrichtig und schob den Puck in die linke freie Ecke. Den Schlusspunkt schließlich setzte Topscorer Pohling mit seinem 3. Treffer des Abends. Sein Handgelenkschuss (54.) schlug unhaltbar unter der Latte ein. Die letzte Chance des Spiels ging dann noch einmal an die Bombers. Doch Handrick wollte den Shutout und angelte sich den schwierigen Flatterpuck von Ex-ELVer Gubisch aus der Luft.

Am Sonnabend, dem 12.11.2016 gibt es um 19.00 Uhr das nächste Heimspiel gegen den EHC Berlin Blues.
             
Strafen: Tornado Niesky - 10 Minuten, Bad Muskau Bombers - 10 Minuten

Am Rande des Spiels:

Entwarnung gab es heute von Theo Schwabe für Mojmir Musil. Der Tscheche hatte gestern zu Beginn des 2. Drittels das Eis verlassen und das Match umgezogen weiter hinter der Bande verfolgt. Konkrete Infos zu den Hintergründen gab er nicht. Es droht jedoch kein Ausfall des beliebten Akteurs.

Für einen Lacher sorgte noch die Verabschiedung von Fans und Mannschaft. Die Zuschauer warteten vor dem traditionellen rhythmischen "Schläger bzw. Hände in die Luft heben" darauf, dass sich das Team komplett präsentiere. Im Rücken der Tornados verabschiedeten sich nämlich noch zwei Spieler von den Schiedsrichtern. Das aber hatte der Rest der Blau-Gelben offensichtlich nicht bemerkt. Sichtlich irritiert, weil es nicht losging, brach man die verdiente Zeremonie ab, bevor sie begonnen hatte. Hier heißt es also noch üben für beide Seiten. 

             
Foto: Laura Balzer
Kommentare
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Sa, 5. November 2016 1 2 3   Erg.
Tornado Niesky 3 4 4   11
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